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Espresso Konzentrat2. Sept. 2026 18 Min. Lesezeit

Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft – was sollte man beachten?

Kaffeekonzentrat kann auch in der Schwangerschaft getrunken werden, allerdings sollte besonders auf die Koffeinmenge geachtet werden. Entscheidend ist nicht, ob der Kaffee als Filterkaffee, Espresso, Cold Brew oder Kaffeekonzentrat getrunken wird, sondern wie viel Koffein insgesamt aufgenommen wird.

Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft – was sollte man beachten?

Kaffeekonzentrat kann auch in der Schwangerschaft getrunken werden, allerdings sollte besonders auf die Koffeinmenge geachtet werden. Entscheidend ist nicht, ob der Kaffee als Filterkaffee, Espresso, Cold Brew oder Kaffeekonzentrat getrunken wird, sondern wie viel Koffein insgesamt aufgenommen wird.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren sich für Schwangere an einer maximalen Koffeinaufnahme von 200 mg pro Tag aus allen Quellen.

Gerade bei Kaffeekonzentrat ist diese Grenze wichtig, denn ein Konzentrat kann pro Milliliter deutlich mehr Koffein enthalten als bereits trinkfertiger Kaffee. Eine kleine Portion Kaffeekonzentrat kann deshalb mehr Koffein liefern, als die geringe Flüssigkeitsmenge zunächst vermuten lässt.

Die wichtigste Regel lautet daher:

In der Schwangerschaft Kaffeekonzentrat nicht nach Millilitern oder Tassengröße beurteilen, sondern nach der tatsächlich enthaltenen Koffeinmenge.

Wie viel Koffein darf man in der Schwangerschaft trinken?

Die EFSA bewertet eine über den Tag verteilte Koffeinaufnahme von bis zu 200 mg täglich aus allen Quellen für Schwangere als unbedenklich für den Fötus.

Auch die DGE nennt 200 mg Koffein pro Tag als Orientierung für die Schwangerschaft.

Dabei zählt allerdings nicht nur Kaffee.

Zur täglichen Koffeinaufnahme können unter anderem beitragen:

  • Kaffeekonzentrat

  • Filterkaffee

  • Espresso

  • schwarzer und grüner Tee

  • Cola

  • Schokolade

  • Kakao

  • andere koffeinhaltige Lebensmittel

Deshalb bedeutet die Empfehlung nicht, dass täglich 200 mg Koffein ausschließlich über Kaffeekonzentrat konsumiert werden sollten und andere Quellen anschließend keine Rolle mehr spielen.

Es zählt die Gesamtmenge des gesamten Tages.

Warum muss man bei Kaffeekonzentrat besonders aufpassen?

Der Name beschreibt bereits die Besonderheit: Der Kaffee liegt konzentriert vor.

Bei normalem Filterkaffee bekommt man mit einer großen Tasse bereits ein auf Trinkstärke zubereitetes Getränk.

Kaffeekonzentrat wird dagegen häufig nur in einer Menge von beispielsweise 30 bis 60 ml verwendet und anschließend mit Wasser oder Milch verdünnt.

Dadurch kann ein falscher Eindruck entstehen:

50 ml Flüssigkeit sehen nach wenig Kaffee aus.

Entscheidend ist aber, wie viel Koffein in diesen 50 ml steckt.

Ein starkes Konzentrat kann in einer kleinen Portion bereits eine relevante Menge Koffein enthalten.

Wie viel Koffein enthält Kaffeekonzentrat?

Dafür gibt es keinen allgemein gültigen Wert.

Der Koffeingehalt hängt unter anderem von den verwendeten Bohnen, dem Verhältnis zwischen Kaffee und Wasser, der Extraktionsmethode, der Extraktionsdauer und dem konkreten Produkt ab.

Bei gekauftem Kaffeekonzentrat sollte deshalb möglichst die Herstellerangabe verwendet werden.

Bei selbst gemachtem Konzentrat ist eine genaue Berechnung schwieriger, sofern der Koffeingehalt nicht analysiert wurde.

Aus diesem Grund sollte man nicht davon ausgehen, dass beispielsweise:

50 ml Kaffeekonzentrat immer 50 mg Koffein

oder

50 ml immer 100 mg Koffein

enthalten.

Beides wäre zu pauschal.

