Für die De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B ist ein Mahlgrad im Bereich von etwa Stufe 3 bis 5 für viele Kaffeebohnen ein guter Ausgangspunkt. Für kräftigen Espresso würden wir eher bei 3 bis 4 beginnen, für Café Crema ungefähr bei 4 bis 6. Den einen perfekten Mahlgrad gibt es allerdings nicht, da Röstung, Bohnen und gewünschtes Getränk die optimale Einstellung beeinflussen.
Die Magnifica S besitzt ein integriertes Kegelmahlwerk mit 13 Mahlgradstufen. Dabei gilt grundsätzlich:
Kleine Zahl = feiner Mahlgrad
Große Zahl = gröberer Mahlgrad
Wichtig: Den Mahlgrad sollte man nur bei laufendem Mahlwerk verändern und immer nur schrittweise anpassen.
Unsere Startwerte:
Getränk | Empfohlener Startbereich |
|---|---|
Espresso | 3–5 |
Kräftiger Espresso | 3–4 |
Café Crema | 4–6 |
Längerer Kaffee | 4–6 |
Cappuccino-Basis | 3–5 |
Diese Werte sind keine festen Vorgaben. Entscheidend ist am Ende, wie der Kaffee schmeckt und wie er aus dem Kaffeeauslauf fließt.
Wie viele Mahlgrade hat die De’Longhi Magnifica S?
Das Mahlwerk der Magnifica S bietet 13 Einstellstufen.
Dadurch kann die Feinheit des gemahlenen Kaffees relativ genau an die verwendeten Bohnen angepasst werden.
Die Einstellung erfolgt direkt am Mahlgradregler im Bohnenbehälter.
Je kleiner die eingestellte Zahl wird, desto feiner werden die Bohnen gemahlen.
Vereinfacht:
Einstellung | Mahlgrad |
|---|---|
niedrige Zahl | fein |
mittlere Zahl | mittel |
hohe Zahl | grob |
Das bedeutet allerdings nicht:
Stufe 1 = bester Kaffee.
Ein zu feiner Mahlgrad kann genauso problematisch sein wie ein zu grober.
Welcher Mahlgrad ist bei der Magnifica S ideal?
Für viele klassische Espresso- und Vollautomatenröstungen würden wir zunächst ungefähr mit:
Stufe 4
beginnen.
Diese Einstellung liegt bereits im eher feinen Bereich und ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Anpassungen.
Anschließend sollte man mehrere Kaffees zubereiten und auf zwei Dinge achten:
Wie läuft der Kaffee aus dem Auslauf?
und
Wie schmeckt er?
Erst danach wird entschieden, ob feiner oder gröber gemahlen werden sollte.
Unsere Mahlgrad-Empfehlung nach Getränk
Wer einen konkreten Startpunkt sucht, kann sich an folgenden Werten orientieren:
Getränk | Mahlgrad | Ziel |
|---|---|---|
Espresso | 3–5 | kräftig und konzentriert |
Kräftiger Espresso | 3–4 | intensive Extraktion |
Café Crema | 4–6 | ausgewogen bei größerer Wassermenge |
Schwarzer Kaffee | 4–6 | ausgewogen |
Americano-Basis | 3–5 | kräftiger kurzer Kaffee |
Cappuccino-Basis | 3–5 | kräftig genug für Milch |
Für einen neuen Beutel Bohnen würden wir also nicht direkt auf Stufe 1 wechseln.
Stufe 4 ist für uns ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Welcher Mahlgrad ist für Espresso ideal?
Espresso benötigt normalerweise einen eher feinen Mahlgrad.
Bei der Magnifica S würden wir ungefähr:
Stufe 3 bis 5
ausprobieren.
Für einen kräftigen Espresso kann man beispielsweise mit:
Mahlgrad 4
hoher Kaffeestärke
etwa 30 bis 40 ml Wasser
mittel-hoher Temperatur
starten.
Anschließend wird probiert.
Ist der Espresso bereits kräftig, aromatisch und ausgewogen, muss nichts verändert werden.
Welcher Mahlgrad für Café Crema?
Für Café Crema würden wir etwas gröber beginnen:
ungefähr Stufe 4 bis 6.
Der Grund ist die größere Getränkemenge.
Bei einem Espresso laufen beispielsweise nur etwa 30 bis 40 ml Wasser durch das Kaffeemehl.
Bei einem Café Crema können es ungefähr 100 bis 120 ml sein.
Bei einer größeren Wassermenge und gleichzeitig extrem feinem Mahlgrad kann die Extraktion unnötig lang werden.
Das kann Bitterkeit verstärken.
