Espresso Tonic lässt sich auch mit Kaffeekonzentrat schnell und unkompliziert zubereiten. Für ein einfaches Grundrezept reichen 40 bis 60 ml Kaffeekonzentrat, 150 ml gut gekühltes Tonic Water und Eiswürfel. Zuerst kommen Eis und Tonic Water ins Glas, anschließend wird das Kaffeekonzentrat langsam darübergegossen.
Der Vorteil gegenüber frisch gebrühtem Espresso: Das Kaffeekonzentrat kann bereits kalt im Kühlschrank stehen. Dadurch schmelzen die Eiswürfel langsamer und das Tonic Water wird weniger stark erwärmt. Gleichzeitig ist das Getränk innerhalb weniger Sekunden fertig.
Geschmacklich treffen beim Espresso Tonic zwei sehr unterschiedliche Komponenten aufeinander: kräftiger Kaffee mit Röstaromen auf ein bitter-süßes, kohlensäurehaltiges Tonic Water. Gerade deshalb sollte das Verhältnis stimmen. 50 ml Kaffeekonzentrat auf etwa 150 ml Tonic Water sind ein guter Ausgangspunkt.
Was ist Espresso Tonic?
Espresso Tonic ist ein kaltes Kaffeegetränk aus Espresso, Tonic Water und Eis.
Die klassische Variante wird mit frisch zubereitetem Espresso hergestellt.
Ein typisches Getränk besteht beispielsweise aus:
40 bis 60 ml Espresso
120 bis 180 ml Tonic Water
Eiswürfeln.
Optional können Zitrone, Limette oder Orange hinzukommen.
Bei der Variante mit Kaffeekonzentrat wird der frisch gebrühte Espresso durch eine konzentrierte Kaffeebasis ersetzt.
Kann man Espresso Tonic mit Kaffeekonzentrat machen?
Ja.
Kaffeekonzentrat eignet sich sehr gut für Espresso Tonic, solange es geschmacklich kräftig genug ist.
Besonders geeignet sind Konzentrate, die einen intensiven und möglichst klaren Kaffeegeschmack besitzen.
Dazu gehören beispielsweise:
Espresso Konzentrat
Cold-Brew-Konzentrat
selbst gemachtes Kaffeekonzentrat
oder fertiges flüssiges Kaffeekonzentrat.
Das Ergebnis schmeckt allerdings nicht zwangsläufig identisch mit einem klassischen Espresso Tonic.
Die Extraktionsmethode des verwendeten Kaffees beeinflusst das Getränk deutlich.
Einfaches Espresso-Tonic-Rezept mit Kaffeekonzentrat
Für ein großes Glas werden benötigt:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eiswürfel
optional eine Scheibe Zitrone, Limette oder Orange.
Damit entsteht ein Verhältnis von ungefähr:
1 Teil Kaffeekonzentrat zu 3 Teilen Tonic Water.
Dieses Verhältnis eignet sich gut als Ausgangspunkt.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
Schritt 1: Tonic Water kühlen
Das Tonic Water sollte möglichst gut gekühlt sein.
Je kälter die Zutaten sind, desto weniger Eis muss das Getränk herunterkühlen.
Dadurch schmelzen die Eiswürfel langsamer.
Schritt 2: Glas mit Eis füllen
Ein großes Glas großzügig mit Eiswürfeln füllen.
Große Eiswürfel sind besonders praktisch, da sie vergleichsweise langsam schmelzen.
Schritt 3: Tonic Water eingießen
Etwa:
150 ml Tonic Water
langsam über das Eis geben.
Nicht unnötig stark umrühren, damit möglichst viel Kohlensäure erhalten bleibt.
Schritt 4: Kaffeekonzentrat hinzufügen
Anschließend:
50 ml Kaffeekonzentrat
langsam über die Eiswürfel beziehungsweise das Tonic Water geben.
Dadurch kann eine optisch interessante Schichtung entstehen.
Schritt 5: Vorsichtig umrühren
Vor dem Trinken kann das Getränk vorsichtig umgerührt werden.
Dabei sollte nicht zu kräftig gerührt werden, damit nicht unnötig viel Kohlensäure verloren geht.
Das richtige Mischverhältnis
Wie viel Kaffeekonzentrat benötigt wird, hängt von dessen Stärke ab.
