Ein Frappé lässt sich mit Kaffeekonzentrat besonders schnell selber machen. Statt zunächst heißen Kaffee oder Espresso zuzubereiten und abkühlen zu lassen, wird das Konzentrat direkt aus dem Kühlschrank verwendet. Zusammen mit Milch oder Wasser, Eiswürfeln und optional etwas Zucker oder Sirup entsteht innerhalb weniger Minuten ein kaltes, cremiges Kaffeegetränk.
Für einen einfachen Frappé reichen beispielsweise 50 bis 60 ml Kaffeekonzentrat, 150 ml Milch und etwa 100 bis 150 g Eiswürfel. Alle Zutaten werden in einem leistungsfähigen Mixer fein zerkleinert, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
Besonders praktisch ist Kaffeekonzentrat dabei wegen seiner hohen Intensität. Normale Eiswürfel verdünnen den Frappé beim Schmelzen. Eine konzentrierte Kaffeebasis sorgt dafür, dass der Kaffeegeschmack trotzdem deutlich wahrnehmbar bleibt.
Was ist ein Frappé?
Unter der Bezeichnung Frappé werden heute unterschiedliche kalte Kaffeegetränke verstanden.
Der klassische griechische Café Frappé wird traditionell mit löslichem Kaffee, Wasser, Zucker und Eis hergestellt und charakteristisch aufgeschäumt.
Daneben hat sich „Frappé“ als allgemeine Bezeichnung für kalte, häufig gemixte Kaffeegetränke etabliert.
Diese können beispielsweise aus Kaffee, Milch, Eiswürfeln, Sirup und weiteren Zutaten bestehen.
Ein Frappé mit Kaffeekonzentrat gehört eher zu dieser modernen Variante.
Warum eignet sich Kaffeekonzentrat für Frappé?
Für einen Frappé wird ein intensiver Kaffeegeschmack benötigt.
Gleichzeitig kommen häufig größere Mengen anderer Zutaten ins Getränk:
Milch
Eis
Zucker
Sirup
Sahne.
Normaler Filterkaffee kann dadurch schnell in den Hintergrund treten.
Kaffeekonzentrat besitzt dagegen eine deutlich höhere geschmackliche Intensität pro Milliliter.
Dadurch wird weniger Kaffeeflüssigkeit benötigt.
Frappé mit Kaffeekonzentrat – Grundrezept
Für einen großen Frappé kann mit folgendem Rezept gestartet werden.
Zutaten
60 ml Kaffeekonzentrat
150 ml kalte Milch oder Pflanzendrink
120 g Eiswürfel
optional 10 bis 20 ml Sirup oder Zucker nach Geschmack
optional Schlagsahne.
Zubereitung
Kaffeekonzentrat in den Mixer geben.
Milch hinzufügen.
Eiswürfel dazugeben.
Optional Zucker oder Sirup hinzufügen.
Alles etwa 20 bis 40 Sekunden kräftig mixen.
Konsistenz kontrollieren.
In ein großes Glas füllen.
Optional mit Sahne oder etwas Milchschaum servieren.
Damit ist der Frappé fertig.
Das richtige Verhältnis
Die ideale Zusammensetzung hängt davon ab, wie konzentriert die verwendete Kaffeebasis ist.
Ein guter Ausgangspunkt ist:
1 Teil Kaffeekonzentrat
2,5 bis 3 Teile Milch
plus Eis.
Bei 60 ml Konzentrat wären das beispielsweise:
60 ml Kaffeekonzentrat
150 bis 180 ml Milch.
Anschließend kann die Dosierung an den eigenen Geschmack angepasst werden.
Wie viel Kaffeekonzentrat braucht man pro Frappé?
Für einen normalen Frappé reichen häufig etwa 40 bis 80 ml Kaffeekonzentrat.
Intensität | Kaffeekonzentrat | Milch | Eis |
|---|---|---|---|
mild | 40 ml | 180 ml | 100–120 g |
normal | 60 ml | 150 ml | 120–150 g |
kräftig | 80 ml | 150 ml | 120–150 g |
sehr milchig | 50 ml | 220 ml | 120–150 g |
Die Werte sind lediglich Ausgangspunkte.