Welcher Mahlgrad für Cappuccino?
Für Cappuccino ist vor allem eine kräftige Espresso-Basis wichtig.
Milch reduziert die wahrgenommene Intensität des Kaffees.
Deshalb würden wir für die Espresso-Basis ungefähr:
Mahlgrad 3 bis 5
verwenden.
Dazu eine eher hohe Kaffeestärke und ungefähr 30 bis 40 ml Getränkemenge.
Anschließend wird die Milch mit der manuellen Dampfdüse der Magnifica S aufgeschäumt.
Muss der Mahlgrad für jedes Getränk verändert werden?
Nein.
Das würden wir sogar vermeiden.
Wer morgens Espresso und nachmittags Café Crema trinkt, muss nicht ständig am Mahlgradregler drehen.
Besser ist es, einen Mahlgrad zu finden, der gut mit den verwendeten Bohnen funktioniert.
Beispielsweise:
Mahlgrad 4 oder 5.
Anschließend werden Kaffeestärke und Wassermenge an das jeweilige Getränk angepasst.
Der Mahlgrad sollte eher auf die verwendeten Bohnen abgestimmt werden als bei jeder Tasse neu eingestellt werden.
Wie stellt man den Mahlgrad bei der Magnifica S ein?
Der Mahlgradregler befindet sich im Bohnenbehälter.
Wichtig ist die richtige Vorgehensweise.
Schritt 1: Bohnen einfüllen
Geeignete Kaffeebohnen in den Bohnenbehälter geben.
Schritt 2: Kaffeezubereitung starten
Eine normale Kaffeezubereitung starten.
Schritt 3: Warten, bis das Mahlwerk läuft
Jetzt beginnt die Maschine, die Bohnen zu mahlen.
Schritt 4: Mahlgrad verändern
Während das Mahlwerk läuft, den Regler vorsichtig in die gewünschte Richtung bewegen.
Schritt 5: Nur kleine Änderungen vornehmen
Wir würden jeweils nur ungefähr eine Stufe verändern.
Schritt 6: Mehrere Kaffees abwarten
Nicht sofort nach der ersten Tasse erneut einstellen.
Zunächst einige Bezüge durchführen und anschließend das Ergebnis beurteilen.
Warum darf man den Mahlgrad nur während des Mahlens verstellen?
Zwischen den Mahlflächen befinden sich Kaffeebohnen beziehungsweise Bohnenstücke.
Vor allem beim Verstellen in Richtung eines feineren Mahlgrads sollte der Mechanismus deshalb nicht bei stillstehendem Mahlwerk mit Kraft bewegt werden.
Die sichere Regel lautet:
Mahlgrad verändern = Mahlwerk muss laufen.
Wer sich daran hält, vermeidet unnötige Belastungen des Mahlwerks.
Warum sollte man immer nur eine Stufe verändern?
Ein typischer Fehler wäre:
Mahlgrad 7 → Mahlgrad 2
und anschließend sofort einen Kaffee zu beurteilen.
Das ist eine sehr große Veränderung.
Besser:
7 → 6 → testen
Falls nötig:
6 → 5 → erneut testen
Dadurch findet man wesentlich kontrollierter heraus, welcher Bereich mit den verwendeten Bohnen funktioniert.
Warum verändert sich der Geschmack nicht sofort?
Nach einer Mahlgradänderung befinden sich noch Kaffeereste aus der vorherigen Einstellung im Mahlbereich.
Deshalb sollte man nicht erwarten, dass die unmittelbar nächste Tasse das endgültige Ergebnis der neuen Einstellung repräsentiert.
Wir würden nach einer Veränderung mehrere Bezüge abwarten.
Erst dann sollte entschieden werden, ob eine weitere Anpassung notwendig ist.
Woran erkenne ich einen zu groben Mahlgrad?
Ein zu grober Mahlgrad kann sich durch verschiedene Merkmale bemerkbar machen.
Typisch sind:
Kaffee läuft sehr schnell
Espresso wirkt dünn
wenig Körper
schwaches Aroma
unangenehm säuerlicher Geschmack
Espresso wirkt wässrig
Das Wasser kann bei zu grobem Kaffeemehl relativ schnell hindurchfließen.
Dadurch werden möglicherweise nicht genügend gewünschte Aromastoffe extrahiert.
Was tun, wenn der Mahlgrad zu grob ist?
Dann kann man den Mahlgrad schrittweise feiner einstellen.
Beispiel:
Aktuell:
Mahlgrad 6
Kaffee läuft sehr schnell und schmeckt dünn.
Dann:
auf Stufe 5 wechseln.