Variante | Kaffeekonzentrat | Tonic Water |
|---|---|---|
mild | 30–40 ml | 160 ml |
ausgewogen | 50 ml | 150 ml |
kräftig | 60 ml | 150 ml |
sehr kaffeebetont | 70–80 ml | 150 ml |
leichter Longdrink | 40 ml | 200 ml |
Für den ersten Versuch eignet sich:
50 ml Konzentrat + 150 ml Tonic Water.
Anschließend kann das Verhältnis an den persönlichen Geschmack angepasst werden.
Welches Kaffeekonzentrat eignet sich am besten?
Nicht jedes Konzentrat schmeckt in Verbindung mit Tonic Water gleich.
Während Milch viele Bitter- und Röstaromen abmildern kann, treten sie in einem Espresso Tonic wesentlich deutlicher hervor.
Deshalb sollte das Kaffeekonzentrat bereits pur beziehungsweise verdünnt ausgewogen schmecken.
Ein extrem bitteres Konzentrat wird durch Tonic Water nicht automatisch besser.
Espresso Konzentrat für Espresso Tonic
Espresso Konzentrat ist geschmacklich besonders naheliegend.
Ein mögliches Rezept:
50 ml Espresso Konzentrat
150 ml Tonic Water
Eis.
Das Ergebnis kann stärker an einen klassischen Espresso Tonic erinnern als eine Variante auf Cold-Brew-Basis.
Allerdings ist der Begriff Espresso Konzentrat nicht einheitlich definiert. Nicht jedes entsprechend bezeichnete Produkt wurde tatsächlich wie klassischer Espresso unter Druck extrahiert.
Cold-Brew-Konzentrat für Espresso Tonic
Auch Cold-Brew-Konzentrat funktioniert sehr gut.
Ein mögliches Verhältnis:
50 bis 60 ml Cold-Brew-Konzentrat
150 ml Tonic Water
Eis.
Geschmacklich unterscheidet sich diese Variante vom klassischen Espresso Tonic.
Cold Brew kann weicher und weniger röstbetont wirken und je nach Bohne andere Aromen hervorheben.
Streng genommen wäre die Bezeichnung „Cold Brew Tonic“ hier präziser.
Kaffeekonzentrat selbst herstellen
Eine einfache Möglichkeit ist ein kalt extrahiertes Konzentrat im Verhältnis:
1:5.
Dafür werden beispielsweise:
100 g grob gemahlener Kaffee
mit
500 ml Wasser
kombiniert.
Der Kaffee wird mehrere Stunden kalt extrahiert und anschließend gründlich gefiltert.
Als Ausgangspunkt eignen sich etwa:
12 bis 18 Stunden.
Anschließend wird das Konzentrat gekühlt aufbewahrt.
Kaffeekonzentrat mit der French Press
Besonders einfach funktioniert die Herstellung in einer French Press.
100 g Kaffee grob mahlen.
500 ml Wasser hinzufügen.
Vorsichtig vermischen.
Abgedeckt im Kühlschrank extrahieren.
Nach etwa 12 bis 18 Stunden den Stempel langsam herunterdrücken.
Konzentrat anschließend in ein separates Gefäß umfüllen.
Für Espresso Tonic kann eine zusätzliche Filterung durch Papier interessant sein.
Dadurch werden mehr feine Partikel entfernt und das Getränk wird klarer.
Espresso Tonic mit Kaffee aus dem Vollautomaten
Wer keinen Vorrat an Kaffeekonzentrat besitzt, kann auch einen Kaffeevollautomaten verwenden.
Besonders geeignet sind kurze Espresso-Bezüge.
Beispielsweise:
40 bis 60 ml Espresso
150 ml Tonic Water
Eis.
Da der Espresso heiß aus der Maschine kommt, sollte beim Eingießen vorsichtig gearbeitet werden.
Alternativ kann der Kaffee zunächst kurz heruntergekühlt werden.
Warum ist kaltes Kaffeekonzentrat praktisch?
Bei einem klassischen Espresso Tonic trifft heißer Espresso auf:
kaltes Tonic Water
und Eis.
Dadurch beginnt das Eis unmittelbar zu schmelzen.
Kaffeekonzentrat kann dagegen direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden.
Dadurch bleibt das Getränk von Anfang an kalt.
Gleichzeitig wird das Tonic Water weniger erwärmt.
