Ja, es gibt entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat. Es wird aus entkoffeinierten Kaffeebohnen hergestellt und kann grundsätzlich genauso verwendet werden wie normales Kaffeekonzentrat: für heißen Kaffee, Cold Brew, Iced Coffee, Iced Latte, Eiskaffee oder andere Kaffeegetränke.
Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat ist besonders interessant für Menschen, die den Geschmack und die schnelle Zubereitung eines Konzentrats nutzen möchten, aber ihre Koffeinaufnahme reduzieren wollen. Auch für Kaffee am Nachmittag oder Abend kann eine entkoffeinierte Variante praktisch sein.
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen entkoffeiniert und vollständig koffeinfrei. Entkoffeinierter Kaffee kann noch geringe Restmengen Koffein enthalten.
Was ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat?
Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat ist zunächst ganz normales Kaffeekonzentrat – mit einem entscheidenden Unterschied:
Für die Herstellung werden entkoffeinierte Kaffeebohnen verwendet.
Ein einfaches Konzentrat besteht beispielsweise lediglich aus:
entkoffeiniertem Kaffee + Wasser.
Das Prinzip ist damit dasselbe wie bei einem koffeinhaltigen Konzentrat.
Der Kaffee wird relativ kräftig extrahiert und anschließend portionsweise verwendet.
Aus beispielsweise 50 ml Konzentrat kann durch Zugabe von Wasser oder Milch ein deutlich größeres Getränk entstehen.
Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat komplett koffeinfrei?
Nicht zwangsläufig.
Der Begriff „entkoffeiniert“ bedeutet nicht automatisch, dass überhaupt kein Koffein mehr vorhanden ist.
Nach der Entkoffeinierung können geringe Restmengen zurückbleiben.
Deshalb ist die Bezeichnung entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat genauer als „koffeinfreies Kaffeekonzentrat“.
Das ist insbesondere dann relevant, wenn die Koffeinaufnahme aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen sehr genau kontrolliert werden soll.
Warum gibt es überhaupt Koffein in entkoffeiniertem Kaffee?
Kaffeebohnen enthalten natürlicherweise Koffein.
Bei entkoffeiniertem Kaffee wird ein sehr großer Teil dieses Koffeins bereits vor dem Rösten aus den Bohnen entfernt.
Der Prozess entfernt jedoch nicht zwingend jedes einzelne Koffeinmolekül.
Das bedeutet:
Normaler Kaffee → natürlicher Koffeingehalt
Entkoffeinierter Kaffee → Koffein weitgehend entfernt
Aus diesen entkoffeinierten Bohnen kann anschließend genauso Kaffee oder Kaffeekonzentrat hergestellt werden.
Kann man entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat kaufen?
Ja. Es gibt sowohl fertige entkoffeinierte Kaffee- und Cold-Brew-Konzentrate als auch Produkte, die ausdrücklich als Decaf Coffee Concentrate angeboten werden.
Das Angebot ist allerdings je nach Markt und Händler kleiner als bei normalem koffeinhaltigem Kaffeekonzentrat.
Bei der Suche können Begriffe wie:
Decaf Coffee Concentrate
oder:
Decaf Cold Brew Concentrate
hilfreich sein.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob es sich tatsächlich um ein Konzentrat handelt oder lediglich um einen trinkfertigen entkoffeinierten Cold Brew.
Decaf Cold Brew und Decaf Cold Brew Concentrate sind nicht dasselbe
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Ein Decaf Cold Brew kann bereits auf Trinkstärke zubereitet sein.
Er wird dann direkt aus der Flasche beziehungsweise Dose getrunken.
Ein Decaf Cold Brew Concentrate ist dagegen eine konzentrierte Kaffeebasis.
Diese wird beispielsweise mit Wasser oder Milch verdünnt.
Produkt | Verwendung |
|---|---|
Decaf Coffee | normaler entkoffeinierter Kaffee |
Decaf Cold Brew | häufig trinkfertiger kalter Kaffee |
Decaf Cold Brew Concentrate | konzentrierte Cold-Brew-Basis |
Decaf Coffee Concentrate | allgemeines entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat |
Beim Kauf sollte deshalb die Zubereitungsempfehlung auf der Verpackung beachtet werden.
Kann man entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat selber machen?
