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Espresso Konzentrat28. Aug. 2026 19 Min. Lesezeit

Kaffeekonzentrat mit der Kaffeemaschine selber machen – so funktioniert es

Kaffeekonzentrat lässt sich auch mit einer normalen Kaffeemaschine selber machen. Das Grundprinzip ist einfach: Im Vergleich zu klassischem Filterkaffee wird mehr Kaffeepulver im Verhältnis zur Wassermenge verwendet.

Kaffeekonzentrat mit der Kaffeemaschine selber machen – so funktioniert es

Kaffeekonzentrat lässt sich auch mit einer normalen Kaffeemaschine selber machen. Das Grundprinzip ist einfach: Im Vergleich zu klassischem Filterkaffee wird mehr Kaffeepulver im Verhältnis zur Wassermenge verwendet. Dadurch entsteht ein deutlich kräftigerer Kaffee, der anschließend als konzentrierte Basis für Iced Coffee, Iced Latte, Milchkaffee oder andere Kaffeegetränke verwendet werden kann.

Für eine Filterkaffeemaschine kann beispielsweise mit etwa 80 bis 100 Gramm Kaffee auf 500 ml Wasser gestartet werden. Zum Vergleich: Normaler Filterkaffee wird häufig mit ungefähr 60 Gramm Kaffee pro Liter Wasser zubereitet. Das Rezept für das Konzentrat verwendet somit deutlich mehr Kaffee bei wesentlich weniger Wasser.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Eine Kaffeemaschine kann nicht beliebig viel Kaffee mit beliebig wenig Wasser extrahieren. Wird das Verhältnis zu extrem gewählt, kann die Extraktion ungleichmäßig werden und das Ergebnis unangenehm schmecken. Für ein sehr starkes Konzentrat ist deshalb eine Cold-Brew-Methode häufig besser geeignet. Wer aber einfach eine kräftige Kaffeebasis für Iced Latte oder Iced Coffee herstellen möchte, kann dafür problemlos eine Filterkaffeemaschine verwenden.

Kann man mit einer Kaffeemaschine Kaffeekonzentrat herstellen?

Ja.

Eine klassische Filterkaffeemaschine kann für die Herstellung einer konzentrierten Kaffeebasis verwendet werden.

Statt beispielsweise:

30 g Kaffee

mit

500 ml Wasser

zu brühen, wird die Kaffeemenge deutlich erhöht.

Ein möglicher Ausgangspunkt ist:

80 g Kaffee

auf

500 ml Wasser.

Wer ein noch kräftigeres Ergebnis möchte, kann beispielsweise:

100 g Kaffee

auf

500 ml Wasser

testen.

Das Ergebnis ist ein sehr kräftiger Filterkaffee, der anschließend als Kaffeekonzentrat verwendet werden kann.

Ist das echtes Kaffeekonzentrat?

Im praktischen Sinne kann der stark gebrühte Kaffee als Konzentrat verwendet werden.

Technisch handelt es sich zunächst um besonders konzentriert gebrühten Filterkaffee.

Das unterscheidet ihn beispielsweise von einem Cold-Brew-Konzentrat, das über viele Stunden mit kaltem oder zimmerwarmem Wasser extrahiert wird.

Auch industriell hergestellte Kaffeekonzentrate können mit anderen Verfahren hergestellt werden.

Wer zu Hause lediglich eine schnelle und kräftige Kaffeebasis benötigt, muss sich an dieser begrifflichen Unterscheidung allerdings nicht stören.

Entscheidend ist, dass das Ergebnis ausreichend konzentriert ist, um später mit Wasser oder Milch verdünnt zu werden.

Kaffeekonzentrat mit der Filterkaffeemaschine – Grundrezept

Für einen ersten Versuch eignet sich folgendes Rezept:

Zutaten

80 g frisch gemahlener Kaffee

500 ml Wasser

Benötigt werden

Filterkaffeemaschine

passender Kaffeefilter

Küchenwaage

sauberes verschließbares Gefäß

optional Kaffeemühle.

Zubereitung

  1. 80 g Kaffee abwiegen.

  2. Kaffee mittelfein beziehungsweise passend zur Filtermaschine mahlen.

  3. Filter in die Kaffeemaschine einsetzen.

  4. Kaffeepulver gleichmäßig im Filter verteilen.

  5. 500 ml Wasser in den Wassertank geben.

  6. Normalen Brühvorgang starten.

  7. Kaffee vollständig durchlaufen lassen.

  8. Konzentrat anschließend zeitnah abkühlen lassen.

  9. In ein sauberes verschließbares Gefäß füllen.

  10. Im Kühlschrank lagern.

Damit ist die konzentrierte Kaffeebasis fertig.