Welches Tonic Water eignet sich?
Grundsätzlich kann jedes Tonic Water verwendet werden, das geschmacklich gefällt.
Allerdings unterscheiden sich die Produkte deutlich hinsichtlich:
Süße
Bitterkeit
Zitrusnoten
Aromatisierung
und Kohlensäure.
Für den ersten Versuch ist ein klassisches Tonic Water eine unkomplizierte Wahl.
Anschließend können verschiedene Varianten ausprobiert werden.
Klassisches oder Dry Tonic?
Ein klassisches Tonic Water kann eine deutlich wahrnehmbare Süße besitzen.
Dry Tonic ist häufig weniger süß und kann dadurch den Kaffee stärker in den Vordergrund rücken.
Welche Variante besser funktioniert, hängt auch vom Konzentrat ab.
Ein bereits sehr bitterer Kaffee kann zusammen mit einem sehr trockenen Tonic schnell zu herb wirken.
Ein süßeres Tonic kann dagegen einen gewissen Ausgleich schaffen.
Welche Kaffeebohnen passen zu Espresso Tonic?
Für Espresso Tonic können sowohl klassische als auch fruchtigere Kaffees interessant sein.
Besonders spannend sind Bohnen mit Aromen in Richtung:
Zitrus
Beeren
Steinfrucht
Karamell
Schokolade.
Welche Variante besser schmeckt, hängt vom verwendeten Tonic Water ab.
Fruchtigere Kaffees können besonders gut mit zitrusbetonten Tonics harmonieren.
Kräftige schokoladige Kaffees erzeugen dagegen einen stärkeren Kontrast.
Helle oder dunkle Röstung?
Beides ist möglich.
Bei einem Iced Latte können dunklere Röstungen von Vorteil sein, weil sie sich gegen viel Milch behaupten müssen.
Beim Espresso Tonic gibt es diese Milch nicht.
Deshalb können auch hellere Röstungen sehr interessant sein.
Fruchtige und säurebetonte Kaffees können zusammen mit der Bitterkeit und den Zitrusaromen des Tonic Waters ein komplexes Getränk ergeben.
Sehr dunkle Röstungen können dagegen schnell stark bitter wirken.
Espresso Tonic mit Zitrone
Eine einfache Variante besteht aus:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eis
einer Zitronenzeste oder dünnen Zitronenscheibe.
Zitrone sollte sparsam eingesetzt werden.
Bereits die ätherischen Öle aus der Schale können das Aroma deutlich verändern.
Espresso Tonic mit Limette
Limette funktioniert ähnlich.
Ein mögliches Rezept:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eis
eine dünne Limettenscheibe.
Die Kombination kann besonders frisch wirken.
Auch hier sollte nicht automatisch viel Limettensaft hinzugefügt werden, da zusätzliche Säure den Geschmack stark verändern kann.
Espresso Tonic mit Orange
Orange ist eine weitere interessante Kombination.
Dafür:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eis
eine Orangenzeste.
Gerade Kaffee mit schokoladigen oder karamelligen Noten kann mit Orange sehr gut harmonieren.
Espresso Tonic mit Grapefruit
Wer bittere und frische Aromen mag, kann Grapefruit ausprobieren.
Tonic Water besitzt bereits Bitterkeit.
Grapefruit verstärkt diese Richtung zusätzlich.
Deshalb eignet sich die Kombination eher für Personen, die bewusst ein herberes Getränk möchten.
Espresso Tonic mit Vanille
Auch eine leicht süßere Variante ist möglich.
Beispielsweise:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
5 bis 10 ml Vanillesirup
Eis.
Mit Sirup sollte sparsam gearbeitet werden.
Tonic Water enthält je nach Produkt bereits Zucker beziehungsweise Süßungsmittel.
Espresso Tonic ohne Zucker
Ein vollständig zuckerfreies beziehungsweise zuckerarmes Getränk ist möglich, wenn ein entsprechendes Tonic Water verwendet wird.
Das Kaffeekonzentrat selbst sollte ebenfalls ungesüßt sein.
Ob das fertige Getränk tatsächlich zuckerfrei ist, hängt von den Nährwertangaben des verwendeten Tonics und möglicher weiterer Zutaten ab.
Warum sollte das Tonic zuerst ins Glas?