Anschließend mehrere Bezüge abwarten.
Ist der Kaffee weiterhin zu dünn, kann man beispielsweise Stufe 4 ausprobieren.
Woran erkennt man einen zu feinen Mahlgrad?
Auch ein zu feiner Mahlgrad verursacht Probleme.
Typische Anzeichen:
Kaffee läuft extrem langsam
Kaffee kommt teilweise nur tropfenweise
Zubereitung dauert ungewöhnlich lange
Espresso schmeckt sehr bitter
starke Röstaromen dominieren
Geschmack wirkt unangenehm intensiv
In diesem Fall kann das Wasser nur schwer durch das Kaffeemehl fließen.
Was tun, wenn der Mahlgrad zu fein ist?
Dann wird der Mahlgrad etwas gröber eingestellt.
Beispiel:
Aktuell:
Mahlgrad 2
Espresso läuft nur tropfenweise.
Dann:
Mahlgrad 3 ausprobieren.
Falls notwendig später:
Mahlgrad 4.
Auch hier nicht direkt mehrere Stufen überspringen.
Ist Mahlgrad 1 bei der Magnifica S am besten?
Nein.
Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse bei der Einstellung der Magnifica S.
Die niedrigste Zahl bedeutet lediglich:
sehr fein.
Sie bedeutet nicht:
beste Espressoqualität.
Wenn die verwendeten Bohnen auf dieser Einstellung zu viel Widerstand erzeugen, kann das Ergebnis sogar schlechter werden.
Ein Espresso, der nur tropfenweise herauskommt und extrem bitter schmeckt, wird nicht dadurch besser, dass noch feiner gemahlen wird.
Macht ein feinerer Mahlgrad den Kaffee stärker?
Nicht direkt.
Hier werden zwei Einstellungen häufig verwechselt.
Mahlgrad = beeinflusst die Extraktion.
Kaffeestärke = beeinflusst die verwendete Kaffeemenge.
Wenn der Kaffee einfach nur kräftiger werden soll, kann deshalb eine höhere Kaffeestärke sinnvoller sein.
Beispiel:
Der Kaffee schmeckt grundsätzlich ausgewogen, aber zu mild.
Dann würden wir nicht sofort den Mahlgrad verändern.
Zuerst:
Kaffeestärke erhöhen.
Mahlgrad oder Kaffeestärke – was sollte ich verändern?
Eine einfache Orientierung:
Problem | Erste mögliche Anpassung |
|---|---|
Kaffee schmeckt ausgewogen, aber zu schwach | Kaffeestärke erhöhen |
Kaffee läuft sehr schnell und schmeckt dünn | feiner mahlen |
Kaffee läuft extrem langsam | gröber mahlen |
Kaffee ist zu groß und wässrig | Wassermenge reduzieren |
Kaffee schmeckt stark bitter | Mahlgrad/Wassermenge/Temperatur prüfen |
Kaffee unangenehm sauer | feineren Mahlgrad/Temperatur prüfen |
Der Mahlgrad ist also nur eine von mehreren Stellschrauben.
Welchen Einfluss haben die Bohnen auf den Mahlgrad?
Einen großen.
Zwei unterschiedliche Kaffeesorten können bei derselben Mahlgradeinstellung unterschiedlich reagieren.
Relevant sind unter anderem:
Röstgrad
Bohnensorte
Alter der Bohnen
Mischung
Feuchtigkeit
Dichte der Bohnen
Deshalb kann die perfekte Einstellung für einen Beutel Kaffee bei einem anderen Kaffee nicht mehr optimal sein.
Mahlgrad bei dunkler Röstung
Dunkle Espressoröstungen funktionieren häufig sehr gut in der Magnifica S.
Sie sind relativ einfach zu extrahieren und passen geschmacklich gut zum Charakter eines Kaffeevollautomaten.
Hier würden wir nicht automatisch den feinsten Mahlgrad wählen.
Ein Bereich um:
Stufe 4 bis 5
kann bereits sehr gute Ergebnisse liefern.
Ist der Kaffee zu bitter, kann sogar ein etwas gröberer Mahlgrad sinnvoll sein.
Mahlgrad bei heller Röstung
Helle Röstungen sind häufig anspruchsvoller.
Sie können deutlich mehr wahrnehmbare Säure besitzen und benötigen teilweise andere Extraktionsbedingungen.
Hier kann ein etwas feinerer Mahlgrad helfen.
Auch eine höhere Temperatur kann sinnvoll sein.
Trotzdem sollte man berücksichtigen, dass die Magnifica S vor allem mit klassischen mittleren bis dunkleren Vollautomaten- und Espressoröstungen sehr unkompliziert funktioniert.