Das richtige Verhältnis von Kaffee und Wasser

Für normalen Filterkaffee ist ein Ausgangspunkt von ungefähr:

60 g Kaffee pro Liter Wasser

weit verbreitet.

Das entspricht:

30 g Kaffee auf 500 ml Wasser.

Für Kaffeekonzentrat wird die Kaffeemenge deutlich erhöht.

Kaffee

Wasser

Charakter

30 g

500 ml

normaler Filterkaffee

50 g

500 ml

kräftiger Filterkaffee

60 g

500 ml

sehr kräftig

80 g

500 ml

konzentrierte Kaffeebasis

100 g

500 ml

sehr konzentrierter Ansatz

Die Werte sind Ausgangspunkte.

Nicht jede Kaffeemaschine und jeder Filter eignet sich für 100 g Kaffee auf einmal.

Welches Verhältnis ist für Anfänger am besten?

Für den ersten Versuch sind:

80 g Kaffee

auf

500 ml Wasser

eine gute Ausgangsbasis.

Das Verhältnis ist deutlich stärker als bei normalem Filterkaffee, ohne sofort extrem zu werden.

Anschließend sollte das Ergebnis probiert werden.

Ist das Konzentrat zu schwach, kann beim nächsten Versuch etwas mehr Kaffee verwendet werden.

Ist es zu kräftig oder unangenehm bitter, kann die Kaffeemenge reduziert werden.

Warum sollte man nicht einfach extrem viel Kaffee verwenden?

Mehr Kaffeepulver bedeutet nicht automatisch ein besseres Konzentrat.

Eine Filterkaffeemaschine ist für bestimmte Mengen ausgelegt.

Wird der Filter extrem voll, kann das Wasser möglicherweise nicht mehr gleichmäßig durch das gesamte Kaffeebett fließen.

Dadurch kann die Extraktion ungleichmäßig werden.

Außerdem besteht die Gefahr, dass der Filter überläuft.

Die maximale Füllmenge der Maschine beziehungsweise des Filterhalters sollte deshalb unbedingt beachtet werden.

Kann man 100 g Kaffee mit 500 ml Wasser verwenden?

Grundsätzlich kann ein solches Rezept ausprobiert werden, sofern die Kaffeemaschine und der Filter die entsprechende Kaffeemenge aufnehmen können.

Das Verhältnis beträgt:

1:5.

Bei einer Filterkaffeemaschine bedeutet 1:5 allerdings nicht automatisch, dass dasselbe Ergebnis wie bei einem 1:5-Cold-Brew-Konzentrat entsteht.

Die Extraktionsmethoden unterscheiden sich erheblich.

Heißes Wasser läuft bei der Filtermaschine innerhalb weniger Minuten durch das Kaffeemehl.

Beim Cold Brew bleiben Kaffee und Wasser dagegen viele Stunden miteinander in Kontakt.

Das Geschmacksprofil wird deshalb unterschiedlich sein.

Welche Bohnen eignen sich für Kaffeekonzentrat aus der Kaffeemaschine?

Grundsätzlich können fast alle Kaffeebohnen verwendet werden.

Für Milchgetränke sind mittlere bis dunklere Röstungen besonders interessant.

Typische Geschmacksrichtungen können beispielsweise sein:

  • Schokolade

  • Nuss

  • Karamell

  • Kakao

  • kräftige Röstaromen

Diese Geschmacksprofile können sich gut gegen eine größere Menge Milch behaupten.

Für schwarzen Iced Coffee können dagegen auch hellere Röstungen interessant sein.

Kann man normale Filterkaffeebohnen verwenden?

Ja.

Spezielle Bohnen sind nicht notwendig.

Wer bereits einen Filterkaffee besitzt, der geschmacklich gefällt, kann zunächst genau diesen ausprobieren.

Durch die höhere Dosierung verändert sich allerdings auch das Geschmackserlebnis.

Ein Kaffee, der bei normaler Filterstärke sehr ausgewogen schmeckt, kann in stark konzentrierter Form deutlich intensiver wirken.

Kann man Espressobohnen verwenden?

Ja.

Espressoröstungen können für eine konzentrierte Kaffeebasis sogar sehr interessant sein.

Besonders bei Iced Latte oder Milchkaffee können kräftigere Röstungen gut funktionieren.

Wichtig ist allerdings der Mahlgrad.

Espressobohnen dürfen für eine Filterkaffeemaschine nicht einfach so fein gemahlen werden wie für eine Espressomaschine.

Der Mahlgrad sollte zur Filterzubereitung passen.

Welcher Mahlgrad eignet sich?

Der Kaffee sollte für die verwendete Filtermaschine passend gemahlen werden.