Wird heißer Espresso direkt auf Tonic Water gegossen, kann es zu starker Schaumbildung kommen.
Bei kaltem Kaffeekonzentrat ist das Problem geringer.
Trotzdem ist folgende Reihenfolge praktisch:
Eis → Tonic Water → Kaffeekonzentrat.
Das Konzentrat kann anschließend langsam hinzugefügt werden.
Dadurch lässt sich die Schaumbildung besser kontrollieren und gleichzeitig eine schöne Schichtung erzeugen.
Warum schäumt Espresso Tonic so stark?
Kohlensäurehaltiges Tonic Water reagiert empfindlich auf Bewegung und auf andere Flüssigkeiten beziehungsweise darin enthaltene Bestandteile.
Wird Kaffee schnell hineingegossen, kann sich deshalb viel Schaum bilden.
Das ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich.
Langsames Eingießen reduziert das Risiko, dass das Glas überläuft.
Sollte man Espresso Tonic umrühren?
Ja, aber vorsichtig.
Nach dem Eingießen können Kaffee und Tonic zunächst unterschiedliche Schichten bilden.
Vor dem Trinken können sie leicht miteinander vermischt werden.
Zu starkes Rühren sorgt allerdings dafür, dass Kohlensäure schneller verloren geht.
Warum schmeckt mein Espresso Tonic zu bitter?
Kaffee und Tonic Water bringen beide Bitterstoffe beziehungsweise bittere Geschmackseindrücke mit.
Dadurch kann sich die Bitterkeit gegenseitig verstärken.
Mögliche Lösungen sind:
weniger Kaffeekonzentrat
ein milderes Konzentrat
ein etwas süßeres Tonic Water
oder eine andere Kaffeeröstung.
Statt 60 ml Konzentrat können beispielsweise zunächst 40 ml verwendet werden.
Warum schmeckt mein Espresso Tonic zu süß?
In diesem Fall ist häufig das Tonic Water der entscheidende Faktor.
Eine Möglichkeit ist ein weniger süßes beziehungsweise Dry Tonic.
Zusätzlicher Sirup sollte zunächst vollständig weggelassen werden.
Auch eine etwas größere Menge Kaffee kann die wahrgenommene Balance verändern.
Warum schmeckt mein Espresso Tonic zu wenig nach Kaffee?
Tonic Water besitzt selbst ein starkes Geschmacksprofil.
Ist das Kaffeekonzentrat zu mild, kann es deshalb untergehen.
Die Konzentratmenge kann beispielsweise von:
40 ml
auf:
50 oder 60 ml
erhöht werden.
Alternativ kann ein stärkeres Konzentrat verwendet werden.
Dabei sollte die mögliche zusätzliche Koffeinmenge berücksichtigt werden.
Warum schmeckt mein Espresso Tonic wässrig?
Eine häufige Ursache ist schmelzendes Eis.
Wird heißer Kaffee verwendet, passiert das besonders schnell.
Kaltes Kaffeekonzentrat reduziert dieses Problem.
Außerdem sollten sowohl:
Tonic Water
als auch
Kaffeekonzentrat
bereits gut gekühlt sein.
Dann muss das Eis weniger Wärme aufnehmen und schmilzt langsamer.
Große oder kleine Eiswürfel?
Große Eiswürfel besitzen im Verhältnis zu ihrem Volumen weniger Oberfläche als viele kleine Eisstücke und schmelzen deshalb unter vergleichbaren Bedingungen tendenziell langsamer.
Für Espresso Tonic sind größere Eiswürfel daher praktisch.
Crushed Ice sorgt dagegen für eine sehr schnelle Kühlung, kann das Getränk aber auch schneller verwässern.
Kaffee-Eiswürfel für Espresso Tonic?
Grundsätzlich ist das möglich.
Für Espresso Tonic würde ich sie allerdings zurückhaltender einsetzen als bei einem Iced Latte.
Das Getränk lebt von der Balance zwischen Kaffee und Tonic Water.
Schmelzende Kaffee-Eiswürfel verschieben dieses Verhältnis zunehmend in Richtung Kaffee.
Normale große Eiswürfel sind deshalb für einen klassischen Espresso Tonic meist unkomplizierter.
Kann man Espresso Tonic ohne Eis machen?
Ja.