Welche Bohnen eignen sich für die Magnifica S?
Wir würden vor allem:
mittlere bis dunklere Röstungen
verwenden.
Besonders unkompliziert sind klassische Espresso- oder Caffè-Crema-Mischungen.
Sehr stark glänzende beziehungsweise extrem ölige Bohnen würden wir dagegen eher vermeiden.
Sie können stärkere Ablagerungen im Bohnenbehälter und Mahlbereich verursachen.
Ändert sich der Mahlgrad mit zunehmendem Alter der Bohnen?
Das kann passieren.
Kaffeebohnen verändern sich nach der Röstung.
Deshalb kann ein Kaffee nach längerer Lagerung bei identischer Maschineneinstellung etwas anders schmecken als direkt nach dem Öffnen der Packung.
In der Praxis muss man deshalb gelegentlich kleinere Anpassungen vornehmen.
Das bedeutet aber nicht, dass der Mahlgrad täglich verändert werden sollte.
Muss man beim Wechsel der Bohnen den Mahlgrad neu einstellen?
Nicht zwangsläufig.
Wenn die neue Bohne ähnlich geröstet ist, kann die bisherige Einstellung weiterhin gut funktionieren.
Wechselt man allerdings beispielsweise von einer dunklen italienischen Espressoröstung auf eine helle Arabica-Röstung, kann eine Anpassung sinnvoll sein.
Wir würden zunächst die bisherige Einstellung testen.
Erst wenn Geschmack oder Durchfluss nicht passen, sollte der Mahlgrad verändert werden.
Welche Einstellung ab Werk?
Wer eine neue Magnifica S besitzt, muss nicht sofort am Mahlwerk drehen.
Zunächst kann man einige Kaffees mit der vorhandenen Einstellung zubereiten.
Anschließend wird anhand des Geschmacks entschieden.
Wer dennoch einen konkreten Zielbereich sucht, kann sich langsam in Richtung:
Mahlgrad 4 bis 5
bewegen.
Von dort aus lässt sich relativ einfach feiner oder gröber optimieren.
Wie sieht ein guter Espresso aus der Magnifica S aus?
Man sollte sich nicht ausschließlich an der Optik orientieren.
Eine schöne Crema bedeutet nicht automatisch, dass der Espresso perfekt extrahiert wurde.
Wichtiger ist der Geschmack.
Ein guter Espresso sollte für den persönlichen Geschmack:
ausreichend kräftig sein
nicht unangenehm sauer schmecken
nicht extrem bitter sein
einen guten Körper besitzen
aromatisch wirken
Wenn diese Punkte stimmen, gibt es keinen Grund, den Mahlgrad nur wegen einer theoretischen Empfehlung weiterzuverstellen.
Mahlgrad und Crema
Ein passender Mahlgrad kann zu einer guten Extraktion beitragen und damit auch Einfluss auf die Crema haben.
Die Crema hängt allerdings ebenfalls von anderen Faktoren ab.
Dazu gehören:
verwendete Bohnen
Robusta-Anteil
Frische
Kaffeemenge
Röstung
Extraktion
Wer besonders viel Crema möchte, sollte deshalb nicht ausschließlich am Mahlgrad drehen.
Eine Espresso-Mischung mit einem gewissen Robusta-Anteil kann beispielsweise deutlich mehr Crema erzeugen als eine reine Arabica-Röstung.
Warum schmeckt mein Kaffee trotz Mahlgrad 3 nicht gut?
Weil der Mahlgrad nur ein Teil der Einstellung ist.
Beispielsweise könnte folgende Kombination problematisch sein:
Mahlgrad 3 + geringe Kaffeestärke + 180 ml Wasser.
Obwohl relativ fein gemahlen wird, kann das Getränk trotzdem dünn und gleichzeitig bitter schmecken.
Besser wäre möglicherweise:
Mahlgrad 4 + hohe Kaffeestärke + 110 ml Wasser.
Deshalb sollten immer Mahlgrad, Kaffeemenge und Wassermenge gemeinsam betrachtet werden.
Der häufigste Mahlgrad-Fehler
Unserer Meinung nach ist der häufigste Fehler:
„Espresso braucht feines Kaffeemehl, also stelle ich die Magnifica S direkt auf Stufe 1.“
Das ist zu einfach gedacht.
Der richtige Mahlgrad ist derjenige, bei dem die verwendeten Bohnen mit der Brühgruppe der Maschine gut funktionieren.
Das kann Stufe 3 sein.
Es kann Stufe 4 sein.