Ein typischer Filtermahlgrad ist wesentlich gröber als Espressomehl.

Zu feines Kaffeepulver kann:

den Durchfluss verlangsamen

den Filter stärker belasten

zu unerwünschten Geschmacksnoten führen

und im Extremfall das Überlaufen des Filters begünstigen.

Wer eine eigene Kaffeemühle besitzt, sollte deshalb nicht den Espresso-Mahlgrad verwenden.

Kann man bereits gemahlenen Kaffee verwenden?

Ja.

Vorgemahlener Filterkaffee funktioniert ebenfalls.

Für den ersten Versuch ist das sogar besonders unkompliziert.

Einfach:

80 g Filterkaffee

mit

500 ml Wasser

aufbrühen.

Anschließend kann entschieden werden, ob die Konzentration zum gewünschten Einsatzzweck passt.

Wie schmeckt Kaffeekonzentrat aus der Filtermaschine?

Das Ergebnis besitzt grundsätzlich das Geschmacksprofil von heiß extrahiertem Filterkaffee.

Durch die höhere Konzentration können bestimmte Eigenschaften stärker wahrgenommen werden.

Dazu gehören beispielsweise:

Röstaromen

Bitterkeit

Säure

Körper

und allgemeine Geschmacksintensität.

Deshalb ist ein ausgewogenes Rezept wichtiger als maximale Stärke.

Schmeckt das wie Espresso?

Nein.

Auch sehr starker Filterkaffee wird nicht automatisch zu Espresso.

Klassischer Espresso wird mit:

fein gemahlenem Kaffee

heißem Wasser

hohem Druck

und kurzer Extraktionszeit

zubereitet.

Eine Filtermaschine arbeitet dagegen ohne die für Espresso typische Druckextraktion.

Dadurch entstehen unterschiedliche Getränke.

Für einen Iced Latte kann eine konzentrierte Filterkaffee-Basis trotzdem sehr gut funktionieren.

Schmeckt es wie Cold Brew Concentrate?

Ebenfalls nicht.

Cold Brew Concentrate wird über einen langen Zeitraum mit kaltem beziehungsweise zimmerwarmem Wasser extrahiert.

Kaffeekonzentrat aus einer Filtermaschine wird heiß und innerhalb weniger Minuten extrahiert.

Dadurch unterscheiden sich die Geschmacksprofile.

Cold Brew wird häufig als weicher und weniger säurebetont wahrgenommen.

Heiß gebrühte Konzentrate können dagegen kräftigere klassische Kaffeearomen besitzen.

Filtermaschine oder Cold Brew – was ist besser für Konzentrat?

Eigenschaft

Filtermaschine

Cold-Brew-Methode

Extraktion

heiß

kalt bzw. zimmerwarm

Dauer

wenige Minuten

mehrere Stunden

Kaffeemaschine

notwendig

nicht notwendig

Geschmack

klassischer Filterkaffee

typischer Cold-Brew-Charakter

Konzentrierbarkeit

begrenzt

sehr gut

Für Iced Coffee

sehr gut

sehr gut

Für Iced Latte

sehr gut

sehr gut

Spontane Zubereitung

sehr gut

schlecht

Vorbereitung über Nacht

nicht notwendig

meistens sinnvoll

Reinigung

normaler Filtervorgang

Filterung notwendig

Wer das Konzentrat sofort benötigt, hat mit der Filtermaschine einen erheblichen Zeitvorteil.

Wie verwendet man das fertige Kaffeekonzentrat?

Nach dem Brühen sollte zunächst ausprobiert werden, wie intensiv das Ergebnis tatsächlich geworden ist.

Ein möglicher Startpunkt ist:

1 Teil Kaffeekonzentrat

mit

1 bis 2 Teilen Wasser oder Milch.

Bei einem kräftigen Konzentrat könnten beispielsweise:

80 ml Konzentrat

und

160 ml Wasser

verwendet werden.

Das ergibt:

240 ml Kaffee.

Kaffeekonzentrat für Iced Coffee

Für einen schnellen Iced Coffee kann beispielsweise folgendes Rezept verwendet werden:

80 ml Kaffeekonzentrat

120 bis 160 ml kaltes Wasser

Eis.

Zuerst Eiswürfel in ein Glas geben.

Konzentrat hinzufügen.

Anschließend mit kaltem Wasser auffüllen.

Je nach gewünschter Stärke kann mehr oder weniger Wasser verwendet werden.

Kaffeekonzentrat für Iced Latte

Hier spielt das Konzentrat aus der Kaffeemaschine eine seiner größten Stärken aus.

Ein mögliches Rezept:

60 ml Kaffeekonzentrat

180 ml Milch

Eis.