Koffein im Kaffeekonzentrat berechnen

Gibt der Hersteller den Koffeingehalt pro 100 ml an, lässt sich die Menge einer Portion einfach berechnen.

Die Formel lautet:

Koffein pro Portion = Koffein pro 100 ml × verwendete Menge ÷ 100

Angenommen, ein Kaffeekonzentrat enthält laut Hersteller 180 mg Koffein pro 100 ml.

Bei 50 ml wären das:

180 × 50 ÷ 100 = 90 mg Koffein.

Bei 60 ml:

180 × 60 ÷ 100 = 108 mg Koffein.

Bei 30 ml:

180 × 30 ÷ 100 = 54 mg Koffein.

Damit lässt sich wesentlich besser einschätzen, wie das Getränk in die tägliche Koffeinmenge passt.

Beispiel für ein Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft

Nehmen wir als reines Rechenbeispiel ein Konzentrat mit:

200 mg Koffein pro 100 ml.

Dann ergeben sich folgende Mengen:

Kaffeekonzentrat

Koffein

20 ml

40 mg

30 ml

60 mg

40 ml

80 mg

50 ml

100 mg

60 ml

120 mg

75 ml

150 mg

100 ml

200 mg

Bei diesem hypothetischen Produkt würden bereits 100 ml die gesamte tägliche Orientierung von 200 mg ausschöpfen.

Das Beispiel zeigt, warum sich Kaffeekonzentrat nicht sinnvoll allein anhand der Portionsgröße beurteilen lässt.

Der tatsächliche Wert des verwendeten Produkts kann erheblich von diesem Beispiel abweichen.

Wie viel Kaffeekonzentrat darf man schwanger trinken?

Eine pauschale Angabe wie „50 ml pro Tag“ oder „eine Portion täglich“ wäre nicht sinnvoll.

Angenommen, Produkt A enthält 100 mg Koffein pro 100 ml und Produkt B 300 mg pro 100 ml.

50 ml von Produkt A würden 50 mg Koffein liefern.

50 ml von Produkt B dagegen 150 mg.

Die gleiche Menge Kaffeekonzentrat kann damit eine völlig unterschiedliche Koffeinaufnahme bedeuten.

Die bessere Frage lautet deshalb:

Wie viel Koffein enthält meine Portion Kaffeekonzentrat?

Beispiel für die Tagesrechnung

Angenommen, eine Portion Kaffeekonzentrat enthält laut Hersteller:

80 mg Koffein.

Zusätzlich werden über den Tag eine Tasse schwarzer Tee und etwas Schokolade konsumiert.

Dann müssen auch diese Koffeinquellen berücksichtigt werden.

Die DGE nennt als durchschnittliche Orientierung beispielsweise ungefähr:

Lebensmittel/Getränk

Ungefährer Koffeingehalt

Filterkaffee, 200 ml

90 mg

Espresso, 60 ml

80 mg

schwarzer Tee, 200 ml

45 mg

grüner Tee, 200 ml

30 mg

Cola, 250 ml

25 mg

Kakao, 200 ml

8–35 mg

Die Werte sind Durchschnittswerte. Der tatsächliche Koffeingehalt kann insbesondere bei Kaffee deutlich schwanken.

Zählt Tee zur täglichen Koffeinmenge?

Ja.

Die 200-mg-Orientierung bezieht sich auf Koffein aus allen Quellen.

Wer morgens Kaffeekonzentrat trinkt und nachmittags mehrere Tassen schwarzen oder grünen Tee, muss deshalb beide Getränke berücksichtigen.

Das Gleiche gilt für Cola und andere koffeinhaltige Getränke.

Zählt Schokolade ebenfalls?

Ja.

Auch Kakao beziehungsweise Schokolade kann kleinere Mengen Koffein liefern.

Im Vergleich zu starkem Kaffee sind diese Mengen häufig geringer, sie zählen aber trotzdem zur gesamten Koffeinaufnahme.

Wer sich nahe an der täglichen Orientierung von 200 mg bewegt, sollte deshalb nicht ausschließlich die Kaffeemenge betrachten.

Macht Verdünnen Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft koffeinärmer?

Das ist ein besonders wichtiger Punkt:

Durch das Hinzufügen von Wasser wird die absolute Koffeinmenge nicht geringer.

