Kaffeekonzentrat und Kaffeekapseln verfolgen ein ähnliches Ziel: Kaffee soll möglichst schnell und unkompliziert zubereitet werden. Der entscheidende Unterschied liegt in der Methode. Kaffeekonzentrat ist bereits flüssig und muss nur dosiert werden, während bei einer Kapsel der Kaffee erst in der Kapselmaschine extrahiert wird.
Bei den Kosten kann Kaffeekonzentrat besonders als selbstgemachte Variante günstig sein. Geschmacklich haben Kapseln dagegen den Vorteil, dass der Kaffee erst unmittelbar vor dem Trinken extrahiert wird.
Kaffeekonzentrat und Kaffeekapseln im Vergleich
Merkmal | Kaffeekonzentrat | Kaffeekapseln |
|---|---|---|
Zubereitung | mit Wasser oder Milch mischen | Kapsel einlegen und brühen |
Maschine notwendig | nein | ja |
Anschaffungskosten | keine bzw. sehr gering | Kapselmaschine erforderlich |
Kosten pro Tasse | stark produktabhängig | abhängig vom Kapselsystem |
Iced Coffee | sehr praktisch | gut möglich |
heißer Kaffee | möglich | sehr praktisch |
Geschmack | bereits extrahierter Kaffee | frisch aus der Kapsel extrahiert |
Reinigung | sehr gering | gering |
Abfall pro Portion | gering bis produktabhängig | einzelne Kapsel pro Getränk |
Was ist günstiger?
Eine pauschale Antwort ist schwierig, weil sowohl Kaffeekonzentrate als auch Kapseln sehr unterschiedliche Preise haben.
Bei Kapseln lässt sich der Preis pro Getränk einfach berechnen:
Preis der Packung ÷ Anzahl der Kapseln = Preis pro Kaffee
Bei Kaffeekonzentrat funktioniert die Rechnung ähnlich:
Preis der Flasche ÷ Anzahl der möglichen Portionen = Preis pro Kaffee
Eine Flasche für 8 Euro, aus der 20 Getränke zubereitet werden können, würde beispielsweise rechnerisch 0,40 Euro Kaffeekosten pro Getränk verursachen.
Bei einer Packung mit 10 Kapseln für 4,50 Euro wären es 0,45 Euro pro Getränk.
Das sind lediglich Rechenbeispiele. Für einen echten Preisvergleich müssen immer die aktuelle Packungsgröße und die empfohlene Dosierung berücksichtigt werden.
Selbstgemachtes Kaffeekonzentrat kann günstiger sein
Interessant wird der Kostenvergleich vor allem bei selbstgemachtem Konzentrat.
Für Cold Brew Konzentrat können beispielsweise:
100 g Kaffee + 500 ml Wasser
verwendet werden.
Die Kosten hängen dann fast ausschließlich vom Preis der verwendeten Kaffeebohnen ab.
Kostet ein Kilogramm Kaffee beispielsweise 20 Euro, entsprechen 100 g Kaffee einem Warenwert von etwa 2 Euro.
Wie viele Getränke daraus entstehen, hängt von der tatsächlichen Ausbeute und der verwendeten Menge pro Portion ab.
Damit kann selbstgemachtes Kaffeekonzentrat eine preiswerte Alternative zu Kapseln sein.
Was schmeckt besser?
Geschmacklich unterscheiden sich beide Systeme deutlich.
Bei einer Kaffeekapsel wird der Kaffee erst unmittelbar vor dem Trinken mit heißem Wasser extrahiert. Das kann besonders bei Espresso und schwarzem Kaffee von Vorteil sein.
Kaffeekonzentrat wurde dagegen bereits vorher extrahiert und abgefüllt beziehungsweise selbst vorbereitet.
Dafür eignet es sich hervorragend als kräftige Basis für Getränke mit weiteren Zutaten.
Besonders bei:
Iced Latte, Iced Coffee, Protein Coffee oder Kaffee mit Sirup
kann Kaffeekonzentrat seine Vorteile ausspielen.
Wer dagegen hauptsächlich kleinen Espresso oder schwarzen Kaffee trinkt, könnte das Geschmacksprofil eines guten Kapselsystems bevorzugen.
Was ist besser für Iced Coffee?
Für Iced Coffee ist Kaffeekonzentrat besonders praktisch.
Ein einfaches Getränk besteht beispielsweise aus:
50 ml Kaffeekonzentrat + 150 ml Wasser + Eis.
Für einen Iced Latte:
50 ml Kaffeekonzentrat + 180 ml Milch + Eis.
Das Konzentrat kann direkt gekühlt verwendet werden.
Bei einer Kapsel muss zunächst ein heißer Kaffee beziehungsweise Espresso extrahiert werden. Dieser wird anschließend mit Eis und gegebenenfalls Milch heruntergekühlt.
