Reines Kaffeekonzentrat aus Kaffee und Wasser enthält von Natur aus praktisch keinen Zucker. Wird Kaffeekonzentrat beispielsweise aus gemahlenen Kaffeebohnen und Wasser hergestellt, wird bei der Zubereitung kein Haushaltszucker benötigt. Anders kann es bei gekauftem Kaffeekonzentrat aussehen: Je nach Produkt können Zucker, Sirup, Aromen oder andere Zutaten zugesetzt sein.
Wer wissen möchte, wie viel Zucker ein bestimmtes Kaffeekonzentrat enthält, sollte deshalb zwischen reinem schwarzem Kaffeekonzentrat und gesüßten Fertigprodukten unterscheiden.
Bei selbst gemachtem Kaffeekonzentrat ist die Antwort besonders einfach: Werden ausschließlich Kaffee und Wasser verwendet, wird dem Getränk kein Zucker zugesetzt.
Enthält Kaffee von Natur aus Zucker?
Kaffeebohnen enthalten verschiedene Kohlenhydrate und zahlreiche weitere Bestandteile. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Tasse schwarzer Kaffee oder ein schwarzes Kaffeekonzentrat relevante Mengen an frei verfügbarem Zucker wie ein Softdrink enthält.
Für die praktische Ernährungsbetrachtung gilt deshalb: Schwarzer Kaffee ohne Zusätze ist ein sehr zuckerarmes Getränk.
Entscheidend für den Zuckergehalt eines fertigen Kaffeegetränks sind meistens die Zutaten, die anschließend hinzukommen.
Dazu können beispielsweise gesüßte Milchalternativen, Sirup, Zucker oder Fertigshakes gehören.
Enthält selbst gemachtes Kaffeekonzentrat Zucker?
Wer Kaffeekonzentrat selbst aus Kaffee und Wasser herstellt, fügt zunächst keinen Zucker hinzu.
Ein einfaches Cold-Brew-Konzentrat kann beispielsweise aus folgendem Verhältnis bestehen:
Zutat | Menge |
|---|---|
grob gemahlener Kaffee | 100 g |
Wasser | 500 ml |
zugesetzter Zucker | 0 g |
Die Mischung kann etwa 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank extrahieren und anschließend gefiltert werden.
Das Ergebnis ist ein kräftiges schwarzes Kaffeekonzentrat ohne zugesetzten Zucker.
Bedeutet „ohne zugesetzten Zucker“ automatisch 0 g Zucker?
Nicht unbedingt.
Hier sollte sprachlich sauber unterschieden werden.
„Ohne zugesetzten Zucker“ bedeutet zunächst, dass bei der Herstellung kein Zucker als Zutat hinzugefügt wurde. Eine Angabe von 0 g Zucker ist dagegen eine konkrete Nährwertangabe und kann unter anderem von Produkt, Messung und den geltenden Rundungsregeln bei der Kennzeichnung abhängen.
Für selbst gemachten schwarzen Kaffee ist deshalb die praktisch relevante Aussage:
Kaffee + Wasser = kein zugesetzter Zucker.
Bei einem abgepackten Produkt sollte dagegen die Nährwerttabelle herangezogen werden.
Hat Cold-Brew-Konzentrat Zucker?
Reines Cold-Brew-Konzentrat benötigt keinen Zucker.
Für die Herstellung reichen grundsätzlich:
Kaffee + Wasser.
Ein Rezept könnte beispielsweise aus 100 g Kaffee und 500 ml Wasser bestehen.
Dass Cold Brew manchmal vergleichsweise mild oder sogar leicht süßlich wahrgenommen wird, bedeutet nicht, dass automatisch Zucker hinzugefügt wurde.
Geschmacksbeschreibungen wie süßlich, karamellig, schokoladig oder fruchtig beschreiben das Aroma des Kaffees und sind nicht mit einem entsprechenden Zuckergehalt gleichzusetzen.
Warum kann Kaffeekonzentrat süß schmecken, obwohl kein Zucker enthalten ist?
Kaffee besitzt ein komplexes Aromaprofil.
Abhängig von Bohne, Herkunft, Röstung und Extraktion können Aromen wahrgenommen werden, die an Karamell, Schokolade, Nüsse oder reife Früchte erinnern.