Bei einem sehr starken Konzentrat können bereits kleinere Mengen ausreichen.
Welches Kaffeekonzentrat eignet sich für Frappé?
Grundsätzlich können unterschiedliche Kaffeekonzentrate verwendet werden.
Besonders geeignet sind:
Cold-Brew-Konzentrat
selbst gemachtes Kaffeekonzentrat
espressoähnliches Kaffeekonzentrat
fertiges flüssiges Kaffeekonzentrat.
Die Wahl beeinflusst den Geschmack deutlich.
Frappé mit Cold-Brew-Konzentrat
Cold-Brew-Konzentrat eignet sich besonders gut für einen kalten Frappé.
Da es bereits kalt extrahiert wurde, kann es direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden.
Ein mögliches Rezept:
60 ml Cold-Brew-Konzentrat
150 ml Milch
120 g Eis
10 ml Vanillesirup.
Alles im Mixer cremig mixen.
Das Ergebnis besitzt einen anderen Charakter als ein Frappé auf Espressobasis.
Frappé mit Espresso Konzentrat
Wer einen kräftigeren espressoähnlichen Geschmack bevorzugt, kann Espresso Konzentrat verwenden.
Ein mögliches Rezept:
50 ml Espresso Konzentrat
170 ml Milch
120 g Eis
optional 10 bis 20 ml Sirup.
Espressoartige Konzentrate können sich besonders gut gegen Milch und Eis behaupten.
Frappé mit selbst gemachtem Kaffeekonzentrat
Auch selbst gemachtes Konzentrat eignet sich hervorragend.
Ein einfaches Konzentrat lässt sich beispielsweise im Verhältnis:
1:5
herstellen.
Dafür werden:
100 g grob gemahlener Kaffee
mit
500 ml Wasser
kombiniert.
Bei einer kalten Extraktion lässt man die Mischung etwa 12 bis 18 Stunden ziehen und filtert sie anschließend gründlich.
Von diesem Konzentrat können anschließend beispielsweise 50 bis 70 ml für einen Frappé verwendet werden.
Frappé mit French-Press-Konzentrat
Besonders einfach lässt sich die Kaffeebasis mit einer French Press vorbereiten.
100 g grob gemahlener Kaffee
500 ml Wasser
etwa 12 bis 18 Stunden Extraktionszeit.
Nach der Extraktion wird der Stempel langsam heruntergedrückt und das Konzentrat in ein separates Gefäß umgefüllt.
Damit steht eine kalte Basis für mehrere Frappés bereit.
Frappé ohne Milch
Kaffeekonzentrat kann auch für einen Frappé ohne Milch verwendet werden.
Ein mögliches Rezept:
60 ml Kaffeekonzentrat
100 ml kaltes Wasser
120 g Eiswürfel
Zucker oder Sirup nach Geschmack.
Alles kräftig mixen.
Das Ergebnis wird leichter und stärker kaffeebetont als die Milchvariante.
Frappé mit Hafermilch
Haferdrink eignet sich sehr gut für einen cremigen Frappé.
Beispielsweise:
60 ml Kaffeekonzentrat
170 ml Haferdrink
120 g Eis
10 ml Vanillesirup.
Alle Zutaten im Mixer fein zerkleinern.
Je nach verwendetem Haferdrink kann das Getränk bereits eine gewisse natürliche Süße besitzen.
Frappé mit Mandelmilch
Auch Mandeldrink kann verwendet werden.
Das Grundrezept bleibt nahezu identisch:
60 ml Kaffeekonzentrat
170 ml Mandeldrink
120 g Eis.
Optional können Vanille- oder Karamellsirup hinzugefügt werden.
Frappé mit Sojamilch
Sojadrink ist ebenfalls geeignet und kann eine relativ cremige Konsistenz erzeugen.
Ein möglicher Ausgangspunkt:
60 ml Konzentrat
160 ml Sojadrink
120 g Eis.
Auch hier lässt sich die Süße individuell einstellen.