Ja. Das ist sogar ausgesprochen einfach.
Wer bereits normales Kaffeekonzentrat selbst herstellt, muss im Grunde nur die Bohnen austauschen.
Statt normaler Kaffeebohnen werden entkoffeinierte Kaffeebohnen verwendet.
Ein einfaches Cold-Brew-Konzentrat kann beispielsweise so angesetzt werden:
Zutat | Menge |
|---|---|
entkoffeinierter Kaffee | 100 g |
Wasser | 500 ml |
Brühverhältnis | 1:5 |
Der Kaffee sollte für Cold Brew relativ grob gemahlen sein.
Kaffee und Wasser werden miteinander vermischt und anschließend etwa 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank extrahiert.
Danach wird das Kaffeemehl gründlich herausgefiltert.
Das fertige Decaf-Konzentrat wird in ein sauberes, verschließbares Gefäß gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt.
Schritt für Schritt: Decaf-Kaffeekonzentrat selber machen
Für ungefähr 500 ml eingesetztes Wasser werden zunächst 100 g entkoffeinierte Kaffeebohnen grob gemahlen.
Anschließend kommen Kaffee und 500 ml kaltes Wasser in ein ausreichend großes Gefäß.
Alles wird vorsichtig vermischt, sodass das gesamte Kaffeemehl mit Wasser in Kontakt kommt.
Das Gefäß wird verschlossen beziehungsweise abgedeckt und in den Kühlschrank gestellt.
Nach ungefähr 12 bis 18 Stunden wird der Kaffee gründlich gefiltert.
Dabei ist wichtig zu berücksichtigen, dass die fertige Flüssigkeitsmenge unter 500 ml liegen kann. Das Kaffeemehl nimmt während der Extraktion einen Teil des Wassers auf.
Das fertige Konzentrat kann anschließend portionsweise verwendet werden.
Warum eignet sich Cold Brew besonders gut dafür?
Cold Brew ist für selbst gemachtes Kaffeekonzentrat praktisch, weil keine Espressomaschine oder spezielle Kaffeemaschine benötigt wird.
Notwendig sind lediglich:
Kaffeebohnen, Wasser, ein Gefäß und ein Filter.
Das funktioniert mit koffeinhaltigen und entkoffeinierten Bohnen gleichermaßen.
Außerdem kann direkt eine größere Menge vorbereitet werden.
Wer beispielsweise morgens regelmäßig einen Decaf Iced Coffee trinken möchte, muss dadurch nicht jeden Tag Kaffee neu zubereiten.
Kann man Decaf-Konzentrat mit der French Press herstellen?
Ja.
Eine French Press eignet sich ebenfalls sehr gut.
Ein mögliches Rezept:
100 g grob gemahlener entkoffeinierter Kaffee + 500 ml Wasser.
Beides kommt in die French Press.
Die Mischung wird anschließend für etwa 12 bis 18 Stunden abgedeckt im Kühlschrank extrahiert.
Danach wird der Stempel langsam heruntergedrückt.
Das Konzentrat sollte anschließend in ein separates sauberes Gefäß umgefüllt werden.
Wer weniger feine Kaffeepartikel im Getränk möchte, kann zusätzlich durch einen Papierfilter filtern.
Kann man entkoffeiniertes Konzentrat mit einer Kaffeemaschine herstellen?
Grundsätzlich ja.
Auch mit entkoffeiniertem Kaffee kann eine kräftige Kaffeebasis hergestellt werden.
Bei einer Filterkaffeemaschine kann innerhalb der vom Hersteller vorgesehenen Kapazitäten ein kräftigeres Verhältnis zwischen Kaffee und Wasser gewählt werden.
Das Ergebnis unterscheidet sich geschmacklich allerdings von Cold-Brew-Konzentrat.
Es handelt sich dann um eine heiß extrahierte entkoffeinierte Kaffeebasis.
Für kalte Getränke sollte sie anschließend zunächst abgekühlt werden.
Kann man entkoffeiniertes Konzentrat mit einem Kaffeevollautomaten machen?
Auch das ist möglich.
Viele Kaffeevollautomaten können entkoffeinierten Kaffee verarbeiten, beispielsweise über ein separates Fach für vorgemahlenen Kaffee.