Angenommen, 50 ml Kaffeekonzentrat enthalten 100 mg Koffein.

Variante 1:

50 ml Konzentrat + 50 ml Wasser

enthält insgesamt weiterhin 100 mg Koffein.

Variante 2:

50 ml Konzentrat + 150 ml Wasser

enthält ebenfalls 100 mg.

Variante 3:

50 ml Konzentrat + 250 ml Wasser

enthält ebenfalls 100 mg.

Das Getränk schmeckt zunehmend milder und enthält pro 100 ml weniger Koffein. Wer aber das gesamte Getränk austrinkt, nimmt weiterhin dieselben 100 mg auf.

Wie reduziert man die Koffeinmenge tatsächlich?

Wer weniger Koffein aufnehmen möchte, muss weniger koffeinhaltiges Konzentrat verwenden.

Statt beispielsweise:

60 ml Konzentrat + 180 ml Wasser

könnten:

30 ml Konzentrat + 210 ml Wasser

verwendet werden.

Dadurch bleibt die Gesamtmenge des Getränks gleich, während nur halb so viel Konzentrat verwendet wird.

Vorausgesetzt, es handelt sich um dasselbe Konzentrat, halbiert sich damit auch die daraus stammende Koffeinmenge.

Geschmacklich wird das Getränk allerdings deutlich milder.

Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat als Alternative

Eine besonders interessante Möglichkeit in der Schwangerschaft ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat.

Kaffeekonzentrat lässt sich grundsätzlich auch aus entkoffeinierten Kaffeebohnen herstellen.

Das Prinzip bleibt gleich.

Für selbst gemachtes Cold-Brew-Konzentrat können beispielsweise:

100 g grob gemahlene entkoffeinierte Kaffeebohnen + 500 ml Wasser

verwendet werden.

Die Mischung kann ungefähr 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank extrahieren und anschließend gründlich gefiltert werden.

Wichtig ist allerdings: Entkoffeiniert bedeutet nicht zwingend vollständig koffeinfrei.

Wer seine Aufnahme genau kontrollieren möchte, sollte deshalb auch hier die Produktangaben berücksichtigen.

Kann man normales und entkoffeiniertes Konzentrat mischen?

Ja.

Das kann eine praktische Möglichkeit sein, den gewohnten Kaffeegeschmack beizubehalten und gleichzeitig die Koffeinmenge zu reduzieren.

Beispielsweise kann eine Mischung aus normalem und entkoffeiniertem Kaffee verwendet werden.

Statt 60 ml normalen Konzentrats könnte ein Getränk beispielsweise aus einer Mischung beider Varianten hergestellt werden.

Wie stark dadurch die Koffeinmenge sinkt, hängt allerdings vom Koffeingehalt beider Konzentrate ab.

Wer exakt rechnen möchte, benötigt die jeweiligen Koffeinangaben.

Ist Cold-Brew-Konzentrat in der Schwangerschaft erlaubt?

Cold Brew ist in der Schwangerschaft nicht grundsätzlich verboten.

Auch hier ist die Koffeinmenge entscheidend.

Der Begriff Cold Brew sagt zunächst nur etwas über die Extraktionsmethode aus.

Cold-Brew-Konzentrat kann sogar besonders kräftig angesetzt werden und entsprechend viel Koffein pro Milliliter enthalten.

Deshalb sollte nicht angenommen werden:

Cold Brew = automatisch weniger Koffein.

Je nach Rezept und Portion kann das Gegenteil der Fall sein.

Hat Cold Brew weniger Koffein als normaler Kaffee?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Cold Brew kann als trinkfertiges Getränk oder als starkes Konzentrat hergestellt werden.

Ein trinkfertiger Cold Brew kann relativ mild sein.

Ein Cold-Brew-Konzentrat kann dagegen sehr kräftig sein.

Entscheidend sind unter anderem Kaffeemenge, Wassermenge, Extraktion und Portionsgröße.

Die Bezeichnung „Cold Brew“ allein reicht deshalb nicht aus, um den Koffeingehalt einzuschätzen.

Selbst gemachtes Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft

Bei selbst gemachtem Kaffeekonzentrat besteht eine besondere Schwierigkeit:

Der genaue Koffeingehalt ist normalerweise nicht bekannt.