Ein Kaffee kann deshalb sensorisch eine gewisse Süße besitzen, obwohl kein Löffel Zucker hinzugefügt wurde.
Das ist vergleichbar mit Geschmacksbeschreibungen wie „schokoladig“ oder „nussig“: Sie bedeuten nicht automatisch, dass Schokolade oder Nüsse im Kaffee enthalten sind.
Enthält Kaffeekonzentrat mehr Zucker als normaler Kaffee?
Reines schwarzes Kaffeekonzentrat enthält nicht automatisch mehr Zucker, nur weil es stärker konzentriert ist.
Der entscheidende Unterschied zwischen normalem Kaffee und Konzentrat liegt in erster Linie in der Konzentration der extrahierten Kaffeebestandteile.
Wird beiden Getränken kein Zucker zugesetzt, bleiben sie im Alltag sehr zuckerarme Getränke.
Eine völlig andere Situation entsteht, wenn ein Hersteller sein Konzentrat zusätzlich süßt.
Dann kann ein kommerzielles Kaffeekonzentrat durchaus deutlich mehr Zucker enthalten als eine Tasse ungesüßter schwarzer Filterkaffee.
Enthält gekauftes Kaffeekonzentrat Zucker?
Das hängt vollständig vom Produkt ab.
Ein gekauftes Konzentrat kann ausschließlich aus Kaffee und Wasser bestehen. Es kann aber auch weitere Zutaten enthalten.
Deshalb sollten bei einem kommerziellen Produkt immer Zutatenliste und Nährwerttabelle geprüft werden.
Besonders relevant ist in der Nährwerttabelle die Angabe:
„davon Zucker“
beziehungsweise der entsprechende Zuckerwert innerhalb der Kohlenhydrate.
Damit lässt sich wesentlich zuverlässiger beurteilen, wie viel Zucker das konkrete Produkt enthält.
Woran erkennt man zugesetzten Zucker?
Die Zutatenliste gibt Aufschluss darüber, welche Zutaten für das Produkt verwendet wurden.
Je nach Produkt können dort beispielsweise Zucker oder verschiedene Sirupe auftauchen.
Wichtig ist allerdings, Zutatenliste und Nährwerttabelle nicht miteinander zu verwechseln.
Die Zutatenliste zeigt, welche Zutaten verwendet wurden.
Die Nährwerttabelle zeigt, wie viel Zucker das fertige Lebensmittel laut Kennzeichnung enthält.
Für die Frage „Wie viel Zucker enthält dieses Kaffeekonzentrat?“ ist deshalb insbesondere der Zuckerwert in der Nährwerttabelle entscheidend.
Wie berechnet man den Zucker pro Portion?
Auf vielen Verpackungen wird der Zuckergehalt pro 100 ml angegeben.
Angenommen, ein gesüßtes Kaffeekonzentrat enthält hypothetisch:
8 g Zucker pro 100 ml.
Für ein Getränk werden 50 ml Konzentrat verwendet.
Die Berechnung lautet:
8 g × 50 ml ÷ 100 ml = 4 g Zucker.
Die 50-ml-Portion würde in diesem Beispiel also 4 g Zucker aus dem Konzentrat enthalten.
Zuckergehalt nach Dosierung berechnen
Bei einem hypothetischen Produkt mit 8 g Zucker pro 100 ml ergibt sich:
Verwendetes Konzentrat | Zucker aus dem Konzentrat |
|---|---|
20 ml | 1,6 g |
30 ml | 2,4 g |
40 ml | 3,2 g |
50 ml | 4,0 g |
60 ml | 4,8 g |
80 ml | 6,4 g |
100 ml | 8,0 g |
Die Werte dienen ausschließlich als Rechenbeispiel. Der tatsächliche Zuckergehalt muss der Verpackung des jeweiligen Produkts entnommen werden.
Macht das Verdünnen mit Wasser den Kaffee zuckerärmer?
Hier muss zwischen Zuckerkonzentration und absoluter Zuckermenge unterschieden werden.
Angenommen, 50 ml eines Konzentrats enthalten 4 g Zucker.
Wer dazu 150 ml Wasser gibt, erhält insgesamt 200 ml Getränk.
Die absolute Zuckermenge beträgt weiterhin:
4 g Zucker.