Das Glas mit Eis füllen.

Milch hineingeben.

Anschließend das Konzentrat hinzufügen.

Bei Bedarf umrühren.

Wer einen kräftigeren Kaffeegeschmack möchte, erhöht die Konzentratmenge.

Warum eignet sich Konzentrat besser für Iced Latte als normaler Filterkaffee?

Normaler Filterkaffee enthält bereits relativ viel Wasser.

Angenommen, für einen Iced Latte werden:

150 ml normaler Filterkaffee

und

200 ml Milch

verwendet.

Das Getränk wird dadurch relativ groß und enthält bereits viel Wasser aus dem Kaffee.

Bei einer konzentrierten Basis reichen möglicherweise:

60 ml Konzentrat

für dieselbe Menge Milch.

Dadurch entsteht ein intensiverer Kaffeegeschmack bei weniger zusätzlicher Flüssigkeit.

Kaffeekonzentrat für heißen Kaffee

Das Konzentrat kann ebenfalls mit heißem Wasser verwendet werden.

Beispielsweise:

80 ml Konzentrat

160 ml heißes Wasser.

Dadurch entsteht innerhalb weniger Sekunden eine Tasse heißer Kaffee.

Das ist besonders praktisch, wenn das Konzentrat bereits vorbereitet im Kühlschrank steht.

Wird der Kaffee dann nicht kalt?

Wenn kaltes Konzentrat aus dem Kühlschrank mit heißem Wasser kombiniert wird, sinkt die Temperatur des fertigen Getränks.

Wer einen sehr heißen Kaffee möchte, kann deshalb:

eine kleinere Menge Konzentrat verwenden

mehr sehr heißes Wasser hinzufügen

und die Tasse vorher vorwärmen.

Alternativ kann das Konzentrat vorsichtig erwärmt werden.

Es sollte allerdings nicht unnötig lange gekocht werden.

Kaffeekonzentrat für Milchkaffee

Für einen heißen Milchkaffee kann beispielsweise verwendet werden:

60 ml Kaffeekonzentrat

180 ml warme Milch.

Die Milch kann zusätzlich aufgeschäumt werden.

Geschmacklich entsteht kein klassischer Cappuccino, weil die Basis kein Espresso ist.

Für einen schnellen kräftigen Milchkaffee funktioniert die Methode trotzdem sehr gut.

Kaffeekonzentrat für Protein Coffee

Auch Protein Coffee lässt sich einfach zubereiten.

Beispielsweise:

50 bis 60 ml Kaffeekonzentrat

250 ml Proteinshake

Eis.

Alle Zutaten miteinander vermischen.

Da das Konzentrat bereits vorbereitet werden kann, dauert die Zubereitung morgens nur wenige Sekunden.

Kann man Kaffeekonzentrat direkt über Eis brühen?

Das ist möglich, führt aber zu einem anderen Rezept.

Beim sogenannten Flash Brew beziehungsweise Japanese Iced Coffee wird heißer Kaffee direkt auf Eis gebrüht.

Das Eis schmilzt und ist Teil der geplanten Wassermenge.

Dadurch wird der Kaffee unmittelbar heruntergekühlt.

Wer dagegen ein Konzentrat auf Vorrat herstellen möchte, sollte es zunächst ohne große zusätzliche Eismenge brühen und anschließend kontrolliert abkühlen.

Kann man weniger Wasser in die Kaffeemaschine geben?

Ja, sofern die Mindestfüllmenge beziehungsweise die Betriebsanleitung der jeweiligen Maschine dies zulässt.

Das ist ein einfacher Weg, die Kaffeebasis stärker zu machen.

Statt beispielsweise:

60 g Kaffee

mit

1 Liter Wasser

zu verwenden, kann eine wesentlich kleinere Wassermenge eingesetzt werden.

Allerdings sollte das Verhältnis nicht beliebig reduziert werden.

Bei sehr wenig Wasser wird möglicherweise nur ein Teil der löslichen Bestandteile aus dem Kaffeemehl extrahiert.

Das Ergebnis kann zwar konzentriert, aber geschmacklich unausgewogen sein.

Warum ist Konzentration nicht dasselbe wie Extraktion?

Das ist für selbst gemachtes Kaffeekonzentrat besonders wichtig.

Konzentration beschreibt vereinfacht, wie viele gelöste Kaffeebestandteile sich in einer bestimmten Menge Flüssigkeit befinden.

Extraktion beschreibt, wie viele lösliche Bestandteile aus dem gemahlenen Kaffee herausgelöst wurden.

Ein Kaffee kann sehr konzentriert und trotzdem schlecht extrahiert sein.