Ein Rezept wie:

100 g Kaffee + 500 ml Wasser

beschreibt lediglich das Verhältnis zwischen Kaffee und Wasser.

Daraus lässt sich nicht zuverlässig berechnen, wie viele Milligramm Koffein beispielsweise in 50 ml des gefilterten Konzentrats enthalten sind.

Bohne, Extraktion und tatsächliche Flüssigkeitsausbeute spielen ebenfalls eine Rolle.

Wer während der Schwangerschaft seine Koffeinaufnahme möglichst genau kontrollieren möchte, hat mit einem Produkt mit klar ausgewiesenem Koffeingehalt oder mit entkoffeiniertem Kaffee deshalb einen praktischen Vorteil.

Ist Espresso-Konzentrat in der Schwangerschaft anders zu bewerten?

Grundsätzlich gilt dieselbe Regel.

Auch Espresso liefert Koffein.

Die EFSA nennt als groben Orientierungswert für einen Espresso von 60 ml etwa 80 mg Koffein. Eine Tasse Filterkaffee mit 200 ml wird mit ungefähr 90 mg angegeben.

Diese Zahlen zeigen gleichzeitig, warum die Größe des Getränks wenig aussagekräftig ist.

60 ml Espresso können ungefähr so viel Koffein liefern wie 200 ml Filterkaffee.

Bei einem Espresso-Konzentrat muss deshalb wiederum die tatsächliche Menge berücksichtigt werden.

Darf man jeden Tag Kaffeekonzentrat trinken?

Für die Schwangerschaft ist nicht primär entscheidend, ob Kaffeekonzentrat täglich oder nur gelegentlich getrunken wird.

Entscheidend ist die Koffeinaufnahme.

Wer beispielsweise täglich eine Portion verwendet, die 70 mg Koffein liefert, liegt allein damit deutlich unter 200 mg.

Weitere Koffeinquellen müssen allerdings hinzugerechnet werden.

Wer dagegen bereits mit einer Portion 180 oder 200 mg aufnimmt, hat für weitere koffeinhaltige Getränke kaum beziehungsweise keinen Spielraum mehr innerhalb dieser Orientierung.

Lieber unter 200 mg bleiben oder genau 200 mg ausschöpfen?

Die Angabe von 200 mg sollte als Obergrenze beziehungsweise Sicherheitsorientierung verstanden werden und nicht als tägliches Ziel.

Es gibt keinen Grund, während der Schwangerschaft jeden Tag möglichst exakt 200 mg Koffein zu konsumieren.

Wer beispielsweise mit einer kleineren Portion Kaffeekonzentrat zufrieden ist und dadurch nur 50 oder 80 mg aufnimmt, muss die Menge nicht erhöhen.

Die DGE empfiehlt koffeinhaltige Getränke während der Schwangerschaft generell nur in moderaten Mengen.

Warum wird Koffein in der Schwangerschaft begrenzt?

Die DGE verweist auf Studien, in denen eine dosisabhängige Verbindung zwischen der Koffeinaufnahme während der Schwangerschaft und fetalen Wachstumsverzögerungen beziehungsweise negativen Auswirkungen auf das Geburtsgewicht beobachtet wurde.

Aus diesem Grund wird während der Schwangerschaft eine niedrigere maximale Koffeinaufnahme empfohlen als für die allgemeine gesunde erwachsene Bevölkerung.

Für nicht schwangere gesunde Erwachsene nennt die EFSA bis zu 400 mg pro Tag als unbedenkliche Gesamtaufnahme.

Für Schwangere liegt die Orientierung dagegen bei:

maximal 200 mg pro Tag aus allen Quellen.

Kaffeekonzentrat im ersten Trimester

Die Empfehlung zur Begrenzung der Koffeinaufnahme gilt während der gesamten Schwangerschaft.

Es gibt deshalb keine allgemeine Regel, nach der beispielsweise im ersten Trimester vollständig auf Kaffee verzichtet werden muss und später automatisch höhere Mengen erlaubt wären.

Die Orientierung von bis zu 200 mg Koffein pro Tag gilt für die Schwangerschaft insgesamt.

Individuelle ärztliche Empfehlungen können davon abweichen.

Kaffeekonzentrat im zweiten und dritten Trimester

Auch später in der Schwangerschaft bleibt die gesamte Koffeinaufnahme entscheidend.