Dabei müssen die Bedienungsanleitung und die zulässige Menge des jeweiligen Geräts beachtet werden.
Alternativ können entkoffeinierte Bohnen verwendet werden, wenn das Bohnenfach entsprechend befüllt wird.
Mehrere kurze kräftige Kaffee- beziehungsweise Espressobezüge können anschließend als vorbereitete Kaffeebasis dienen.
Das Ergebnis ist allerdings nicht dasselbe wie ein klassisches Cold-Brew-Konzentrat.
Wie verwendet man entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat?
Grundsätzlich genauso wie die koffeinhaltige Variante.
Ein guter Ausgangspunkt für schwarzen Kaffee ist beispielsweise:
50 ml Decaf-Konzentrat + 150 ml Wasser.
Das entspricht einem Mischverhältnis von 1:3.
Für einen milderen Kaffee können 200 ml Wasser verwendet werden.
Für einen kräftigeren Kaffee beispielsweise nur 100 ml.
Wie immer hängt das optimale Verhältnis von der tatsächlichen Stärke des Konzentrats ab.
Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat heiß trinken
Decaf-Konzentrat muss nicht ausschließlich für kalte Getränke verwendet werden.
Für einen heißen Kaffee können beispielsweise:
50 ml entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat + 150 ml heißes Wasser
kombiniert werden.
Das Konzentrat muss dafür nicht separat aufgekocht werden.
Das heiße Wasser erwärmt die Kaffeebasis und verdünnt sie gleichzeitig auf Trinkstärke.
Damit lässt sich innerhalb weniger Sekunden ein heißer entkoffeinierter Kaffee zubereiten.
Decaf Iced Coffee mit Kaffeekonzentrat
Für einen einfachen entkoffeinierten Iced Coffee werden nur drei Zutaten benötigt:
Zutat | Menge |
|---|---|
Decaf-Kaffeekonzentrat | 50 ml |
kaltes Wasser | 150 ml |
Eis | nach Bedarf |
Alle Zutaten werden in einem Glas kombiniert.
Wer einen stärkeren Kaffee bevorzugt, reduziert zunächst die Wassermenge.
Für einen milderen Iced Coffee kann entsprechend mehr Wasser verwendet werden.
Entkoffeinierter Iced Latte
Für einen Decaf Iced Latte eignet sich beispielsweise:
60 ml entkoffeiniertes Konzentrat + 180 ml Milch + Eis.
Alternativ kann ein Pflanzendrink verwendet werden.
Mit Haferdrink entsteht beispielsweise:
60 ml Decaf-Konzentrat + 180 ml Haferdrink + Eis.
Damit lässt sich ein Iced Latte zubereiten, der deutlich weniger Koffein enthält als eine vergleichbare Variante aus normalem Kaffeekonzentrat.
Entkoffeinierter Milchkaffee
Auch warmer Milchkaffee ist möglich.
Ein einfaches Rezept:
60 ml Decaf-Konzentrat + 180 ml warme Milch.
Wer Milchschaum bevorzugt, kann einen Teil der Milch aufschäumen.
Für eine vegane Variante wird Kuhmilch einfach durch einen geeigneten Pflanzendrink ersetzt.
Besonders Hafer- und Sojadrinks werden häufig für Kaffeegetränke verwendet.
Kann man Decaf-Konzentrat pur trinken?
Grundsätzlich kann ein Konzentrat je nach Produkt auch pur probiert werden.
Geschmacklich kann es jedoch ausgesprochen intensiv sein.
Die Tatsache, dass ein Konzentrat entkoffeiniert ist, bedeutet nicht, dass es geschmacklich schwach sein muss.
Hier sollte zwischen zwei Eigenschaften unterschieden werden:
Koffeinstärke
und
Geschmacksintensität.
Ein Decaf-Konzentrat kann sehr kräftig und intensiv schmecken und trotzdem nur einen kleinen Teil des Koffeins eines normalen Konzentrats enthalten.
Schmeckt entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat anders?
Das hängt stark von den verwendeten Bohnen und dem Entkoffeinierungsverfahren ab.
Moderne entkoffeinierte Kaffees können geschmacklich sehr nah an koffeinhaltigen Kaffees liegen.
Wie bei normalem Kaffee spielen insbesondere Bohnenqualität, Herkunft, Röstung, Mahlgrad und Extraktion eine Rolle.