Frappé ohne Zucker
Ein Frappé benötigt nicht zwingend Zucker.
Wer Kaffeegeschmack und Milch bevorzugt, kann einfach:
60 ml Kaffeekonzentrat
180 ml Milch
120 g Eis
verwenden.
Alle Zutaten werden miteinander gemixt.
Gerade bei Milch oder Pflanzendrinks mit leichter Eigensüße kann zusätzlicher Zucker vollständig entfallen.
Frappé mit Vanille
Vanille passt besonders gut zu schokoladigen und nussigen Kaffeeröstungen.
Ein einfaches Rezept:
60 ml Kaffeekonzentrat
160 ml Milch
120 g Eis
10 bis 15 ml Vanillesirup.
Alles zusammen mixen.
Für einen stärkeren Vanillegeschmack kann die Sirupmenge erhöht werden.
Karamell-Frappé mit Kaffeekonzentrat
Für einen Karamell-Frappé werden benötigt:
60 ml Kaffeekonzentrat
160 ml Milch
120 g Eis
15 ml Karamellsirup.
Optional kann das Getränk mit Sahne und einer kleinen Menge Karamellsauce serviert werden.
Da Sirup und Karamellsauce zusätzliche Süße mitbringen, sollte die Dosierung schrittweise angepasst werden.
Schoko-Frappé mit Kaffeekonzentrat
Kaffee und Schokolade lassen sich ebenfalls sehr gut kombinieren.
Ein mögliches Rezept:
60 ml Kaffeekonzentrat
160 ml Milch
120 g Eis
10 bis 20 ml Schokoladensirup.
Alternativ kann etwas Kakao verwendet werden.
Bei ungesüßtem Kakao muss eventuell zusätzliche Süße ergänzt werden.
Mocha-Frappé selber machen
Ein Mocha-Frappé verbindet Kaffee und Schokolade.
Ein einfaches Rezept:
60 ml Kaffeekonzentrat
160 ml Milch
120 g Eis
15 ml Schokoladensirup
optional Sahne.
Alles im Mixer fein pürieren.
Gerade eine kräftige Kaffeebasis verhindert, dass der Schokoladengeschmack den Kaffee vollständig überdeckt.
Protein-Frappé mit Kaffeekonzentrat
Kaffeekonzentrat eignet sich auch für einen Protein-Frappé.
Beispielsweise:
50 ml Kaffeekonzentrat
250 ml Proteinshake
100 g Eis.
Alle Zutaten miteinander mixen.
Alternativ können Milch und Proteinpulver separat verwendet werden.
Die Konsistenz hängt dabei stark vom jeweiligen Proteinpulver ab.
Frappé mit Banane
Eine Banane kann gleichzeitig Süße und Cremigkeit liefern.
Ein mögliches Rezept:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Milch
eine halbe gefrorene Banane
80 bis 100 g Eis.
Alles im Mixer cremig pürieren.
Durch die Banane wird das Getränk allerdings deutlich sättigender und geschmacklich weniger kaffeebetont.
Frappé mit Eiscreme
Wer einen besonders cremigen Dessert-Frappé möchte, kann Speiseeis verwenden.
Beispielsweise:
50 ml Kaffeekonzentrat
120 ml Milch
100 g Eiswürfel
eine Kugel Vanilleeis.
Alles im Mixer pürieren.
Dadurch steigen allerdings Zucker- und Kaloriengehalt deutlich.
Wie bekommt man einen Frappé besonders cremig?
Die Konsistenz wird hauptsächlich durch das Verhältnis aus Flüssigkeit und Eis bestimmt.
Mehr Flüssigkeit macht den Frappé dünner.
Mehr Eis macht ihn zunächst dickflüssiger.
Zu viel Eis kann allerdings dazu führen, dass das Getränk eher körnig beziehungsweise wässrig als cremig wird.
Ein guter Ausgangspunkt ist:
200 bis 220 ml Flüssigkeit
auf
ungefähr 120 g Eis.
Warum wird mein Frappé zu flüssig?
Häufig wurde zu viel Flüssigkeit oder zu wenig Eis verwendet.