Die 200-mg-Orientierung wird nicht automatisch erhöht, nur weil das zweite oder dritte Trimester erreicht wurde.

Wer seine Kaffeegewohnheiten während der Schwangerschaft verändert, sollte deshalb weiterhin alle Koffeinquellen gemeinsam betrachten.

Muss man in der Schwangerschaft komplett auf Kaffee verzichten?

Nach den Empfehlungen von EFSA und DGE ist ein vollständiger Verzicht auf koffeinhaltigen Kaffee bei einer unkomplizierten Schwangerschaft nicht grundsätzlich erforderlich.

Stattdessen wird die Menge begrenzt.

Für Schwangere gilt als Orientierung:

bis zu 200 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen.

Wer vollständig auf Koffein verzichten möchte, kann natürlich entkoffeinierten Kaffee verwenden.

Was ist mit Kaffeekonzentrat bei Übelkeit?

Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft kann sich die Verträglichkeit von Kaffee verändern.

Geruch und Geschmack können plötzlich unangenehm wirken, und manche Schwangere reagieren empfindlicher auf Kaffee.

In diesem Fall gibt es keinen Grund, Kaffeekonzentrat weiterhin zu trinken.

Alternativ kann die Portion reduziert, stärker verdünnt oder auf entkoffeinierten Kaffee gewechselt werden.

Bei anhaltender starker Übelkeit oder Problemen mit der Flüssigkeits- beziehungsweise Nahrungsaufnahme sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Kann Kaffee Sodbrennen verstärken?

Kaffee kann bei manchen Menschen Magen-Darm-Beschwerden beziehungsweise Sodbrennen verstärken.

Da Sodbrennen während einer Schwangerschaft ohnehin häufiger auftreten kann, kann sich die persönliche Verträglichkeit verändern.

Hier gibt es keine optimale Kaffeekonzentrat-Dosierung, die für jede Schwangere funktioniert.

Wenn Kaffee Beschwerden auslöst, kann eine kleinere Portion oder ein Verzicht sinnvoller sein.

Ist Kaffeekonzentrat auf nüchternen Magen problematisch?

Das hängt vor allem von der individuellen Verträglichkeit ab.

Manche Menschen vertragen Kaffee nüchtern problemlos, andere reagieren mit Übelkeit, Magenbeschwerden oder Unwohlsein.

Während einer Schwangerschaft kann sich diese Verträglichkeit zusätzlich verändern.

Wer nach Kaffeekonzentrat auf nüchternen Magen Beschwerden bemerkt, kann es zusammen mit einer Mahlzeit trinken oder auf eine kleinere beziehungsweise entkoffeinierte Portion wechseln.

Ist Kaffeekonzentrat mit Milch in der Schwangerschaft erlaubt?

Grundsätzlich kann Kaffeekonzentrat mit Milch kombiniert werden.

Beispielsweise:

40 ml Kaffeekonzentrat + 200 ml Milch.

Die Milch reduziert allerdings nicht die absolute Koffeinmenge des Konzentrats.

Enthalten die verwendeten 40 ml beispielsweise 80 mg Koffein, enthält auch der fertige Milchkaffee diese 80 mg.

Bei Milch und Milchprodukten sollte während der Schwangerschaft außerdem auf geeignete beziehungsweise pasteurisierte Produkte geachtet werden.

Kaffeekonzentrat mit Hafermilch in der Schwangerschaft

Auch ein Getränk mit Haferdrink ist grundsätzlich möglich.

Beispielsweise:

40 ml Kaffeekonzentrat + 200 ml Haferdrink + Eis.

Die Koffeinmenge hängt wiederum ausschließlich von der verwendeten Kaffeebasis ab.

Der Haferdrink verdünnt den Geschmack, reduziert aber nicht die absolute Koffeinmenge.

Bei Fertigprodukten lohnt sich außerdem ein Blick auf Zucker und weitere Zutaten.

Was ist mit Iced Coffee in der Schwangerschaft?

Ob Kaffee warm oder kalt getrunken wird, verändert die grundlegende Koffeinbetrachtung nicht.

Ein Iced Coffee kann beispielsweise aus:

40 ml Konzentrat + 160 ml Wasser + Eis

bestehen.