Wenn sowohl Kaffeekonzentrat als auch Tonic Water sehr kalt sind, kann das Getränk auch ohne Eis serviert werden.
Beispielsweise:
50 ml gekühltes Kaffeekonzentrat
150 ml gekühltes Tonic Water.
Der Vorteil:
Es findet keinerlei Verdünnung durch schmelzendes Eis statt.
Die typische Optik und das sehr kalte Trinkgefühl eines Espresso Tonics mit Eis fehlen allerdings.
Kann man Espresso Tonic vorbereiten?
Das Kaffeekonzentrat kann hervorragend vorbereitet werden.
Das komplette Getränk sollte dagegen möglichst frisch gemischt werden.
Tonic Water verliert nach dem Öffnen und längeren Stehen Kohlensäure.
Auch Eis beginnt sofort zu schmelzen.
Deshalb am besten:
Konzentrat vorbereiten und kühlen.
Tonic Water kühlen.
Erst unmittelbar vor dem Trinken miteinander kombinieren.
Wie viel Koffein enthält Espresso Tonic mit Kaffeekonzentrat?
Das lässt sich ohne Kenntnis des verwendeten Konzentrats nicht pauschal bestimmen.
Entscheidend sind:
Koffeingehalt des Konzentrats
und
verwendete Menge.
Angenommen, ein Kaffeekonzentrat enthält hypothetisch:
200 mg Koffein pro 100 ml.
Bei:
50 ml
entspricht das:
200 × 50 ÷ 100 = 100 mg Koffein.
Das Getränk würde in diesem Beispiel ungefähr 100 mg Koffein aus dem Kaffee enthalten.
Der tatsächliche Wert kann deutlich abweichen.
Verändert Tonic Water die Koffeinmenge?
Nein.
Enthalten 50 ml Kaffeekonzentrat beispielsweise 100 mg Koffein, bleiben diese 100 mg auch nach Zugabe von:
150 ml Tonic Water
und Eis
im Getränk.
Die Konzentration pro Milliliter sinkt lediglich durch das größere Gesamtvolumen.
Wie viele Kalorien hat Espresso Tonic?
Das hängt hauptsächlich vom Tonic Water ab.
Schwarzes ungesüßtes Kaffeekonzentrat ist sehr kalorienarm.
Normales Tonic Water kann dagegen Zucker und damit entsprechend Kalorien enthalten.
Wer den genauen Wert wissen möchte, sollte deshalb die Nährwertangaben des verwendeten Tonics heranziehen.
Kalorien berechnen
Angenommen, ein Tonic Water enthält:
35 kcal pro 100 ml.
Bei:
150 ml
wären das:
35 × 1,5 = 52,5 kcal.
Das Kaffeekonzentrat trägt nur wenige zusätzliche Kalorien bei.
Der Espresso Tonic würde in diesem hypothetischen Beispiel deshalb ungefähr etwas mehr als 50 kcal enthalten.
Die tatsächlichen Werte hängen vom jeweiligen Produkt ab.
Kalorienarme Variante
Für eine kalorienärmere Version kann ein zuckerfreies oder kalorienreduziertes Tonic Water verwendet werden.
Das Rezept bleibt identisch:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eis.
Ob ein Produkt tatsächlich zuckerfrei oder kalorienarm ist, lässt sich anhand der jeweiligen Nährwertangaben überprüfen.
Espresso Tonic vs. Iced Coffee
Eigenschaft | Espresso Tonic | Iced Coffee |
|---|---|---|
Kaffeebasis | Espresso oder Konzentrat | Kaffee oder Konzentrat |
Zweite Hauptzutat | Tonic Water | meist Wasser oder Milch |
Kohlensäure | Ja | normalerweise Nein |
Geschmack | bitter, süß, frisch | stark variabel |
Cremigkeit | gering | mit Milch möglich |
Erfrischungscharakter | sehr hoch | hoch |
Zitrusaromen | passen sehr gut | optional |
Zubereitungszeit mit Konzentrat | wenige Sekunden | wenige Sekunden |
Espresso Tonic ist deshalb weniger ein klassischer Milchkaffee und stärker ein erfrischender Coffee-Longdrink ohne Alkohol.
Espresso Tonic vs. Iced Latte
Die beiden Getränke unterscheiden sich deutlich.
Beim Iced Latte wird Kaffee mit Milch kombiniert.