Angenommen:
60 ml Konzentrat
250 ml Milch
und nur
50 g Eis
werden verwendet.
Dann entsteht eher ein kalter Milchkaffee als ein cremiger Frappé.
Die Milchmenge kann reduziert oder die Eismenge erhöht werden.
Warum wird mein Frappé zu fest?
Zu viel Eis kann dazu führen, dass die Mischung kaum noch fließt.
In diesem Fall einfach etwas:
Milch
Wasser
oder Kaffeekonzentrat
hinzufügen.
Dabei sollte schrittweise gearbeitet werden.
Bereits 20 bis 30 ml zusätzliche Flüssigkeit können die Konsistenz deutlich verändern.
Warum schmeckt mein Frappé zu wenig nach Kaffee?
Das ist bei Frappés ein häufiges Problem.
Milch, Eis und Sirup können den Kaffeegeschmack stark abschwächen.
Hier zeigt sich der Vorteil von Kaffeekonzentrat.
Statt mehr normalen Kaffee hinzuzufügen, kann die Konzentratmenge erhöht werden.
Beispielsweise von:
40 ml
auf
60 ml.
Reicht das noch nicht aus, können 70 oder 80 ml getestet werden.
Dabei sollte jedoch der steigende Koffeingehalt berücksichtigt werden.
Warum schmeckt der Frappé bitter?
Mögliche Ursachen sind:
sehr dunkle Röstung
zu hohe Konzentratmenge
bitteres beziehungsweise überextrahiertes Konzentrat
oder zu wenig Milch.
Zunächst kann etwas mehr Milch hinzugefügt werden.
Auch eine kleine Menge Süße kann starke Bitternoten ausgleichen.
Wenn bereits das Konzentrat selbst unangenehm bitter schmeckt, sollte allerdings dessen Rezept angepasst werden.
Kann man normalen Kaffee statt Kaffeekonzentrat verwenden?
Ja.
Allerdings besitzt normaler Kaffee einen höheren Wasseranteil.
Dadurch kann der Frappé dünner werden.
Außerdem wird häufig mehr Kaffee benötigt, um dieselbe geschmackliche Intensität zu erreichen.
Wer beispielsweise 150 ml Filterkaffee statt 60 ml Konzentrat verwendet, bringt 90 ml zusätzliche Flüssigkeit ins Getränk.
Das muss beim Verhältnis von Milch und Eis berücksichtigt werden.
Kann man Espresso verwenden?
Ja.
Frischer Espresso eignet sich hervorragend für Frappé.
Allerdings ist er nach der Zubereitung heiß.
Wird heißer Espresso direkt mit Eis gemixt, schmilzt ein Teil der Eiswürfel sofort.
Das Getränk kann dadurch dünner werden.
Kaffeekonzentrat aus dem Kühlschrank besitzt hier einen praktischen Vorteil.
Kaffeekonzentrat vs. Espresso für Frappé
Eigenschaft | Kaffeekonzentrat | Frischer Espresso |
|---|---|---|
Temperatur | bereits kalt möglich | zunächst heiß |
Vorbereitung | bereits fertig | frisch zubereiten |
Kaffeemaschine beim Servieren | nicht nötig | notwendig |
Zubereitungszeit | sehr kurz | etwas länger |
Kaffeegeschmack | abhängig vom Konzentrat | klassischer Espresso |
Eis schmilzt sofort | kaum | stärker |
Für mehrere Frappés | sehr praktisch | mehrere Bezüge nötig |
Dosierung | sehr flexibel | über Anzahl der Shots |
Vorrat möglich | Ja | nur eingeschränkt sinnvoll |
Für maximal frisches Espressoaroma ist Espresso interessant.
Für Geschwindigkeit und einfache Vorbereitung besitzt Kaffeekonzentrat Vorteile.
Kaffeekonzentrat vs. Instantkaffee für Frappé
Der klassische griechische Frappé wird mit löslichem Kaffee hergestellt.
Instantkaffee besitzt dabei einen besonderen Vorteil:
Beim Aufschlagen mit Wasser kann ein charakteristischer stabiler Kaffeeschaum entstehen.