Wenn beispielsweise extrem viel Kaffee mit sehr wenig Wasser aufgebrüht wird, kann die Flüssigkeit sehr kräftig schmecken.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Kaffee ausgewogen extrahiert wurde.

Deshalb ist „mehr Kaffeepulver“ nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll.

Sollte man das Konzentrat zweimal durch Kaffee laufen lassen?

Manchmal wird empfohlen, bereits gebrühten Kaffee erneut durch frisches Kaffeepulver laufen zu lassen.

Für normale Filterkaffeemaschinen ist diese Methode nicht empfehlenswert, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich vorsieht.

Die Maschine ist normalerweise für Wasser im Wassertank ausgelegt.

Bereits gebrühten Kaffee in den Wassertank zu füllen, kann Ablagerungen verursachen und die Maschine beeinträchtigen.

Besser ist es, die Konzentration über Kaffeemenge und Wassermenge innerhalb der zulässigen Betriebsbedingungen zu verändern.

Darf Kaffee in den Wassertank?

Bei einer normalen Filterkaffeemaschine sollte in den Wassertank grundsätzlich nur das eingefüllt werden, was der Hersteller dafür vorsieht – normalerweise Wasser.

Kaffee, Milch oder andere Getränke gehören nicht in das interne Wassersystem.

Wer ein stärkeres Konzentrat herstellen möchte, sollte deshalb niemals versuchen, fertigen Kaffee anstelle von Wasser durch die Maschine laufen zu lassen.

Kann man Kaffeekonzentrat mit einem Kaffeevollautomaten machen?

Auch ein Kaffeevollautomat kann eine sehr kräftige Kaffeebasis herstellen.

Die Vorgehensweise unterscheidet sich allerdings von der Filtermaschine.

Hier kann beispielsweise:

die höchste Aromastufe

eine kleine Getränkemenge

und gegebenenfalls mehrere Bezüge

verwendet werden.

Mehrere kurze, kräftige Kaffees können anschließend gesammelt und als Basis für Milchgetränke verwendet werden.

Kaffeekonzentrat mit dem Vollautomaten

Ein mögliches Vorgehen ist:

Eine hohe Kaffeestärke auswählen.

Eine relativ kleine Getränkemenge einstellen.

Einen Kaffee beziehen.

Den Vorgang mehrmals wiederholen.

Die einzelnen Bezüge in einem sauberen Gefäß sammeln.

Anschließend zeitnah herunterkühlen und gekühlt aufbewahren.

Dadurch entsteht eine kräftige Kaffeebasis.

Ist die Espresso-Funktion des Vollautomaten besser?

Für Iced Latte kann sie sogar sinnvoller sein.

Ein Espresso beziehungsweise sehr kurzer Kaffee aus dem Vollautomaten bringt weniger Wasser in das spätere Milchgetränk.

Wer beispielsweise:

zwei Espresso-Bezüge

mit insgesamt ungefähr 60 bis 80 ml

verwendet, erhält eine kräftige Basis für einen großen Iced Latte.

Das ist häufig praktischer, als normalen Kaffee möglichst stark zu konzentrieren.

Kaffeekonzentrat mit einer Espressomaschine

Mit einer Siebträgermaschine beziehungsweise Espressomaschine ist es sinnvoller, klassischen Espresso zuzubereiten.

Beispielsweise:

18 g Kaffee

für ungefähr

36 g Espresso.

Mehrere Bezüge können gesammelt und als vorbereitete Basis verwendet werden.

Das Ergebnis unterscheidet sich geschmacklich deutlich von Konzentrat aus der Filtermaschine.

Für espresso-basierte Getränke wie Iced Latte oder Americano ist diese Methode besonders passend.

Welche Kaffeemaschine eignet sich am besten?

Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab.

Maschine

Ergebnis

Eignung

Filterkaffeemaschine

kräftiger Filterkaffee

sehr gut

Kaffeevollautomat

kurze kräftige Kaffee-/Espressobezüge

sehr gut

Siebträger

echter Espresso

sehr gut für Espresso-Drinks

Kapselmaschine

mehrere kurze Bezüge

gut

Cold-Brew-Bereiter

Cold-Brew-Konzentrat

sehr gut für kalte Getränke

Es gibt damit nicht die eine beste Maschine.

Der gewünschte Geschmack entscheidet.

Kaffeekonzentrat mit einer Kapselmaschine

Auch eine Kapselmaschine kann eine konzentrierte Kaffeebasis liefern.

Hier sollte eine kleine Getränkemenge gewählt werden.

Mehrere kurze Bezüge können anschließend gesammelt werden.

Wichtig ist, eine Kapsel nicht einfach mehrfach mit immer mehr Wasser zu extrahieren, um mehr Kaffee zu erhalten.