Das Wasser hat keinen Zucker entfernt. Die vorhandenen 4 g verteilen sich lediglich auf eine größere Flüssigkeitsmenge.
Das Getränk enthält damit weniger Zucker pro 100 ml, aber nicht weniger Zucker insgesamt, sofern die komplette Portion getrunken wird.
Beispiel: Zucker vor und nach dem Verdünnen
Angenommen:
50 ml Kaffeekonzentrat = 4 g Zucker.
Nun werden 150 ml Wasser hinzugefügt.
Gesamtmenge:
200 ml.
Gesamtzucker:
4 g.
Pro 100 ml fertigem Getränk entspricht das:
4 ÷ 200 × 100 = 2 g Zucker pro 100 ml.
Die Konzentration ist also gesunken, während die absolute Zuckermenge unverändert bleibt.
Enthält Kaffeekonzentrat mit Milch Zucker?
Milch verändert die Rechnung.
Auch wenn das verwendete Kaffeekonzentrat keinen zugesetzten Zucker enthält, enthält normale Kuhmilch natürlicherweise Laktose (Milchzucker).
Ein Milchkaffee kann deshalb Zucker enthalten, obwohl weder Haushaltszucker noch Sirup hinzugefügt wurden.
Wie viel Zucker das fertige Getränk enthält, hängt von der verwendeten Milch und deren Menge ab.
Die genaue Angabe findet sich auf der jeweiligen Verpackung.
Beispiel für einen Iced Latte
Angenommen, verwendet werden:
60 ml ungesüßtes Kaffeekonzentrat
und
180 ml Milch.
Das Kaffeekonzentrat bringt in diesem Beispiel keinen zugesetzten Zucker mit.
Der Zucker des Getränks stammt dann im Wesentlichen aus der Milch beziehungsweise aus weiteren Zutaten.
Für eine genaue Berechnung wird der Zuckerwert der Milch pro 100 ml mit 1,8 multipliziert.
Enthält die verwendete Milch beispielsweise laut Verpackung 4,8 g Zucker pro 100 ml, wären das bei 180 ml:
4,8 × 1,8 = 8,64 g Zucker.
Der tatsächliche Wert hängt vom verwendeten Produkt ab.
Enthält Kaffeekonzentrat mit Hafermilch Zucker?
Auch bei Haferdrink hängt der Zuckergehalt vom konkreten Produkt ab.
Ein ungesüßtes Kaffeekonzentrat kann zusammen mit Haferdrink ein Getränk ergeben, das laut Nährwerttabelle dennoch Zucker enthält.
Deshalb sollte nicht nur das Kaffeekonzentrat betrachtet werden.
Für einen Iced Coffee aus:
60 ml Konzentrat + 180 ml Haferdrink
muss für die Zuckerberechnung insbesondere die Nährwertangabe des verwendeten Haferdrinks berücksichtigt werden.
Produkte können sich dabei deutlich unterscheiden.
„Ungesüßt“ und „zuckerfrei“ sind nicht dasselbe
Gerade bei Milch- und Pflanzendrinks ist diese Unterscheidung wichtig.
Ein Produkt kann ohne zusätzlich hineingegebenen Haushaltszucker hergestellt sein und dennoch Zucker in der Nährwerttabelle aufweisen.
Deshalb sollte für eine konkrete Zuckerberechnung nicht allein anhand von Begriffen wie „ungesüßt“ geschätzt werden.
Die Nährwerttabelle liefert die entscheidende Zahl.
Wie viel Zucker enthält Iced Coffee mit Kaffeekonzentrat?
Ein einfacher Iced Coffee aus:
50 ml schwarzem Kaffeekonzentrat
150 ml Wasser
und
Eis
kann praktisch ohne zugesetzten Zucker zubereitet werden.
Wird anschließend beispielsweise Vanillesirup hinzugefügt, verändert sich die Situation deutlich.
Dann stammt ein großer Teil des Zuckers möglicherweise gar nicht aus dem Kaffee, sondern aus dem Sirup.
Wie viel Zucker enthält Kaffeekonzentrat mit Sirup?
Das hängt vom Sirup und der verwendeten Menge ab.
Angenommen, ein Sirup enthält hypothetisch 70 g Zucker pro 100 ml.