Ein hochwertiger Decaf kann beispielsweise Aromen besitzen, die an:
Schokolade, Nüsse, Karamell oder Früchte
erinnern.
Die Geschmacksqualität hängt deshalb nicht allein davon ab, ob Koffein entfernt wurde.
Ist entkoffeinierter Kaffee weniger kräftig?
Nicht zwangsläufig.
Koffein und geschmackliche Stärke sind nicht dasselbe.
Ein dunkel gerösteter entkoffeinierter Kaffee kann ausgesprochen kräftig und röstig schmecken.
Ein heller koffeinhaltiger Kaffee kann dagegen sensorisch wesentlich leichter wirken.
Für ein Kaffeekonzentrat ist deshalb vor allem wichtig, einen Decaf zu wählen, dessen Geschmacksprofil zur späteren Verwendung passt.
Welche Bohnen eignen sich für Decaf-Kaffeekonzentrat?
Für Milchgetränke eignen sich häufig entkoffeinierte Kaffees mit schokoladigen, nussigen oder karamelligen Geschmacksprofilen.
Sie bleiben auch nach Zugabe von Milch oder Haferdrink gut wahrnehmbar.
Für schwarzen Cold Brew können dagegen auch fruchtigere oder leichtere Röstungen interessant sein.
Eine praktische Orientierung:
Geschmacksprofil | Besonders geeignet für |
|---|---|
schokoladig | Iced Latte, Milchkaffee |
nussig | Haferdrink, Frappé |
karamellig | Iced Latte, Eiskaffee |
kräftig-röstig | Milchgetränke |
fruchtig | schwarzer Cold Brew |
ausgewogen | universelle Verwendung |
Welche Entkoffeinierungsverfahren gibt es?
Koffein kann auf unterschiedliche Weise aus grünen Kaffeebohnen entfernt werden.
Je nach Hersteller und Kaffee kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.
Bekannt sind unter anderem Verfahren, bei denen Wasser, Kohlendioxid oder geeignete Lösungsmittel eingesetzt werden.
Bei hochwertigen Decaf-Kaffees wird das verwendete Verfahren teilweise ausdrücklich angegeben.
Für die spätere Herstellung des Konzentrats ändert sich dadurch grundsätzlich nichts: Die bereits entkoffeinierten Bohnen werden geröstet, gemahlen und anschließend wie andere Kaffeebohnen extrahiert.
Was bedeutet Swiss Water bei Decaf?
Swiss Water ist die Bezeichnung für ein wasserbasiertes Verfahren zur Entkoffeinierung von Kaffee.
Bei entsprechenden Kaffees wird häufig ausdrücklich mit „Swiss Water Process“ geworben.
Für Verbraucher kann das ein zusätzliches Auswahlkriterium sein.
Für die Herstellung eines Kaffeekonzentrats werden die entkoffeinierten Bohnen anschließend genauso verwendet wie andere Decaf-Bohnen.
Ein Swiss-Water-Decaf kann deshalb beispielsweise grob gemahlen und für ein Cold-Brew-Konzentrat verwendet werden.
Was ist CO₂-entkoffeinierter Kaffee?
Bei einem weiteren Verfahren wird Kohlendioxid eingesetzt, um Koffein aus den grünen Kaffeebohnen zu lösen.
Auch solche Bohnen können anschließend geröstet und für normales Kaffeekonzentrat verwendet werden.
Das Entkoffeinierungsverfahren bestimmt also nicht die spätere Zubereitungsart.
Aus CO₂-entkoffeinierten Bohnen kann genauso Filterkaffee, Espresso oder Cold-Brew-Konzentrat hergestellt werden.
Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat für abends geeignet?
Für Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, kann Decaf-Konzentrat eine interessante Alternative für den Nachmittag oder Abend sein.
Normales Kaffeekonzentrat kann aufgrund seiner Konzentration eine relevante Koffeinmenge enthalten.
Bei entkoffeiniertem Konzentrat ist diese Menge deutlich reduziert.
Da aber auch Decaf geringe Restmengen enthalten kann und die individuelle Empfindlichkeit unterschiedlich ist, ist „entkoffeiniert“ nicht mit „garantiert ohne jede Wirkung auf den Schlaf“ gleichzusetzen.
Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat in der Schwangerschaft interessant?
Ja, gerade während der Schwangerschaft kann Decaf-Konzentrat eine praktische Alternative sein.
Für Schwangere wird empfohlen, die gesamte Koffeinaufnahme zu begrenzen. Wer den Geschmack von Kaffee beziehungsweise Kaffeekonzentrat weiterhin genießen möchte, kann durch entkoffeinierten Kaffee die Koffeinaufnahme deutlich reduzieren.
Auch Decaf kann allerdings geringe Restmengen Koffein enthalten.
Wer seine tägliche Aufnahme genau kontrollieren möchte, sollte deshalb die Herstellerangaben des verwendeten Kaffees beziehungsweise Konzentrats berücksichtigen.
Kann man normales und entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat kombinieren?
Ja.
Das ist eine interessante Zwischenlösung für Menschen, die ihre Koffeinaufnahme reduzieren, aber nicht vollständig auf normalen Kaffee verzichten möchten.
Angenommen, ein Getränk wird normalerweise mit:
60 ml normalem Kaffeekonzentrat
zubereitet.
Stattdessen könnte eine Mischung aus normalem und entkoffeiniertem Konzentrat verwendet werden.
Beispielsweise:
30 ml normales Konzentrat + 30 ml Decaf-Konzentrat.
Anschließend kommen beispielsweise 180 ml Wasser oder Milch hinzu.
Wie viel Koffein dadurch tatsächlich eingespart wird, hängt vom Koffeingehalt beider Konzentrate ab.
Kann man einen Half-Caf Cold Brew herstellen?
Ja.
Statt zwei fertige Konzentrate zu mischen, können bereits die Bohnen kombiniert werden.
Für ein 1:5-Konzentrat könnten beispielsweise:
50 g normale Kaffeebohnen
und
50 g entkoffeinierte Kaffeebohnen
mit:
500 ml Wasser
kombiniert werden.
Damit entsteht ein sogenannter Half-Caf-Ansatz.
Die genaue Koffeinmenge lässt sich daraus allerdings nicht einfach halbgenau berechnen, weil Koffeingehalt und Extraktion der verwendeten Kaffees variieren.
Das Mischungsverhältnis bietet daher eine praktische, aber keine analytisch exakte Kontrolle.
Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat zuckerfrei?
Koffeingehalt und Zuckergehalt sind zwei unterschiedliche Eigenschaften.
Ein selbst gemachtes Decaf-Konzentrat aus:
entkoffeiniertem Kaffee + Wasser
benötigt keinen zugesetzten Zucker.
Bei einem gekauften Produkt können dagegen weitere Zutaten enthalten sein.
Deshalb sollte die Zutatenliste geprüft werden.
Ein Produkt kann gleichzeitig:
entkoffeiniert, ungesüßt und vegan
sein – diese drei Eigenschaften sind aber voneinander unabhängig.
Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat vegan?
Ein reines Decaf-Konzentrat aus entkoffeiniertem Kaffee und Wasser ist vegan.
Tierische Zutaten werden dafür nicht benötigt.
Bei Fertigprodukten mit Milch, Sahne oder anderen Zusätzen kann das anders aussehen.
Wer ein veganes Produkt sucht, sollte deshalb wiederum die Zutatenliste beziehungsweise eine entsprechende Kennzeichnung prüfen.
Hat Decaf-Kaffeekonzentrat weniger Kalorien?
Nicht aufgrund der Entkoffeinierung.
Koffein trägt nicht wesentlich zu den Kalorien eines Kaffeegetränks bei.
Ein schwarzes Konzentrat aus Kaffee und Wasser ist unabhängig davon, ob koffeinhaltige oder entkoffeinierte Bohnen verwendet werden, sehr kalorienarm.
Die meisten zusätzlichen Kalorien entstehen erst durch Zutaten wie Milch, Pflanzendrink, Zucker, Sirup, Sahne oder Eiscreme.
Kann man Decaf-Konzentrat für Protein Coffee verwenden?
Ja.
Ein einfaches Rezept wäre:
50 ml entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat + 250 ml Proteinshake + Eis.
Damit lässt sich ein Protein Iced Coffee mit deutlich weniger Koffein herstellen.
Das kann insbesondere interessant sein, wenn Protein Coffee am Nachmittag oder Abend getrunken wird.