Enthalten die 40 ml Konzentrat 80 mg Koffein, bleiben es auch nach Zugabe von Wasser und Eis insgesamt 80 mg.

Die Temperatur des Getränks macht daraus weder mehr noch weniger Koffein.

Kann man Kaffeekonzentrat stärker verdünnen?

Ja.

Das kann sinnvoll sein, wenn ein großes Getränk gewünscht wird.

Wer beispielsweise nur 30 ml Konzentrat verwenden möchte, kann daraus trotzdem einen 250-ml-Kaffee machen.

Beispielsweise:

30 ml Konzentrat + 220 ml Wasser.

Dadurch erhält man ein großes Getränk mit der Koffeinmenge der verwendeten 30 ml Konzentrat.

Das ist eine einfache Möglichkeit, die gewohnte Tassengröße beizubehalten und gleichzeitig weniger Konzentrat zu verwenden.

Zwei kleine Kaffees statt eines großen?

Auch hier zählt nur die Gesamtmenge.

Zwei Getränke mit jeweils 30 ml desselben Konzentrats enthalten zusammen genauso viel Koffein wie ein Getränk mit 60 ml Konzentrat.

Die Verteilung auf mehrere Tassen reduziert die gesamte Koffeinaufnahme deshalb nicht automatisch.

Für die Tagesbilanz werden alle Portionen addiert.

Einfache Tagesrechnung für Kaffeekonzentrat

Angenommen, ein Produkt enthält laut Hersteller:

160 mg Koffein pro 100 ml.

Eine Portion von 40 ml enthält:

64 mg Koffein.

Zwei solcher Getränke enthalten:

128 mg.

Kommt später beispielsweise eine Tasse schwarzer Tee mit ungefähr 45 bis 50 mg hinzu, liegt die Tagesaufnahme bereits bei ungefähr:

173 bis 178 mg Koffein.

Weitere Koffeinquellen müssten ebenfalls berücksichtigt werden.

Das Beispiel zeigt, warum die Tagesbilanz wichtiger ist als die Anzahl der Kaffeegetränke.

Praktischer Koffein-Rechner

Angabe auf dem Konzentrat

Portion

Koffein pro Portion

100 mg/100 ml

50 ml

50 mg

150 mg/100 ml

50 ml

75 mg

200 mg/100 ml

50 ml

100 mg

250 mg/100 ml

50 ml

125 mg

300 mg/100 ml

50 ml

150 mg

200 mg/100 ml

25 ml

50 mg

200 mg/100 ml

40 ml

80 mg

200 mg/100 ml

75 ml

150 mg

Die Tabelle zeigt gleichzeitig, wie stark sich Konzentrate unterscheiden können.

Was tun, wenn auf der Flasche kein Koffeingehalt steht?

Dann lässt sich die tatsächliche Koffeinaufnahme deutlich schwieriger einschätzen.

Die Zutatenliste oder die Nährwerttabelle gibt den Koffeingehalt nicht zwangsläufig an.

Möglicherweise stellt der Hersteller auf seiner Website oder über den Kundenservice weitere Informationen bereit.

Ist die genaue Kontrolle während der Schwangerschaft wichtig, kann ein Produkt mit klarer Koffeinangabe oder eine entkoffeinierte Alternative einfacher sein.

Was ist bei selbst gemachtem Cold Brew die sicherere Lösung?

Wer während der Schwangerschaft selbst Kaffeekonzentrat herstellen möchte und die Koffeinmenge möglichst niedrig halten möchte, kann entkoffeinierte Bohnen verwenden.

Ein einfaches Rezept:

Zutat

Menge

entkoffeinierter Kaffee, grob gemahlen

100 g

Wasser

500 ml

Extraktion

ca. 12–18 Stunden im Kühlschrank

Danach wird das Konzentrat gründlich gefiltert und gekühlt aufbewahrt.

Auch entkoffeinierter Kaffee kann noch geringe Restmengen Koffein enthalten, bietet aber eine Möglichkeit, die Koffeinaufnahme deutlich zu reduzieren.

Sollte man Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft wegen Zucker meiden?

Reines Kaffeekonzentrat aus Kaffee und Wasser benötigt keinen zugesetzten Zucker.

Problematischer können fertige Kaffeegetränke sein.