Ein gemixter Frappé mit Kaffeekonzentrat ist deshalb nicht identisch mit einem traditionellen griechischen Frappé.
Kaffeekonzentrat eignet sich vielmehr für einen cremigen, modernen Coffee-Frappé.
Braucht man einen Mixer?
Für einen Frappé mit zerkleinertem Eis ist ein geeigneter Mixer die einfachste Lösung.
Wichtig ist, dass das Gerät laut Hersteller für Eiswürfel geeignet ist.
Nicht jeder kleine Mixer oder Milchaufschäumer kann Eis zerkleinern.
Wer keinen geeigneten Mixer besitzt, kann stattdessen Eiswürfel im Glas verwenden und Kaffee, Milch und Süße separat aufschäumen beziehungsweise vermischen.
Das Ergebnis besitzt dann allerdings eine andere Konsistenz.
Kann man einen Milchaufschäumer verwenden?
Für die klassische gemixte Variante mit Eiswürfeln ist ein Milchaufschäumer nicht geeignet.
Er kann aber genutzt werden, um:
Kaffeekonzentrat
Milch
und gegebenenfalls Zucker
aufzuschäumen.
Anschließend wird die Mischung über Eis gegossen.
So entsteht eine einfache Alternative ohne Standmixer.
Frappé ohne Mixer selber machen
Auch ohne Mixer ist ein kaltes Kaffeegetränk möglich.
Dafür werden beispielsweise:
60 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Milch
Sirup nach Geschmack
in einen geeigneten verschließbaren Shaker gegeben.
Kräftig schütteln.
Anschließend über ein Glas mit Eis gießen.
Das Eis bleibt dabei ganz.
Die Konsistenz unterscheidet sich deshalb von einem im Mixer zerkleinerten Frappé.
Kaffee-Eiswürfel für einen intensiveren Frappé
Eine besonders interessante Möglichkeit sind Kaffee-Eiswürfel.
Dafür wird Kaffeekonzentrat oder verdünnter Kaffee in einem Eiswürfelbehälter eingefroren.
Anschließend werden die Kaffee-Eiswürfel anstelle normaler Eiswürfel verwendet.
Der Vorteil:
Beim Schmelzen gelangt kein zusätzliches Wasser ins Getränk.
Der Frappé behält dadurch einen intensiveren Kaffeegeschmack.
Muss das Kaffeekonzentrat vorher gekühlt werden?
Für einen kalten Frappé ist gekühltes Konzentrat ideal.
Je kälter die Ausgangszutaten sind, desto weniger Eis schmilzt beim Mixen.
Dadurch lässt sich eine dickere Konsistenz erzielen.
Neben dem Konzentrat sollte deshalb auch die Milch möglichst direkt aus dem Kühlschrank kommen.
Kann man einen Frappé vorbereiten?
Das Kaffeekonzentrat kann sehr gut vorbereitet werden.
Der komplette Frappé sollte dagegen möglichst frisch gemixt werden.
Nach längerer Standzeit:
schmilzt das Eis
das Getränk wird dünner
Schaum kann zusammenfallen
und die einzelnen Bestandteile können sich trennen.
Deshalb ist es sinnvoller, nur die Kaffeebasis vorzubereiten und den eigentlichen Frappé unmittelbar vor dem Trinken zu mixen.
Wie viel Koffein hat ein Frappé mit Kaffeekonzentrat?
Das lässt sich ohne die Angaben des verwendeten Konzentrats nicht pauschal bestimmen.
Entscheidend sind:
Koffeingehalt des Konzentrats
und
verwendete Konzentratmenge.
Angenommen, ein Konzentrat enthält hypothetisch:
200 mg Koffein pro 100 ml.
Bei 60 ml wären das:
200 × 60 ÷ 100 = 120 mg Koffein.
Der Frappé würde in diesem Rechenbeispiel etwa 120 mg Koffein aus dem Kaffee enthalten.
Milch, Wasser und Eis verändern die absolute Koffeinmenge nicht.
Macht mehr Eis den Frappé koffeinärmer?