Dadurch wird das Getränk zunehmend verdünnt und kann geschmacklich unausgewogen werden.

Für eine größere Menge sollten besser mehrere Kapseln verwendet werden.

Kann man Kaffeekonzentrat mit einer Padmaschine machen?

Grundsätzlich ebenfalls.

Auch hier sollte eine möglichst kleine beziehungsweise kräftige Getränkeeinstellung gewählt werden, sofern die Maschine diese Möglichkeit bietet.

Für größere Mengen werden mehrere Bezüge benötigt.

Das Ergebnis ist wiederum eher eine kräftige Kaffeebasis als ein klassisches industrielles Konzentrat.

Was ist die beste Methode für Iced Latte?

Wer eine Espressomaschine oder einen Vollautomaten besitzt, kann kurze Espresso-Bezüge verwenden.

Das liefert eine sehr kräftige Basis mit wenig zusätzlichem Wasser.

Bei einer Filterkaffeemaschine ist ein stärkeres Rezept sinnvoll.

Ein guter Ausgangspunkt:

80 g Kaffee

500 ml Wasser.

Nach dem Brühen wird das Konzentrat heruntergekühlt.

Für einen Iced Latte können anschließend beispielsweise:

60 ml Konzentrat

180 bis 220 ml Milch

und Eis

verwendet werden.

Wie schnell muss das Konzentrat abkühlen?

Wer das Konzentrat aufbewahren möchte, sollte es nach der Zubereitung nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen lassen.

Nach dem Brühen kann es zunächst kurz ausdampfen beziehungsweise in ein geeignetes Gefäß umgefüllt und anschließend zeitnah gekühlt werden.

Für eine schnelle Abkühlung kann das geschlossene beziehungsweise geeignete Gefäß beispielsweise in ein kaltes Wasserbad gestellt werden.

Sobald es ausreichend abgekühlt ist, kommt es in den Kühlschrank.

Wie lange hält Kaffeekonzentrat aus der Kaffeemaschine?

Selbst hergestelltes Kaffeekonzentrat sollte gekühlt und hygienisch gelagert werden.

Da es zu Hause nicht industriell konserviert oder steril abgefüllt wird, sollte nur eine überschaubare Menge für den kurzfristigen Verbrauch hergestellt werden.

Auch geschmacklich ist das sinnvoll.

Frisch gebrühter Kaffee verändert sich während der Lagerung.

Kleinere Chargen für wenige Tage sind deshalb sinnvoller als große Vorräte für mehrere Wochen.

Bei auffälligen Veränderungen von Geruch, Geschmack oder Aussehen sollte das Konzentrat nicht weiter verwendet werden.

Welches Gefäß eignet sich zur Aufbewahrung?

Ideal ist eine saubere, verschließbare und lebensmittelechte Flasche.

Glas eignet sich besonders gut.

Praktisch ist beispielsweise eine Flasche mit:

250 ml

500 ml

oder

750 ml

Fassungsvermögen.

Das Gefäß sollte vor jeder neuen Charge gründlich gereinigt werden.

Kann man Kaffeekonzentrat einfrieren?

Ja.

Das ist besonders praktisch, wenn nicht die gesamte Menge innerhalb kurzer Zeit benötigt wird.

Das Konzentrat kann beispielsweise in einen Eiswürfelbehälter gegeben werden.

Nach dem Einfrieren entstehen Kaffee-Eiswürfel.

Diese können direkt in einen Iced Latte gegeben werden.

Dadurch besitzt das Einfrieren sogar einen zusätzlichen Vorteil:

Beim Schmelzen wird das Getränk nicht mit normalem Wasser verdünnt.

Wie viel Koffein hat Kaffeekonzentrat aus der Kaffeemaschine?

Das lässt sich ohne Messung nicht exakt bestimmen.

Der Koffeingehalt hängt unter anderem ab von:

  • verwendeter Kaffeemenge

  • Arabica-/Robusta-Anteil

  • Bohnen

  • Mahlgrad

  • Wassermenge

  • Extraktionsdauer

  • tatsächlicher Extraktion

  • verwendeter Konzentratmenge

Ein konzentrierter Filterkaffee kann pro 100 ml deutlich mehr Koffein enthalten als normaler Filterkaffee.

Entscheidend ist jedoch die Portion.

Mehr Kaffeepulver bedeutet auch mehr Koffein?

Tendenziell steht mehr Koffein für die Extraktion zur Verfügung, wenn mehr Kaffee verwendet wird.

Wie viel davon tatsächlich im Getränk landet, hängt jedoch vom Brühprozess ab.

Die Koffeinmenge lässt sich deshalb nicht einfach verdoppeln, nur weil doppelt so viel Kaffeepulver in den Filter gegeben wurde.