Ein Getränk aus:

Konzentrat + Wasser + Eis

kann ohne zugesetzten Zucker auskommen.

Bei:

Konzentrat + gesüßtem Pflanzendrink + Sirup + Sahne

sieht die Zusammensetzung völlig anders aus.

Deshalb sollte bei kommerziellen Konzentraten und fertigen Coffee Drinks zusätzlich die Zutaten- und Nährwerttabelle geprüft werden.

Sind Energy Drinks eine Alternative?

Nein.

Die DGE empfiehlt Schwangeren, auf Energy Drinks zu verzichten.

Neben dem erhöhten Koffeingehalt enthalten diese weitere Bestandteile wie beispielsweise Taurin, deren Wechselwirkungen nicht vollständig geklärt sind.

Wer während der Schwangerschaft weniger Kaffee trinken möchte, sollte Kaffeekonzentrat deshalb nicht einfach durch Energy Drinks ersetzen.

Kaffeekonzentrat und koffeinhaltige Nahrungsergänzungsmittel

Auch Koffein aus Nahrungsergänzungsmitteln zählt zur gesamten Tagesmenge.

Das gilt beispielsweise für Produkte, die Koffein oder Guarana enthalten.

Wer morgens Kaffeekonzentrat trinkt und zusätzlich ein koffeinhaltiges Supplement verwendet, muss beide Mengen zusammenrechnen.

Gerade in der Schwangerschaft sollten Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich gezielt und entsprechend ärztlicher beziehungsweise fachlicher Empfehlung eingesetzt werden.

Was ist bei gekauftem Kaffeekonzentrat wichtig?

Vor dem ersten Getränk lohnt sich ein Blick auf vier Angaben:

Information

Warum wichtig?

Koffeingehalt

entscheidend für die Tagesbilanz

empfohlene Portionsgröße

zeigt die vorgesehene Dosierung

Zutatenliste

zeigt zusätzliche Inhaltsstoffe

Lagerhinweis

wichtig nach dem Öffnen

Besonders hilfreich ist ein Produkt, bei dem der Koffeingehalt eindeutig pro Portion oder pro 100 ml angegeben wird.

Was ist bei selbst gemachtem Kaffeekonzentrat wichtig?

Bei selbst gemachtem Konzentrat ist die Zusammensetzung zwar sehr einfach, die Koffeinmenge dafür schwieriger exakt zu bestimmen.

Für eine möglichst kontrollierte Verwendung während der Schwangerschaft bieten sich deshalb drei Möglichkeiten an:

  1. kleinere Portionen verwenden,

  2. teilweise oder vollständig entkoffeinierte Bohnen verwenden,

  3. zusätzliche Koffeinquellen des Tages berücksichtigen.

Wer aufgrund einer individuellen medizinischen Situation besonders streng auf Koffein achten muss, sollte die persönliche Menge mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt oder der Hebamme abstimmen.

Typische Fehler bei Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft

Fehler

Warum problematisch?

Besser

nur die Tassengröße betrachten

sagt wenig über Koffein aus

Konzentratmenge und Koffeingehalt prüfen

200 mg zusätzlich zu anderem Kaffee einplanen

Grenze gilt für alle Quellen zusammen

Tagesgesamtmenge berechnen

Cold Brew für koffeinarm halten

kann stark konzentriert sein

konkreten Koffeingehalt prüfen

viel Wasser hinzufügen und Koffein als reduziert betrachten

absolute Menge bleibt gleich

weniger Konzentrat verwenden

selbst gemachtes Konzentrat exakt schätzen

Koffeingehalt schwer vorherzusagen

konservativ dosieren oder Decaf nutzen

Tee nicht mitzählen

enthält ebenfalls Koffein

in Tagesbilanz aufnehmen

Energy Drinks als Kaffeeersatz verwenden

DGE rät Schwangeren davon ab

andere Alternativen wählen

200 mg als Tagesziel verstehen

es handelt sich um eine Obergrenze

niedrigere Aufnahme ist ebenfalls möglich

Eine einfache Strategie für den Alltag

Wer auch während der Schwangerschaft nicht auf Kaffeekonzentrat verzichten möchte, kann die Verwendung sehr einfach strukturieren.

Zuerst wird geprüft, wie viel Koffein das Konzentrat pro 100 ml beziehungsweise pro Portion enthält.