Dadurch entsteht ein:
cremiges
mildes
und milchbetontes
Getränk.
Beim Espresso Tonic trifft Kaffee dagegen auf:
Kohlensäure
Süße
Bitterkeit
und häufig Zitrusaromen.
Wer normalerweise Iced Latte trinkt, sollte deshalb nicht erwarten, dass Espresso Tonic ähnlich schmeckt.
Espresso Tonic vs. Cold Brew Tonic
Der entscheidende Unterschied liegt in der Kaffeebasis.
Ein klassischer Espresso Tonic verwendet Espresso.
Cold Brew Tonic verwendet Cold Brew beziehungsweise Cold-Brew-Konzentrat.
Eigenschaft | Espresso Tonic | Cold Brew Tonic |
|---|---|---|
Kaffee | Espresso | Cold Brew |
Extraktion | heiß und unter Druck | kalt über längere Zeit |
Aroma | espressoartig | typischer Cold-Brew-Charakter |
Zubereitung spontan | mit Maschine sehr schnell | Cold Brew muss vorbereitet sein |
mit vorbereitetem Konzentrat | sehr schnell | sehr schnell |
Tonic Water | Ja | Ja |
Eis | meist Ja | meist Ja |
Beide Varianten können sehr gut funktionieren, schmecken aber unterschiedlich.
Kann man daraus einen alkoholfreien Coffee-Drink machen?
Espresso Tonic ist bereits ohne Alkohol ein komplexes Getränk.
Durch:
Zitruszesten
Kräuter
Gewürze
oder aromatisiertes Tonic Water
kann der Drink weiter verändert werden.
Dabei sollte jedoch sparsam gearbeitet werden.
Kaffee und Tonic besitzen bereits starke Eigengeschmäcker.
Zu viele zusätzliche Zutaten können das Getränk schnell überladen.
Einfaches Rezept für Gäste
Kaffeekonzentrat besitzt hier einen großen Vorteil.
Für vier Espresso Tonics werden beispielsweise benötigt:
200 ml Kaffeekonzentrat
600 ml Tonic Water
Eis.
Pro Glas:
50 ml Konzentrat
150 ml Tonic Water.
Damit müssen nicht vier Espressos einzeln zubereitet werden.
Alle Getränke können innerhalb kurzer Zeit zusammengestellt werden.
Wie viel Konzentrat für mehrere Getränke?
Anzahl | Konzentrat | Tonic Water |
|---|---|---|
1 | 50 ml | 150 ml |
2 | 100 ml | 300 ml |
4 | 200 ml | 600 ml |
6 | 300 ml | 900 ml |
8 | 400 ml | 1.200 ml |
Damit eignet sich vorbereitetes Kaffeekonzentrat besonders gut, wenn mehrere Getränke gleichzeitig serviert werden sollen.
Welches Glas eignet sich?
Ein hohes Glas mit ausreichend Platz für Eis ist ideal.
Das Glas sollte nicht bis zum Rand mit Tonic gefüllt werden, bevor das Kaffeekonzentrat hinzukommt.
Durch die Kohlensäure kann beim Eingießen Schaum entstehen.
Etwas freier Platz am oberen Glasrand verhindert ein Überlaufen.
Die häufigsten Fehler bei Espresso Tonic mit Kaffeekonzentrat
Zu viel Kaffeekonzentrat
Das Getränk kann sehr bitter und dominant werden.
Zu wenig Kaffeekonzentrat
Dann schmeckt der Drink fast ausschließlich nach Tonic Water.
Warmes Konzentrat
Dadurch schmilzt das Eis schneller.
Warmes Tonic Water
Das Eis muss das gesamte Getränk herunterkühlen und verwässert es dadurch schneller.
Kaffee zu schnell eingießen
Das Tonic kann stark aufschäumen.
Zu kräftig umrühren
Dadurch geht Kohlensäure verloren.
Zu viele zusätzliche Aromen
Kaffee und Tonic besitzen bereits ein komplexes Geschmacksprofil.
Sirup ohne vorheriges Probieren
Viele Tonic Waters sind bereits deutlich gesüßt.
Das einfachste Rezept für Anfänger
Wer Espresso Tonic mit Kaffeekonzentrat zum ersten Mal ausprobiert, kann mit folgendem Rezept starten:
50 ml gekühltes Kaffeekonzentrat
150 ml gekühltes Tonic Water
reichlich Eiswürfel.