Bei 10 ml Sirup wären das:
70 × 10 ÷ 100 = 7 g Zucker.
Bei 20 ml:
70 × 20 ÷ 100 = 14 g Zucker.
Schon eine relativ kleine Menge Sirup kann damit mehr Zucker ins Getränk bringen als das eigentliche schwarze Kaffeekonzentrat.
Die konkreten Werte sollten immer von der Verpackung des verwendeten Sirups übernommen werden.
Vanille-Iced-Coffee ohne zugesetzten Zucker
Wer einen möglichst zuckerarmen Kaffee möchte, kann beispielsweise folgende Basis verwenden:
50 ml schwarzes Kaffeekonzentrat
150 ml Wasser
Eis
und nach Wunsch ein zuckerfreies Aroma beziehungsweise ein geeignetes Produkt ohne zugesetzten Zucker.
Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Nährwertangaben, wenn ein fertiges Aromaprodukt verwendet wird.
Wie sieht es bei Coffee Tonic aus?
Beim Coffee Tonic stammt möglicher Zucker normalerweise nicht primär aus einem ungesüßten schwarzen Kaffeekonzentrat, sondern aus dem verwendeten Tonic Water.
Ein typisches Rezept kann aus:
50 ml Kaffeekonzentrat + 150 ml Tonic Water + Eis
bestehen.
Für den tatsächlichen Zuckergehalt ist deshalb die Nährwerttabelle des Tonic Waters entscheidend.
Mit einer zuckerfreien Tonic-Variante kann sich die Zusammensetzung deutlich verändern.
Wie sieht es bei Protein Iced Coffee aus?
Auch hier entscheidet vor allem der verwendete Proteinshake beziehungsweise das Proteinpulver.
Ein Rezept könnte aus:
50 ml schwarzem Kaffeekonzentrat + 250 ml Proteinshake + Eis
bestehen.
Selbst wenn das Kaffeekonzentrat ohne zugesetzten Zucker hergestellt wurde, kann der fertige Protein Coffee Zucker aus dem Proteinprodukt enthalten.
Für eine genaue Berechnung werden deshalb die Zuckerwerte beider Produkte addiert.
Zucker im fertigen Kaffee berechnen
Bei einem Getränk mit mehreren Zutaten kann der Gesamtzucker für jede Zutat separat berechnet werden.
Die Formel lautet:
Zucker pro Portion = Zucker pro 100 ml × verwendete Menge ÷ 100
Beispiel:
50 ml Konzentrat mit hypothetisch 4 g Zucker pro 100 ml:
4 × 50 ÷ 100 = 2 g
180 ml Milch mit hypothetisch 4,8 g Zucker pro 100 ml:
4,8 × 180 ÷ 100 = 8,64 g
Gesamt:
2 + 8,64 = 10,64 g Zucker
Weitere Zutaten wie Sirup müssten anschließend ebenfalls hinzugerechnet werden.
Wie viel Zucker enthält Eiskaffee mit Kaffeekonzentrat?
Beim klassischen Eiskaffee kann der Zuckergehalt wesentlich höher liegen als beim schwarzen Konzentrat.
Das liegt an Zutaten wie:
Vanilleeis, Milch, Sahne, Sirup oder Toppings.
Ein Rezept aus schwarzem Konzentrat, Milch und zwei Kugeln Vanilleeis enthält deshalb nicht automatisch wenig Zucker, nur weil die Kaffeebasis selbst ungesüßt ist.
Für eine genaue Berechnung müssen die Nährwerte aller verwendeten Zutaten berücksichtigt werden.
Wie viel Zucker enthält ein Frappé mit Kaffeekonzentrat?
Auch hier kommt es auf das Rezept an.
Ein Frappé aus:
Kaffeekonzentrat + Milch + Eis
kann ohne zugesetzten Haushaltszucker zubereitet werden.
Kommen dagegen Vanillesirup, Karamellsauce, Schokoladensauce oder gesüßte Milchprodukte hinzu, kann der Zuckergehalt deutlich steigen.
Die Bezeichnung „Frappé“ allein sagt deshalb nichts über den tatsächlichen Zuckergehalt aus.
Ist schwarzes Kaffeekonzentrat für eine zuckerarme Ernährung geeignet?