Die Nährwerte des fertigen Getränks hängen hauptsächlich vom verwendeten Proteinshake beziehungsweise Proteinpulver ab.
Kann man Decaf Coffee Tonic machen?
Auch das funktioniert.
Ein mögliches Rezept:
50 ml Decaf-Kaffeekonzentrat + 150 ml Tonic Water + Eis.
Geschmacklich funktioniert die Kombination ähnlich wie mit normalem Kaffeekonzentrat.
Wer zusätzlich Zucker reduzieren möchte, kann ein geeignetes zuckerfreies Tonic Water verwenden.
Kann man entkoffeinierten Eiskaffee machen?
Ja.
Ein Decaf-Eiskaffee kann beispielsweise aus:
60 ml Decaf-Konzentrat + 180 ml Milch + 2 Kugeln Vanilleeis
bestehen.
Für eine vegane Variante können Haferdrink und veganes Vanilleeis verwendet werden.
Damit lässt sich auch klassischer Eiskaffee mit deutlich weniger Koffein zubereiten.
Wie lange hält entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat?
Für selbst gemachtes Decaf-Konzentrat gelten grundsätzlich dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für normales selbst gemachtes Kaffeekonzentrat.
Nach der Herstellung sollte es in ein sauberes, verschlossenes Gefäß gefüllt und im Kühlschrank gelagert werden.
Es ist sinnvoll, kleinere Mengen herzustellen und diese zeitnah zu verbrauchen, statt sehr große Vorräte über lange Zeit einzuplanen.
Bei kommerziellen Produkten gelten die Lager- und Verbrauchshinweise des Herstellers.
Kann man Decaf-Konzentrat einfrieren?
Ja.
Eine praktische Möglichkeit besteht darin, das Konzentrat portionsweise in geeigneten Eiswürfelformen einzufrieren.
Die gefrorenen Portionen können später beispielsweise für Iced Coffee oder Iced Latte verwendet werden.
Dadurch lässt sich überschüssiges selbst gemachtes Konzentrat sinnvoll portionieren.
Normales oder entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat?
Beide Varianten haben ihre Berechtigung.
Eigenschaft | Normales Konzentrat | Decaf-Konzentrat |
|---|---|---|
Kaffeegeschmack | ja | ja |
Koffein | deutlich vorhanden | stark reduziert |
Restkoffein möglich | – | ja |
heiß verwendbar | ja | ja |
kalt verwendbar | ja | ja |
Iced Latte | ja | ja |
Cold Brew | ja | ja |
selbst herstellbar | ja | ja |
mit Pflanzenmilch kombinierbar | ja | ja |
für koffeinbewusste Ernährung | Dosierung wichtig | besonders interessant |
Geschmacklich muss Decaf heute nicht automatisch die schlechtere Alternative sein.
Die Qualität der Bohnen und der Zubereitung bleibt entscheidend.
Für wen eignet sich entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat besonders?
Decaf-Konzentrat ist vor allem interessant für Menschen, die gerne mehrere Kaffeegetränke am Tag trinken, aber ihre Koffeinaufnahme reduzieren möchten.
Auch für Kaffee am späten Nachmittag oder Abend ist es eine praktische Option.
Während einer Schwangerschaft kann Decaf ebenfalls helfen, die tägliche Koffeinaufnahme deutlich leichter zu begrenzen.
Außerdem eignet es sich für Menschen, die den Geschmack von Kaffee mögen, aber empfindlich auf größere Koffeinmengen reagieren.
Typische Fehler bei entkoffeiniertem Kaffeekonzentrat
Fehler | Bessere Einordnung |
|---|---|
Decaf mit komplett koffeinfrei gleichsetzen | geringe Restmengen können vorhanden sein |
Decaf für geschmacklich schwach halten | Koffein und Geschmacksintensität sind nicht dasselbe |
Decaf Cold Brew mit Konzentrat gleichsetzen | Cold Brew kann auch trinkfertig sein |
nur nach „Cold Brew“ suchen | gezielt nach „Decaf Concentrate“ suchen |
gekaufte Produkte automatisch für ungesüßt halten | Zutatenliste prüfen |
Decaf automatisch für vegan halten | bei Zusätzen Zutaten kontrollieren |
Konzentrat wie normalen Kaffee dosieren | vorgesehene Verdünnung beachten |
selbst gemachtes Konzentrat lange ungekühlt stehen lassen | im Kühlschrank extrahieren und lagern |
Ein einfaches Decaf-Grundrezept für den Alltag
Wer entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat regelmäßig verwenden möchte, kann mit einem sehr einfachen Grundrezept starten:
100 g entkoffeinierter Kaffee
mit:
500 ml Wasser.