Wer sehr stark dosiertes Konzentrat herstellt, sollte die mögliche hohe Koffeinaufnahme trotzdem berücksichtigen.

Wie viele Kalorien hat selbst gemachtes Kaffeekonzentrat?

Schwarzer Kaffee ist sehr kalorienarm.

Das gilt auch für eine konzentrierte Kaffeebasis ohne Zucker oder andere Zusätze.

Bei einem Iced Latte kommen die meisten Kalorien deshalb normalerweise nicht aus dem Konzentrat.

Sie stammen vor allem aus:

Milch

Pflanzendrink

Zucker

Sirup

Sahne.

Wer ein möglichst kalorienarmes Getränk möchte, kann das Konzentrat einfach mit Wasser und Eis verwenden.

Was kostet selbst gemachtes Kaffeekonzentrat?

Die Kosten lassen sich relativ einfach berechnen.

Angenommen:

1 kg Kaffee kostet 20 Euro.

Für das Rezept werden:

80 g Kaffee

verwendet.

Dann betragen die Kaffeekosten:

20 € × 80 ÷ 1.000 = 1,60 €.

Daraus wird eine Charge mit 500 ml eingesetztem Wasser hergestellt.

Die tatsächlich erhaltene Flüssigkeitsmenge kann etwas geringer ausfallen, weil Kaffeemehl Wasser zurückhält.

Was kostet eine Portion?

Angenommen, nach dem Brühen stehen ungefähr:

400 ml konzentrierte Kaffeebasis

zur Verfügung.

Pro Getränk werden:

60 ml

verwendet.

Dann ergeben sich ungefähr:

6 bis 7 Getränke.

Bei 1,60 Euro Kaffeekosten entspricht das grob:

etwa 0,23 bis 0,27 Euro Kaffee pro Getränk.

Milch, Eis und andere Zutaten kommen anschließend hinzu.

Wie viel sollte man auf Vorrat machen?

Das hängt vom täglichen Verbrauch ab.

Wer jeden Morgen einen Iced Latte mit:

60 ml Konzentrat

trinkt, benötigt für fünf Portionen:

300 ml.

Eine kleine Charge reicht damit bereits für mehrere Getränke.

Es ist deshalb normalerweise nicht notwendig, mehrere Liter Konzentrat auf einmal herzustellen.

Häufige Fehler beim Kaffeekonzentrat aus der Kaffeemaschine

Zu viel Kaffee in den Filter geben

Die maximale Kapazität des Filters sollte nicht überschritten werden. Andernfalls kann der Filter überlaufen oder das Wasser ungleichmäßig durch das Kaffeebett fließen.

Espressofeinen Kaffee verwenden

Sehr fein gemahlener Kaffee ist für eine normale Filtermaschine ungeeignet und kann den Durchfluss stark verlangsamen.

Einfach möglichst wenig Wasser verwenden

Zu wenig Wasser kann zu einer unausgewogenen Extraktion führen. Konzentrierter bedeutet nicht automatisch besser.

Fertigen Kaffee erneut durch die Maschine laufen lassen

Der Wassertank sollte nur mit den vom Hersteller vorgesehenen Flüssigkeiten befüllt werden – bei normalen Filtermaschinen üblicherweise Wasser.

Konzentrat zu stark verdünnen

Wird ein ohnehin nur mäßig konzentrierter Kaffee anschließend mit sehr viel Wasser oder Milch gemischt, verschwindet der Kaffeegeschmack.

Zu große Mengen lagern

Frisch gebrühter Kaffee verändert seinen Geschmack. Kleinere Chargen sind deshalb sinnvoller.

Einfaches Rezept für den Alltag

Wer ohne langes Experimentieren beginnen möchte, kann folgendes Rezept ausprobieren:

Kaffeekonzentrat:

80 g Filterkaffee

500 ml Wasser.

Normal mit der Filterkaffeemaschine aufbrühen.

Anschließend zeitnah abkühlen.

In eine saubere Flasche füllen.

Im Kühlschrank aufbewahren.

Für Iced Coffee:

80 ml Konzentrat

150 ml Wasser

Eis.

Für Iced Latte:

60 ml Konzentrat

200 ml Milch

Eis.

Danach kann das Rezept an den persönlichen Geschmack angepasst werden.

Kaffeekonzentrat mit dem Vollautomaten – einfache Variante

Wer statt einer Filtermaschine einen Kaffeevollautomaten besitzt, sollte nicht versuchen, eine riesige Menge besonders starken Kaffee in einem einzigen Bezug herzustellen.

Besser sind mehrere kurze Bezüge.