Ein reines Konzentrat aus Kaffee und Wasser ist eine sehr einfache Grundlage für ein zuckerarmes Kaffeegetränk.
Besonders unkompliziert sind Kombinationen mit Wasser:
50 ml Konzentrat + 150 ml heißes Wasser
oder:
50 ml Konzentrat + 150 ml kaltes Wasser + Eis.
Problematischer für die Zuckerbilanz sind häufig nicht Kaffee oder Wasser, sondern zusätzliche Zutaten.
Welche Zutaten erhöhen den Zuckergehalt?
Bei einem Kaffeegetränk lohnt es sich, insbesondere auf die Nährwerte der Zusätze zu achten.
Zutat | Einfluss auf den Zuckergehalt |
|---|---|
Wasser | kein Zucker |
Eis aus Wasser | kein Zucker |
schwarzes ungesüßtes Konzentrat | sehr gering bzw. praktisch zuckerfrei |
Kuhmilch | enthält natürlichen Milchzucker |
Pflanzendrink | produktabhängig |
Tonic Water | produktabhängig, kann Zucker enthalten |
Sirup | häufig deutlicher Zuckerbeitrag |
Vanilleeis | produktabhängig, meist Zucker enthalten |
Proteinshake | produktabhängig |
Sahne | Produkt und Menge beachten |
Karamell-/Schokoladensauce | häufig deutlicher Zuckerbeitrag |
Die tatsächlichen Mengen können zwischen einzelnen Produkten stark variieren.
Bedeutet „schwarz“ automatisch ohne Zucker?
Nicht zwingend.
Bei selbst gemachtem Kaffee aus ausschließlich Kaffee und Wasser wurde kein Zucker zugesetzt.
Bei einem gekauften schwarzen Kaffeeprodukt sollte trotzdem die Zutatenliste geprüft werden.
Ein Hersteller könnte weitere Zutaten verwenden, auch wenn das Getränk optisch wie schwarzer Kaffee aussieht.
Deshalb ist bei abgepackten Produkten die Kennzeichnung entscheidend.
Kann man Kaffeekonzentrat ohne Zucker selbst machen?
Ja, und dafür sind nur zwei Zutaten notwendig.
Ein einfaches Cold-Brew-Konzentrat:
100 g grob gemahlener Kaffee
500 ml Wasser
Beides wird miteinander vermischt und für etwa 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank extrahiert.
Anschließend wird der Kaffee gründlich gefiltert.
Zucker ist für die Herstellung nicht erforderlich.
Zum Trinken können beispielsweise 50 ml des Konzentrats mit 100 bis 150 ml Wasser gemischt werden.
Muss man Zucker für die Extraktion hinzufügen?
Nein.
Zucker ist für die Extraktion von Kaffee nicht notwendig.
Die Aromastoffe des Kaffees werden durch den Kontakt zwischen Kaffeemehl und Wasser extrahiert.
Zucker kann später aus geschmacklichen Gründen hinzugefügt werden, ist aber kein notwendiger Bestandteil der Herstellung von Kaffeekonzentrat.
Wer eine universelle Kaffeebasis vorbereiten möchte, sollte das Konzentrat sogar besser zunächst ungesüßt lassen.
Warum ist ungesüßtes Konzentrat flexibler?
Wird Zucker bereits in die gesamte Flasche gegeben, ist jedes spätere Getränk automatisch gesüßt.
Bleibt das Konzentrat dagegen schwarz und ungesüßt, kann jede Portion individuell zubereitet werden.
Aus derselben Flasche kann beispielsweise ein schwarzer Kaffee ohne zugesetzten Zucker, ein Iced Latte oder ein gesüßter Vanille-Kaffee entstehen.
Das macht die Kaffeebasis deutlich vielseitiger.
Kann man Kaffeekonzentrat nachträglich süßen?
Ja.
Das ist sogar die flexiblere Vorgehensweise.
Zuerst wird das Konzentrat mit Wasser oder Milch auf die gewünschte Stärke gebracht.
Danach kann entschieden werden, ob überhaupt zusätzliche Süße notwendig ist.
So lässt sich die Menge wesentlich genauer an den persönlichen Geschmack anpassen.
Enthält entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat weniger Zucker?
Entkoffeinierung und Zuckergehalt sind zwei unterschiedliche Eigenschaften.