Die Koffeinkonzentration pro Milliliter kann durch schmelzendes Eis sinken.
Die gesamte Koffeinmenge bleibt jedoch unverändert.
Enthalten 60 ml Konzentrat beispielsweise 100 mg Koffein, bleiben diese 100 mg auch nach Zugabe von Milch und Eis im Getränk.
Wie viele Kalorien hat ein Frappé mit Kaffeekonzentrat?
Das hängt fast vollständig von den weiteren Zutaten ab.
Reines ungesüßtes Kaffeekonzentrat ist sehr kalorienarm.
Eiswürfel und Wasser liefern keine relevanten Kalorien.
Milch, Pflanzendrinks, Zucker, Sirup, Sahne und Speiseeis bestimmen deshalb den größten Teil der Energiedichte.
Kalorienbeispiel für einen einfachen Frappé
Angenommen, verwendet werden:
60 ml ungesüßtes Kaffeekonzentrat
150 ml Milch mit 47 kcal pro 100 ml
120 g Eis.
Allein die Milch liefert:
150 × 47 ÷ 100 = 70,5 kcal.
Hinzu kommen nur wenige Kalorien aus dem schwarzen Kaffee.
Das Getränk liegt damit ohne zusätzlichen Zucker oder Sirup grob in einer Größenordnung von etwas mehr als 70 kcal.
Die tatsächlichen Werte hängen von den verwendeten Produkten ab.
Was macht Sirup mit den Kalorien?
Sirup kann den Kaloriengehalt deutlich erhöhen.
Wie stark, hängt vom jeweiligen Produkt und der Dosierung ab.
Deshalb sollte bei einer genauen Berechnung immer die Nährwertangabe auf der Flasche verwendet werden.
Zuckerfreie Sirupe können eine Alternative sein, wenn hauptsächlich zusätzliche Süße und Aroma gewünscht werden.
Frappé oder Iced Latte – was ist der Unterschied?
Ein Iced Latte besteht typischerweise aus:
Kaffeebasis
Milch
und Eiswürfeln.
Die Eiswürfel bleiben normalerweise ganz.
Beim modernen gemixten Frappé werden die Zutaten dagegen häufig gemeinsam im Mixer zerkleinert.
Dadurch entsteht eine dickere, teilweise slushartige beziehungsweise cremige Konsistenz.
Frappé oder Iced Coffee?
Iced Coffee ist ein sehr breiter Begriff für kalten beziehungsweise auf Eis servierten Kaffee.
Ein Frappé ist dagegen stärker durch seine aufgeschäumte oder gemixte Konsistenz geprägt.
Mit demselben Kaffeekonzentrat können deshalb beide Getränke hergestellt werden.
Für einen Iced Coffee:
Konzentrat + Wasser + Eis.
Für einen Frappé:
Konzentrat + Milch oder Wasser + Eis im Mixer.
Welche Variante eignet sich am besten?
Wunsch | Empfehlung |
|---|---|
möglichst einfach | Konzentrat + Milch + Eis |
besonders kaffeestark | mehr Kaffeekonzentrat |
besonders cremig | Milch + ausreichend Eis |
kalorienarm | Wasser oder kalorienärmere Milchalternative, ohne Sirup |
süß | Vanille- oder Karamellsirup |
schokoladig | Schokoladensirup oder Kakao |
proteinreich | Proteinshake oder Proteinpulver |
ohne Milch | Wasser + Konzentrat + Eis |
vegan | Pflanzendrink |
möglichst wenig Verwässerung | Kaffee-Eiswürfel |
Häufige Fehler beim Frappé mit Kaffeekonzentrat
Zu viel Milch
Dadurch kann der Kaffeegeschmack vollständig in den Hintergrund treten.
Zu wenig Eis
Dann entsteht eher ein kalter Milchkaffee als ein cremiger Frappé.
Zu viel Eis
Das Getränk kann sehr fest oder nach dem Schmelzen wässrig werden.
Zu wenig Kaffeekonzentrat
Milch, Eis und Sirup schwächen die wahrgenommene Kaffeeintensität erheblich ab.