Anschließend wird eine feste Portion gewählt.

Angenommen, diese Portion enthält 70 mg Koffein.

Dann bleiben rechnerisch innerhalb der 200-mg-Orientierung noch:

130 mg Koffein

für den restlichen Tag.

Diese Menge sollte nicht automatisch ausgeschöpft werden. Sie zeigt lediglich, wie viel Spielraum innerhalb der Orientierung theoretisch verbleibt.

Wer später Tee, Cola, Schokolade oder weiteren Kaffee konsumiert, berücksichtigt diese Quellen ebenfalls.

Analyse: Warum ist Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft etwas schwieriger als normaler Kaffee?

Das eigentliche Problem ist nicht das Kaffeekonzentrat als Produkt.

Es ist die Konzentration.

Bei einer normalen Tasse Filterkaffee gibt es zumindest grobe Orientierungswerte. Die EFSA nennt beispielsweise ungefähr 90 mg Koffein für 200 ml Filterkaffee und etwa 80 mg für 60 ml Espresso.

Kaffeekonzentrat besitzt dagegen keine einheitlich festgelegte Stärke.

50 ml eines Konzentrats können deshalb eine völlig andere Koffeinmenge liefern als 50 ml eines anderen Produkts.

Gleichzeitig wird Konzentrat häufig verdünnt.

Dadurch entsteht ein zweiter möglicher Irrtum: Ein großes Glas mit viel Wasser sieht nach einem schwachen Kaffee aus.

Für die Koffeinaufnahme spielt die Wassermenge aber keine entscheidende Rolle.

Wenn 40 ml Konzentrat 80 mg Koffein enthalten, bleiben es nach Zugabe von 200 ml Wasser weiterhin 80 mg.

Die sinnvollste Vorgehensweise während der Schwangerschaft besteht deshalb darin, vom Koffeingehalt rückwärts zur gewünschten Portion zu rechnen.

Ein kommerzielles Produkt mit klarer Koffeinangabe macht diese Berechnung besonders einfach.

Bei selbst gemachtem Konzentrat ist die Koffeinmenge schwieriger exakt zu bestimmen. Wer hier möglichst wenig Unsicherheit möchte, kann entkoffeinierte Bohnen verwenden oder zumindest einen Teil des normalen Kaffees durch entkoffeinierten Kaffee ersetzen.

Entscheidend bleibt die Tagesgesamtmenge.

EFSA und DGE orientieren sich für Schwangere an bis zu 200 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen.

Fazit

Kaffeekonzentrat muss während der Schwangerschaft nicht grundsätzlich gemieden werden. Entscheidend ist die Menge an Koffein.

Als Orientierung gelten für Schwangere:

maximal 200 mg Koffein pro Tag aus allen Quellen.

Dabei werden Kaffeekonzentrat, Filterkaffee, Espresso, Tee, Cola, Schokolade und andere koffeinhaltige Lebensmittel gemeinsam betrachtet.

Gerade bei Kaffeekonzentrat sollte man sich nicht von der kleinen Portionsgröße täuschen lassen.

50 ml Konzentrat können je nach Produkt eine sehr unterschiedliche Koffeinmenge enthalten.

Ist der Koffeingehalt angegeben, lässt sich die Portion einfach berechnen:

Koffein pro 100 ml × verwendete Menge ÷ 100 = Koffein pro Portion.

Enthält ein Produkt beispielsweise 200 mg Koffein pro 100 ml, liefern 50 ml davon 100 mg Koffein.

Wird diese Portion anschließend mit 150 oder 250 ml Wasser verdünnt, bleiben es insgesamt 100 mg.

Wer die Koffeinaufnahme reduzieren möchte, muss deshalb weniger Konzentrat verwenden und nicht lediglich mehr Wasser hinzufügen.

Eine praktische Alternative ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat. Es kann genauso für heißen Kaffee, Iced Coffee oder Iced Latte verwendet werden und ermöglicht eine deutlich niedrigere Koffeinaufnahme.

Die wichtigste Regel für Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft lautet daher:

Nicht die Größe der Tasse zählt, sondern wie viele Milligramm Koffein tatsächlich darin enthalten sind – und wie viel Koffein über den gesamten Tag aus allen Quellen zusammenkommt.