Ein entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat aus Kaffee und Wasser benötigt genauso wenig zugesetzten Zucker wie ein normales Konzentrat.
Ob Zucker enthalten ist, hängt von den Zutaten des Produkts ab und nicht davon, ob der Kaffee koffeinhaltig oder entkoffeiniert ist.
Enthält stärkeres Kaffeekonzentrat automatisch mehr Zucker?
Nicht im Sinne von zugesetztem Zucker.
Ein stärker konzentrierter schwarzer Kaffee kann mehr gelöste Kaffeebestandteile pro Milliliter enthalten. Daraus folgt aber nicht, dass Haushaltszucker zugesetzt wurde.
Deshalb sollten Konzentration, wahrgenommene Süße und Zuckergehalt nicht miteinander verwechselt werden.
Ein sehr kräftiges Kaffeekonzentrat kann vollkommen ungesüßt sein.
Ist Kaffeekonzentrat mit 0 g Zucker automatisch kalorienfrei?
Nicht zwingend.
Zucker ist nur ein Bestandteil der Nährwertberechnung.
Schwarzer Kaffee liefert zwar normalerweise nur sehr wenige Kalorien, aber die Aussage „0 g Zucker“ und die Aussage „0 kcal“ sind nicht identisch.
Bei einem gekauften Produkt sollte deshalb sowohl auf:
Zucker
als auch auf:
Energie beziehungsweise kcal
geschaut werden.
Wie erkennt man ein zuckerarmes Kaffeekonzentrat beim Einkauf?
Für einen schnellen Vergleich sind zwei Bereiche der Verpackung besonders wichtig:
Bereich | Worauf achten? |
|---|---|
Zutatenliste | Zucker, Sirupe und andere süßende Zutaten |
Nährwerttabelle | Kohlenhydrate und davon Zucker pro 100 ml |
Portionsangabe | tatsächlich verwendete Menge Konzentrat |
Zubereitungshinweis | vorgesehene Verdünnung |
Gerade die Portionsgröße ist wichtig.
Ein Konzentrat kann beispielsweise einen höheren Zuckerwert pro 100 ml besitzen, aber nur in sehr kleinen Mengen verwendet werden.
Für die tatsächliche Aufnahme ist deshalb die Zuckermenge pro verwendeter Portion entscheidend.
Zucker pro 100 ml oder pro Tasse – was ist wichtiger?
Für den Produktvergleich sind Angaben pro 100 ml hilfreich.
Für die tatsächliche Ernährung ist dagegen die Menge pro Getränk meist aussagekräftiger.
Angenommen, ein Konzentrat enthält hypothetisch:
10 g Zucker pro 100 ml.
Verwendet werden aber nur:
30 ml.
Dann gelangen aus dem Konzentrat:
10 × 30 ÷ 100 = 3 g Zucker
ins Getränk.
Wer ausschließlich auf die 10-g-Angabe schaut, könnte den tatsächlichen Zucker pro Portion deshalb überschätzen.
Vergleich verschiedener Kaffeegetränke
Getränk | Hauptquelle für möglichen Zucker |
|---|---|
schwarzes Konzentrat + Wasser | normalerweise kaum Zucker |
Iced Coffee + Wasser | normalerweise kaum Zucker, sofern ungesüßt |
Milchkaffee | vor allem Milchzucker bzw. Zusätze |
Iced Latte | Milch/Pflanzendrink und mögliche Sirupe |
Coffee Tonic | Tonic Water |
Protein Coffee | Proteinshake/-pulver |
Eiskaffee | Milch, Vanilleeis, mögliche Sahne/Sirupe |
Frappé | Rezept abhängig; häufig Milch und süße Zusätze |
Damit wird deutlich: Bei vielen Getränken ist das eigentliche schwarze Kaffeekonzentrat nicht der entscheidende Zuckerlieferant.
Die häufigsten Irrtümer über Zucker in Kaffeekonzentrat
„Kaffeekonzentrat schmeckt süß, also enthält es Zucker“
Nicht unbedingt. Kaffee kann von Natur aus süßlich, karamellig oder schokoladig wahrgenommen werden.
„Cold Brew enthält immer Zucker“
Nein. Für Cold Brew werden grundsätzlich nur Kaffee und Wasser benötigt.