Beide Varianten funktionieren, Kaffeekonzentrat benötigt für kalte Getränke jedoch weniger Arbeitsschritte.
Welche Variante ist schneller?
Beide Methoden sind schnell.
Bei einer Kapsel werden Maschine und Kapsel benötigt. Nach dem Einlegen startet die Extraktion und dauert normalerweise nur kurze Zeit.
Bei Kaffeekonzentrat entfällt selbst dieser Schritt:
Konzentrat dosieren → Wasser oder Milch dazu → fertig.
Besonders morgens oder bei mehreren kalten Getränken hintereinander kann das einen praktischen
Wie sieht es mit den Anschaffungskosten aus?
Für Kaffeekonzentrat wird keine spezielle Maschine benötigt.
Ein Glas, das Konzentrat und Wasser beziehungsweise Milch reichen aus.
Kaffeekapseln setzen dagegen eine kompatible Kapselmaschine voraus.
Ein wichtiger Kostenpunkt ist außerdem das System: Wer sich für eine bestimmte Kapselmaschine entscheidet, ist bei der Auswahl kompatibler Kapseln zumindest teilweise an dieses System gebunden.
Kaffeekonzentrat ist hier flexibler.
Welche Variante verursacht mehr Verpackungsmüll?
Bei Kapselkaffee fällt normalerweise für jede zubereitete Portion eine einzelne gebrauchte Kapsel an.
Bei Kaffeekonzentrat befindet sich dagegen häufig eine größere Anzahl Portionen in einer Flasche oder einem anderen Behälter.
Wie groß der tatsächliche Umweltunterschied ausfällt, hängt allerdings von Verpackungsmaterial, Portionsgröße, Transport, Recycling und Herstellung ab.
Bei selbstgemachtem Konzentrat kann die Verpackung zusätzlich reduziert werden, wenn Kaffee aus einer größeren Packung verwendet und das fertige Konzentrat in wiederverwendbaren Flaschen gelagert wird.
Kaffeekonzentrat oder Kapseln für das Büro?
Beide Systeme können im Büro sinnvoll sein.
Eine Kapselmaschine bietet den Vorteil, dass jeder Mitarbeiter seinen Kaffee einzeln und frisch zubereiten kann.
Kaffeekonzentrat benötigt dagegen kaum Equipment. Besonders für kalte Kaffeegetränke reichen Kühlschrank, Glas und Wasser oder Milch.
Wer hauptsächlich Iced Coffee trinkt, benötigt somit nicht einmal eine Kaffeemaschine.
Für wen lohnt sich Kaffeekonzentrat?
Kaffeekonzentrat ist besonders interessant für Menschen, die:
häufig Iced Coffee oder Iced Latte trinken,
keine Kaffeemaschine kaufen möchten,
möglichst wenig Reinigungsaufwand wünschen,
Kaffee innerhalb weniger Sekunden zubereiten möchten,
selbstgemachtes Konzentrat vorbereiten möchten.
Kapseln eignen sich dagegen besonders für Menschen, die unkompliziert einzelne Portionen heißen Kaffee oder Espresso zubereiten möchten.: Was bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?
Was bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?
Beim Preis gibt es keinen automatischen Gewinner.
Ein hochpreisiges Fertigkonzentrat kann pro Portion mehr kosten als eine günstige Kaffeekapsel. Selbstgemachtes Kaffeekonzentrat kann dagegen sehr preiswert sein.
Auch beim Geschmack kommt es auf die Nutzung an.
Für schwarzen Kaffee oder Espresso bietet die frische Extraktion aus einer Kapsel Vorteile. Bei einem Iced Latte mit viel Milch und Eis spielt die Geschwindigkeit des Konzentrats dagegen eine größere Rolle.
Deshalb sollte der Vergleich nach dem bevorzugten Getränk erfolgen:
Heißer Espresso und einzelne Portionen → Kapseln
Iced Coffee, Iced Latte und maximale Geschwindigkeit → Kaffeekonzentrat
Fazit
Kaffeekonzentrat lohnt sich besonders für schnelle kalte Kaffeegetränke und benötigt keine spezielle Maschine. Kaffeekapseln eignen sich dagegen gut für frisch extrahierte Einzelportionen von heißem Kaffee oder Espresso.
Bei den Kosten sollte immer der tatsächliche Preis pro Portion verglichen werden.
Selbstgemachtes Kaffeekonzentrat kann besonders günstig sein. Bei gekauften Konzentraten hängt der Preisvorteil dagegen stark von Marke, Flaschengröße und Dosierung ab.
Geschmacklich gibt es ebenfalls keinen eindeutigen Sieger: Für Espresso und schwarzen Kaffee haben Kapseln ihre Stärken, während Kaffeekonzentrat besonders bei Iced Latte und Iced Coffee praktisch ist.