Es kann auch Stufe 5 oder eine andere Einstellung sein.
Die Zahl allein sagt nichts über die Qualität des fertigen Kaffees aus.
Unsere Methode zum Einstellen des Mahlgrads
Wer die optimale Einstellung finden möchte, kann sehr einfach vorgehen.
Schritt 1: Mahlgrad 4 als Ausgangspunkt wählen.
Schritt 2: Kaffeestärke mittel-hoch bis hoch einstellen.
Schritt 3: Für Espresso etwa 30–40 ml verwenden.
Schritt 4: Mehrere Espressi zubereiten.
Schritt 5: Geschmack beurteilen.
Dann gilt:
Schnell + dünn + unangenehm sauer → eine Stufe feiner.
Sehr langsam + tropfend + bitter → eine Stufe gröber.
Ausgewogen und lecker → Mahlgrad nicht mehr verändern.
So einfach kann die Grundeinstellung sein.
Muss man die Bezugszeit messen?
Für einen Kaffeevollautomaten wie die Magnifica S halten wir es nicht für notwendig, mit Stoppuhr und Waage genauso vorzugehen wie bei einem Siebträger.
Natürlich kann man das tun.
Für die meisten Nutzer reicht aber:
Durchfluss beobachten + Kaffee probieren.
Die Magnifica S soll schließlich Komfort bieten.
Wer jede Extraktionsvariable auf das Gramm und die Sekunde kontrollieren möchte, ist mit einem Siebträger und einer hochwertigen separaten Kaffeemühle besser bedient.
Ist Mahlgrad 3 oder 4 besser?
Das kann nur mit den konkreten Bohnen beantwortet werden.
Wenn beide Einstellungen grundsätzlich funktionieren, sollte man direkt vergleichen.
Bei Mahlgrad 3 kann der Espresso etwas langsamer extrahiert werden.
Bei Mahlgrad 4 kann der Durchfluss etwas schneller sein.
Schmeckt Stufe 4 ausgewogener?
Dann ist Stufe 4 besser.
Schmeckt Stufe 3 kräftiger und aromatischer, ohne unangenehm bitter zu werden?
Dann ist Stufe 3 besser.
Die niedrigere Zahl gewinnt nicht automatisch.
Analyse: Welcher Mahlgrad ist bei der Magnifica S wirklich der beste?
Für viele Nutzer dürfte sich der ideale Bereich nicht an den extremen Enden der 13 Mahlgradstufen befinden.
Wir würden für klassische Kaffee- und Espressoröstungen zunächst ungefähr im Bereich 3 bis 5 arbeiten.
Unser persönlicher Startpunkt wäre:
Mahlgrad 4.
Von dort lässt sich anhand des Durchflusses und Geschmacks relativ einfach korrigieren.
Dabei ist besonders wichtig, den Mahlgrad nicht isoliert zu betrachten.
Wenn 180 ml Wasser durch eine kleine Kaffeemenge laufen, wird ein Wechsel von Mahlgrad 5 auf 3 allein das grundlegende Verhältnis nicht lösen.
Deshalb sollte der Mahlgrad erst dann fein optimiert werden, wenn Kaffeestärke und Getränkemenge grundsätzlich sinnvoll eingestellt sind.
Fazit: Welcher Mahlgrad ist ideal für die De’Longhi Magnifica S?
Für die De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B empfehlen wir als Ausgangspunkt einen Mahlgrad von ungefähr Stufe 3 bis 5. Unser Startwert wäre Stufe 4.
Für die wichtigsten Getränke kann man ungefähr mit folgenden Bereichen beginnen:
Getränk | Mahlgrad |
|---|---|
Espresso | 3–5 |
Kräftiger Espresso | 3–4 |
Café Crema | 4–6 |
Normaler Kaffee | 4–6 |
Cappuccino-Basis | 3–5 |
Danach entscheidet der Geschmack.
Kaffee läuft sehr schnell und schmeckt dünn oder unangenehm sauer? → etwas feiner mahlen.
Kaffee läuft extrem langsam oder tropft und schmeckt stark bitter? → etwas gröber mahlen.
Kaffee schmeckt ausgewogen? → nichts verändern.
Besonders wichtig: Den Mahlgrad nur bei laufendem Mahlwerk verändern und jeweils nur kleine Anpassungen vornehmen. Nach einer Änderung sollten mehrere Kaffeezubereitungen abgewartet werden.
Die perfekte Einstellung ist deshalb nicht automatisch Stufe 1 oder 2. Für viele klassische Bohnen dürfte die Magnifica S bereits im Bereich 3 bis 5 sehr gute Ergebnisse liefern.