„Milchkaffee ohne zugesetzten Zucker enthält 0 g Zucker“
Nicht automatisch. Milch enthält natürlicherweise Laktose.
„Verdünnen mit Wasser entfernt Zucker“
Nein. Wasser reduziert lediglich die Zuckerkonzentration. Die absolute Menge bleibt gleich.
„Ungesüßt bedeutet immer 0 g Zucker“
Nicht zwingend. Entscheidend ist die Nährwertangabe des konkreten Produkts.
„Stärkeres Konzentrat enthält automatisch mehr Haushaltszucker“
Nein. Kaffeekonzentration und zugesetzter Zucker sind zwei unterschiedliche Dinge.
Analyse: Woher kommt der Zucker im Kaffeegetränk wirklich?
Bei einem reinen Kaffeekonzentrat aus Kaffee und Wasser ist Zucker normalerweise kein entscheidender Bestandteil.
Interessanter wird die Frage erst beim fertigen Getränk.
Ein schwarzer Iced Coffee aus:
50 ml ungesüßtem Konzentrat + 150 ml Wasser + Eis
kommt ohne zugesetzten Zucker aus.
Wird dieselbe Kaffeebasis dagegen mit Milch, Haferdrink, Tonic Water, Proteinshake, Vanilleeis oder Sirup kombiniert, verändert sich die Zuckerbilanz.
Deshalb sollte bei der Bewertung eines Kaffeegetränks nicht nur das Kaffeekonzentrat betrachtet werden.
Besonders Sirupe und süße Saucen können bereits in relativ kleinen Mengen einen deutlichen Zuckerbeitrag liefern. Milch bringt dagegen natürlicherweise Milchzucker mit. Bei Pflanzendrinks und Proteinprodukten hängt die Menge stark vom jeweiligen Produkt ab.
Bei gekauftem Kaffeekonzentrat sollte außerdem zwischen Zutatenliste und Nährwerttabelle unterschieden werden. Die Zutatenliste zeigt, ob beispielsweise Zucker oder Sirup verwendet wurde. Die Nährwerttabelle beantwortet dagegen die eigentliche Mengenfrage: Wie viele Gramm Zucker enthält das Produkt?
Für die persönliche Portion ist anschließend die verwendete Menge entscheidend.
Die Berechnung ist einfach:
Zucker pro 100 ml × verwendete Milliliter ÷ 100 = Zucker pro Portion.
Fazit
Reines Kaffeekonzentrat aus Kaffee und Wasser enthält praktisch keinen Zucker und benötigt keinen zugesetzten Zucker.
Ein selbst gemachtes Cold-Brew-Konzentrat kann beispielsweise ausschließlich aus:
100 g Kaffee + 500 ml Wasser
bestehen.
Zucker ist für die Herstellung nicht erforderlich.
Bei gekauftem Kaffeekonzentrat kann die Zusammensetzung dagegen anders aussehen. Manche Produkte bestehen nur aus Kaffee und Wasser, während andere Zucker, Sirup oder weitere Zutaten enthalten können.
Deshalb sollten bei Fertigprodukten immer Zutatenliste und Nährwerttabelle geprüft werden.
Für die Berechnung der tatsächlichen Zuckermenge pro Getränk gilt:
Zucker pro 100 ml × verwendete Menge ÷ 100.
Enthält ein Konzentrat beispielsweise hypothetisch 8 g Zucker pro 100 ml und werden davon 50 ml verwendet, gelangen 4 g Zucker aus dem Konzentrat ins Getränk.
Wird das Konzentrat anschließend mit Wasser verdünnt, bleibt diese absolute Zuckermenge erhalten. Sie verteilt sich lediglich auf mehr Flüssigkeit.
Bei Iced Latte, Eiskaffee, Frappé oder Coffee Tonic stammt ein großer Teil des Zuckers häufig nicht aus dem schwarzen Kaffee selbst, sondern aus Milch, Pflanzendrink, Tonic Water, Eis, Sirup oder anderen Zusätzen.
Wer Kaffeekonzentrat möglichst zuckerarm verwenden möchte, hat deshalb eine sehr einfache Möglichkeit:
Ungesüßtes schwarzes Kaffeekonzentrat mit Wasser oder Eis kombinieren und süße Zusätze nur nach Bedarf verwenden.