Ein großes Glas mit Eis füllen.
150 ml Tonic Water langsam hineingießen.
50 ml Kaffeekonzentrat vorsichtig darübergeben.
Kurz und vorsichtig umrühren.
Probieren.
Ist der Kaffeegeschmack zu schwach, beim nächsten Mal 60 ml Konzentrat verwenden.
Ist das Getränk zu bitter oder kaffeestark, auf 30 bis 40 ml reduzieren.
Ist es zu süß, ein trockeneres Tonic ausprobieren.
Analyse
Beim klassischen Espresso Tonic gibt es einen kleinen Zielkonflikt.
Espresso wird heiß zubereitet.
Tonic Water und Eis sollen dagegen möglichst kalt bleiben.
Wird der heiße Espresso direkt ins Glas gegeben, muss das Eis einen Teil dieser Wärme aufnehmen. Dadurch beginnt es schneller zu schmelzen und zusätzliches Wasser gelangt ins Getränk.
Gekühltes Kaffeekonzentrat umgeht dieses Problem.
Es bringt bereits eine hohe Kaffeeintensität mit und kann direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden.
Gleichzeitig lässt sich die Stärke sehr genau dosieren.
Mit:
40 ml Konzentrat
entsteht eine mildere Variante.
Mit:
50 ml
eine ausgewogene Variante.
Mit:
60 bis 70 ml
wird der Kaffee zunehmend dominant.
Der zweite große Vorteil zeigt sich bei mehreren Getränken.
Wer sechs klassische Espresso Tonics zubereitet, muss normalerweise mehrere Espressos nacheinander beziehen.
Mit vorbereitetem Konzentrat werden dagegen nur Tonic Water, Eis und eine abgemessene Portion Kaffeebasis benötigt.
Geschmacklich muss allerdings zwischen einem echten Espresso und Kaffeekonzentrat unterschieden werden.
Cold-Brew-Konzentrat erzeugt beispielsweise einen anderen Drink als frisch extrahierter Espresso. Technisch wäre „Cold Brew Tonic“ dann die präzisere Bezeichnung.
Wer möglichst nah am klassischen Espresso Tonic bleiben möchte, sollte deshalb ein espressoähnliches Konzentrat verwenden.
Wer hauptsächlich einen erfrischenden kalten Coffee-Drink sucht, kann dagegen sehr gut mit Cold-Brew-Konzentrat experimentieren.
Fazit
Espresso Tonic lässt sich mit Kaffeekonzentrat besonders schnell zubereiten.
Für das einfache Grundrezept werden lediglich benötigt:
50 ml Kaffeekonzentrat
150 ml Tonic Water
Eiswürfel.
Zuerst wird das Glas mit Eis gefüllt.
Danach kommt das gut gekühlte Tonic Water hinein.
Zum Schluss wird das ebenfalls gekühlte Kaffeekonzentrat langsam darübergegossen.
Das Verhältnis von 1 Teil Kaffeekonzentrat zu etwa 3 Teilen Tonic Water ist ein guter Ausgangspunkt.
Wer mehr Kaffeegeschmack möchte, kann die Konzentratmenge auf 60 ml erhöhen. Für eine mildere Variante reichen möglicherweise bereits 30 bis 40 ml.
Besonders interessant sind außerdem Kombinationen mit Zitrone, Limette oder Orange. Sie können die frischen und bitteren Aromen des Tonics ergänzen, sollten aber sparsam dosiert werden.
Der entscheidende Vorteil gegenüber frisch gebrühtem Espresso ist die Temperatur: Kaffeekonzentrat kann bereits kalt aus dem Kühlschrank kommen. Dadurch schmilzt weniger Eis und das Getränk bleibt länger kalt.
Für den klassischen Espresso-Tonic-Charakter eignet sich eine espressoähnliche Kaffeebasis besonders gut. Wird dagegen Cold-Brew-Konzentrat verwendet, entsteht geschmacklich eher ein Cold Brew Tonic.
Für beide Varianten gilt jedoch: Mit vorbereitetem Kaffeekonzentrat, kaltem Tonic Water und Eis lässt sich innerhalb weniger Sekunden ein erfrischender Coffee-Drink zubereiten.