Zu viel Sirup
Der Frappé schmeckt schnell hauptsächlich nach Zucker beziehungsweise Aroma statt nach Kaffee.
Warmes Konzentrat verwenden
Dadurch schmilzt beim Mixen mehr Eis.
Frappé lange stehen lassen
Das Eis schmilzt und die cremige Konsistenz geht verloren.
Das einfachste Rezept für Anfänger
Wer zum ersten Mal einen Frappé mit Kaffeekonzentrat zubereitet, kann mit diesem Rezept starten:
60 ml Kaffeekonzentrat
150 ml kalte Milch
120 g Eiswürfel
optional:
10 ml Vanillesirup
Alles in einen für Eis geeigneten Mixer geben.
Etwa 20 bis 40 Sekunden mixen.
In ein Glas füllen.
Probieren.
Ist der Frappé zu schwach, beim nächsten Mal mehr Konzentrat verwenden.
Ist er zu kräftig, etwas mehr Milch verwenden.
Ist er zu dünn, etwas mehr Eis verwenden.
So lässt sich das Rezept sehr einfach an den eigenen Geschmack anpassen.
Analyse
Bei einem Frappé treffen mehrere Faktoren aufeinander, die normalen Kaffee schnell verdünnen.
Es werden Milch beziehungsweise Wasser und relativ große Mengen Eis verwendet.
Beim Mixen wird das Eis zerkleinert und beginnt unmittelbar zu schmelzen.
Normaler Filterkaffee bringt zusätzlich bereits viel Wasser ins Getränk.
Kaffeekonzentrat löst dieses Problem.
Statt beispielsweise 150 ml normalen Kaffee zu verwenden, können möglicherweise bereits 50 bis 60 ml Konzentrat ausreichend Kaffeegeschmack liefern.
Dadurch bleibt mehr Spielraum für Milch und Eis.
Besonders deutlich wird der Vorteil bei einem großen Milch-Frappé.
Ein Verhältnis wie:
60 ml Kaffeekonzentrat + 150 ml Milch + 120 g Eis
liefert eine intensive Kaffeebasis, ohne dass das Getränk bereits vor dem Eis mit großen Mengen Wasser verdünnt wird.
Noch besser lässt sich das Problem mit Kaffee-Eiswürfeln lösen.
Wird das Konzentrat beziehungsweise Kaffee eingefroren, besteht auch das Eis teilweise aus Kaffee. Beim Schmelzen wird der Frappé dadurch nicht zunehmend wässrig.
Für den klassischen griechischen Café Frappé bleibt Instantkaffee allerdings die authentischere Basis.
Wer dagegen einen modernen cremigen Coffee-Frappé wie aus einem Café herstellen möchte, ist mit Kaffeekonzentrat sehr gut aufgestellt.
Fazit
Kaffeekonzentrat ist eine besonders praktische Basis für selbst gemachten Frappé.
Das einfachste Grundrezept besteht aus:
60 ml Kaffeekonzentrat
150 ml kalter Milch
120 g Eiswürfeln.
Alle Zutaten werden in einem für Eis geeigneten Mixer etwa 20 bis 40 Sekunden zerkleinert, bis eine cremige Konsistenz entsteht.
Anschließend kann das Rezept nahezu beliebig erweitert werden.
Vanillesirup ergibt einen Vanille-Frappé.
Karamellsirup einen Karamell-Frappé.
Schokolade verwandelt das Getränk in einen Mocha-Frappé.
Proteinshake macht daraus einen Protein-Frappé.
Wer möglichst wenige Kalorien möchte, verzichtet dagegen auf Zucker, Sirup und Sahne.
Der größte Vorteil des Kaffeekonzentrats liegt in seiner Intensität. Es wird nur eine relativ kleine Flüssigkeitsmenge benötigt, sodass Milch und Eis den Kaffeegeschmack weniger stark verwässern.
Wer regelmäßig Frappé, Iced Latte oder Iced Coffee trinkt, kann deshalb eine kleine Flasche Kaffeekonzentrat vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Die eigentliche Zubereitung des Frappés dauert anschließend nur noch wenige Minuten.