Beispielsweise:

hohe Aromastufe wählen

kleine Getränkemenge einstellen

mehrere Bezüge nacheinander durchführen

Kaffee sammeln

zeitnah abkühlen

gekühlt aufbewahren.

Für Iced Latte kann die Espresso-Funktion des Vollautomaten besonders praktisch sein.

Kaffeekonzentrat mit der Espressomaschine – einfache Variante

Bei einer Espressomaschine sollte nicht versucht werden, Filterkaffee nachzuahmen.

Hier ist klassischer Espresso die sinnvollere konzentrierte Basis.

Ein typischer Ausgangspunkt kann sein:

18 g Kaffee

zu

36 g Espresso.

Mehrere Bezüge werden gesammelt.

Für einen Iced Latte können anschließend beispielsweise:

50 bis 60 ml Espresso

mit

200 ml Milch und Eis

kombiniert werden.

Wer den Geschmack von klassischem Espresso bevorzugt, erhält damit meist ein besseres Ergebnis als mit konzentriertem Filterkaffee.

Analyse

Die Antwort hängt davon ab, was unter Kaffeekonzentrat verstanden wird.

Eine Filterkaffeemaschine kann problemlos eine deutlich konzentriertere Version von Filterkaffee herstellen.

Für den Einstieg sind etwa:

80 g Kaffee auf 500 ml Wasser

eine sinnvolle Orientierung.

Dadurch entsteht eine kräftige Basis, die anschließend mit Wasser oder Milch verdünnt werden kann.

Der große Vorteil ist die Geschwindigkeit.

Während ein Cold-Brew-Konzentrat viele Stunden benötigt, ist die heiße Variante nach einem normalen Brühvorgang fertig.

Bei einem Kaffeevollautomaten oder einer Espressomaschine ist ein anderer Ansatz sinnvoll.

Diese Geräte können bereits kleine, intensive Kaffeeportionen herstellen.

Statt einen normalen Kaffee extrem zu konzentrieren, können mehrere kurze beziehungsweise Espresso-Bezüge gesammelt werden.

Besonders für Iced Latte ist das interessant.

Hier soll möglichst viel Kaffeegeschmack mit möglichst wenig zusätzlichem Wasser in das Getränk gelangen.

Genau deshalb ist Espresso für Milchgetränke grundsätzlich eine sehr geeignete Basis.

Eine wichtige Grenze gibt es jedoch bei jeder Methode:

Die Kaffeemenge kann nicht beliebig erhöht und die Wassermenge nicht beliebig reduziert werden.

Kaffeeextraktion benötigt ausreichend Wasser und einen passenden Durchfluss. Ein extrem konzentriertes, aber schlecht extrahiertes Getränk schmeckt nicht automatisch besser.

Das Ziel sollte deshalb nicht die maximal mögliche Konzentration sein.

Das Ziel ist eine kräftige, ausgewogene Kaffeebasis, die nach der Verdünnung noch deutlich nach Kaffee schmeckt.

Fazit

Kaffeekonzentrat kann mit einer normalen Kaffeemaschine zu Hause hergestellt werden.

Bei einer Filterkaffeemaschine ist ein guter Ausgangspunkt:

80 g Kaffee auf 500 ml Wasser.

Der Kaffee wird ganz normal gebrüht, anschließend zeitnah heruntergekühlt und in einer sauberen Flasche im Kühlschrank aufbewahrt.

Für einen Iced Latte können beispielsweise:

60 ml Kaffeekonzentrat + 200 ml Milch + Eis

verwendet werden.

Für Iced Coffee eignen sich beispielsweise:

80 ml Kaffeekonzentrat + 150 ml Wasser + Eis.

Wer einen Kaffeevollautomaten besitzt, kann stattdessen mehrere kurze, kräftige Kaffee- oder Espressobezüge vorbereiten.

Mit einer Espressomaschine ist klassischer Espresso die sinnvollste konzentrierte Basis.

Damit hängt die beste Methode von der vorhandenen Maschine ab:

Filterkaffeemaschine: kräftigen Filterkaffee mit erhöhtem Kaffee-Wasser-Verhältnis herstellen.

Kaffeevollautomat: mehrere kurze, starke Kaffee- oder Espressobezüge verwenden.

Espressomaschine: mehrere Espresso-Shots als konzentrierte Basis zubereiten.

Für sehr starkes Cold-Brew-Konzentrat ist dagegen die klassische Langzeitextraktion ohne Kaffeemaschine meist geeigneter.

Wer vor allem eine schnelle Basis für Iced Latte, Iced Coffee oder Milchkaffee sucht, kann jedoch bereits mit einer normalen Kaffeemaschine und einem angepassten Brühverhältnis sehr einfach eigenes Kaffeekonzentrat herstellen.