Der Kaffee wird grob gemahlen und mit dem Wasser vermischt.
Anschließend extrahiert die Mischung ungefähr 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank.
Danach wird gründlich gefiltert.
Für eine erste Tasse können beispielsweise:
50 ml Decaf-Konzentrat + 150 ml Wasser
verwendet werden.
Für einen Iced Latte:
60 ml Decaf-Konzentrat + 180 ml Milch oder Haferdrink + Eis.
Ist der Kaffee zu kräftig, wird mehr zusätzliche Flüssigkeit verwendet. Ist er zu mild, kann beim nächsten Getränk die Verdünnung reduziert werden.
Analyse: Ist entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat eine echte Alternative?
Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat ist mehr als nur eine Notlösung für Menschen, die kein Koffein trinken möchten.
Das Grundprinzip eines Konzentrats bleibt vollständig erhalten.
Eine kleine Menge kräftiger Kaffeebasis kann vorbereitet und später flexibel mit Wasser, Milch oder Pflanzendrink kombiniert werden.
Der entscheidende Unterschied liegt lediglich darin, dass die verwendeten Bohnen vorher entkoffeiniert wurden.
Dadurch lässt sich beispielsweise morgens ein normaler koffeinhaltiger Kaffee trinken und am Nachmittag auf Decaf-Konzentrat wechseln, ohne die grundsätzliche Zubereitung verändern zu müssen.
Besonders interessant ist das für Cold Brew.
Wer normalerweise ein Konzentrat aus:
100 g Kaffee + 500 ml Wasser
herstellt, kann das Rezept praktisch unverändert übernehmen und lediglich entkoffeinierte Bohnen verwenden.
Auch Mischformen sind möglich.
Mit normalen und entkoffeinierten Bohnen lässt sich ein Half-Caf-Konzentrat herstellen, wenn die Koffeinaufnahme lediglich reduziert und nicht möglichst weit minimiert werden soll.
Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass „entkoffeiniert“ nicht gleichbedeutend mit absolut koffeinfrei ist.
Wer die Koffeinaufnahme sehr genau überwachen muss, sollte deshalb konkrete Herstellerangaben berücksichtigen.
Fazit
Entkoffeiniertes Kaffeekonzentrat gibt es sowohl als fertiges Produkt als auch als sehr einfach selbst herstellbare Variante.
Für selbst gemachtes Decaf-Cold-Brew-Konzentrat werden lediglich:
100 g grob gemahlener entkoffeinierter Kaffee + 500 ml Wasser
benötigt.
Die Mischung kann etwa 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank extrahieren und wird anschließend gefiltert.
Das fertige Konzentrat lässt sich genauso verwenden wie normales Kaffeekonzentrat.
Für schwarzen Kaffee beispielsweise:
50 ml Decaf-Konzentrat + 150 ml Wasser.
Für einen Iced Latte:
60 ml Decaf-Konzentrat + 180 ml Milch oder Haferdrink + Eis.
Der große Vorteil liegt darin, dass der kräftige Kaffeegeschmack und die praktische Zubereitung eines Konzentrats erhalten bleiben, während die Koffeinaufnahme deutlich reduziert werden kann.
Vollständig koffeinfrei ist entkoffeinierter Kaffee allerdings nicht zwangsläufig. Geringe Restmengen Koffein können weiterhin vorhanden sein.
Wer möglichst wenig Koffein konsumieren möchte, kann deshalb gezielt nach Decaf Coffee Concentrate oder Decaf Cold Brew Concentrate suchen beziehungsweise sein Konzentrat aus hochwertigen entkoffeinierten Bohnen selbst herstellen.
Die kurze Antwort lautet damit:
Ja – Kaffeekonzentrat funktioniert auch entkoffeiniert und lässt sich praktisch genauso vielseitig einsetzen wie die koffeinhaltige Variante.

